Bruton-Tyrosin-Kinase-Hemmer (BTKi) sind eine Medikamentenklasse, die die Bruton-Tyrosinkinase (BTK) blockiert. BTK ist ein Enzym, das in verschiedenen Immunzellen wie den B-Zellen vorkommt und dort u.a. zur Reifung und Vermehrung der Zellen beiträgt. Bei Krankheiten wie zum Beispiel Multiple Sklerose kann es die Aktivität fehlgeleiteter B-Zellen und damit die Entzündungsprozesse fördern. Mit Bruton-Tyrosin-Kinase-Hemmern sollen diese krankheitsfördernden Immunreaktionen unterdrückt werden. Sie werden v.a. zur Behandlung von B-Zell-Lymphomen (Lymphdrüsenkrebs) und Autoimmunerkrankungen eingesetzt.
Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?
Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.
