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GKV-Spargesetz: Von „Taschenspielertricks“ und „Deindustrialisierung“
Die Bundesregierung hat den Entwurf für das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz durchs Kabinett gebracht. Laut Gesundheitsministerin Nina Warken schafft das „die Grundlage für die nachhaltige finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung.“ Diese Sicht hat die Regierung relativ exklusiv: Während der AOK-Bundesverband von „Taschenspielertricks auf Kosten der Beitragszahlenden“ spricht, ist die Pharmaindustrie entsetzt. „Wird dieses Gesetz so verabschiedet, wird Deutschland einen weiteren Schritt in Richtung De-Industrialisierung machen“, so der Vorsitzende des Pharmaverbands BPI, Oliver Kirst.

Ein Kostenfaktor? Die stille Systemrelevanz der Pharmaindustrie
Die Debatte über Arzneimittelpreise ist in Deutschland schnell emotional. Neue Medikamente gelten als „Kostentreiber“. Doch diese Perspektive greift zu kurz. Sie blendet aus, dass die forschende Pharmaindustrie eine dreifache Funktion erfüllt: Sie produziert Gesundheit, sie schafft Wohlstand und sie ist Teil staatlicher Souveränität. Wer sie vor allem als Ausgabenfaktor betrachtet, unterschätzt ihre systemische Bedeutung. Und schadet dem Land.

WHO: „Impfungen wirken in jeder Generation“
Gegen mehr als 30 lebensbedrohliche Krankheiten gibt es Impfstoffe. Sie „schützen Menschen jeden Alters“, betont Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das fängt schon im Babyalter an.

GKV-Sparpaket: Warum Deutschland die Pharmaindustrie verlieren könnte
Um das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz ist eine hitzige Diskussion entbrannt: Abgesehen von den Krankenkassen scheint niemand im Gesundheitssystem zufrieden zu sein. Auch die Pharmaindustrie nicht: Schon heute belasten zahlreiche Sparmaßnahmen die Unternehmen. Die nun zusätzlich geplanten Eingriffe in die Arzneimittelpreisregulierung bringen das Fass womöglich zum Überlaufen: Deutschland drohe die Pharmabranche zu verlieren, heißt es aus der Industrie. Macht die Bundesregierung keine Kehrtwende, könnte die Zahl der neuen Medikamente, die es nicht in die hiesige Versorgung schaffen, zunehmen.

Klinische Studien: Brücken zwischen Wissenschaft und Medizin schlagen
Klinische Studien gehören zu den wichtigsten Instrumenten der modernen Medizin. Sie sind Motor für medizinischen Fortschritt, können neue Therapieoptionen schaffen und die Versorgung von Patient:innen verbessern. Außerdem stärken sie den Forschungsstandort und stellen sicher, dass innovative Medizin auch in Deutschland schnell und sicher zum Einsatz kommt. Das forschende pharmazeutische Unternehmen Regeneron will in Zukunft mehr Studien durchführen. Ein Gespräch mit Dr. med. Steffen Hartrampf, Executive Medical Director International.

GKV-Reform mit der „Schrotflinte: Es trifft alle – außer den Bund“
Seit Freitag vergangener Woche kursiert der Referentenentwurf der Bundesgesundheitsministerin zur Finanzreform der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV), der noch diesen Monat durch das Kabinett soll. Für den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) ist er „eine verpasste Chance für mehr Gerechtigkeit.“ Die Pharmaunternehmen – in der Nationalen Pharmastrategie noch zur „Leitindustrie“ erhoben – sind entsetzt.
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Nach dem Schlaganfall: „Ich spüre was, was du nicht siehst“
„Die häufigsten Behinderungen nach einem Schlaganfall sind unsichtbar – eine große Herausforderung für Betroffene, aber auch ihr Umfeld“. Darauf macht die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe aufmerksam. Der bundesweite Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai steht daher dieses Jahr unter dem Motto: „Ich spüre was, was du nicht siehst“.

Lungenfibrose: „Wie durch einen Strohhalm atmen“
Lungenfibrose ist eine chronische Erkrankung, bei der sich das Lungengewebe vernarbt und verhärtet, wodurch Atmen immer schwieriger wird. Die Überlebensraten fünf Jahre nach Diagnose liegen unter denen vieler Krebsarten. Die Krankheit ist nicht heilbar, aber dank pharmazeutischer Forschung immer besser behandelbar. Wichtig wäre eine frühe Diagnose. Aber da hapert es gewaltig.

GKV-Spargesetz: Von „Taschenspielertricks“ und „Deindustrialisierung“
Die Bundesregierung hat den Entwurf für das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz durchs Kabinett gebracht. Laut Gesundheitsministerin Nina Warken schafft das „die Grundlage für die nachhaltige finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung.“ Diese Sicht hat die Regierung relativ exklusiv: Während der AOK-Bundesverband von „Taschenspielertricks auf Kosten der Beitragszahlenden“ spricht, ist die Pharmaindustrie entsetzt. „Wird dieses Gesetz so verabschiedet, wird Deutschland einen weiteren Schritt in Richtung De-Industrialisierung machen“, so der Vorsitzende des Pharmaverbands BPI, Oliver Kirst.

Ein Kostenfaktor? Die stille Systemrelevanz der Pharmaindustrie
Die Debatte über Arzneimittelpreise ist in Deutschland schnell emotional. Neue Medikamente gelten als „Kostentreiber“. Doch diese Perspektive greift zu kurz. Sie blendet aus, dass die forschende Pharmaindustrie eine dreifache Funktion erfüllt: Sie produziert Gesundheit, sie schafft Wohlstand und sie ist Teil staatlicher Souveränität. Wer sie vor allem als Ausgabenfaktor betrachtet, unterschätzt ihre systemische Bedeutung. Und schadet dem Land.

WHO: „Impfungen wirken in jeder Generation“
Gegen mehr als 30 lebensbedrohliche Krankheiten gibt es Impfstoffe. Sie „schützen Menschen jeden Alters“, betont Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das fängt schon im Babyalter an.

GKV-Sparpaket: Warum Deutschland die Pharmaindustrie verlieren könnte
Um das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz ist eine hitzige Diskussion entbrannt: Abgesehen von den Krankenkassen scheint niemand im Gesundheitssystem zufrieden zu sein. Auch die Pharmaindustrie nicht: Schon heute belasten zahlreiche Sparmaßnahmen die Unternehmen. Die nun zusätzlich geplanten Eingriffe in die Arzneimittelpreisregulierung bringen das Fass womöglich zum Überlaufen: Deutschland drohe die Pharmabranche zu verlieren, heißt es aus der Industrie. Macht die Bundesregierung keine Kehrtwende, könnte die Zahl der neuen Medikamente, die es nicht in die hiesige Versorgung schaffen, zunehmen.
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Kommentar
Über „teure Krebsmedikamente“ und ihre Sprengkraft
Da ist sie wieder – die angekündigte Sprengung der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Diesmal sollen es neue Krebsmedikamente sein, die die GKV „in den Kollaps“ treiben. „Auch, weil Pharmakonzerne das deutsche System maximal ausreizen“, wie der SPIEGEL schreibt. Eine steile These, kommentiert Florian Martius.
