Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle schätzt das RKI auf bisher 12.500. Es ist gegenüber den Vorjahren ein sprunghafter Anstieg. Foto: ©iStock.com/Liudmila Chernetska

Hitze: Ein Gesundheitsrisiko erster Ordnung

Auf 12.500 hitzebedingte Todesfälle schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) die bisherige Bilanz dieses Sommers – ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Die Aufregung darüber hält sich in überraschend engen Grenzen. Dabei gilt Europa als der sich am schnellsten erwärmende Kontinent; seit den 1980er-Jahren erwärmt er sich etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Setzt sich diese Tendenz fort, dürfte auch die Sterblichkeit durch Hitze deutlich steigen: Klimaanpassungsmaßnahmen sind das Gebot der Stunde.

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Wie sehr Hitze die Menschen im Krankenhaus belastet und was dort für einen wirksamen Hitzeschutz sorgen könnte, das erzählt Prof. Dr. Henriette Neumeyer im Interview.

Hitze: Der stille Killer im Krankenhaus

Die aktuelle Hitzewelle belastet alle Menschen – ganz besonders aber jene, die in einem Krankenhaus liegen oder dort arbeiten. Welche Folgen die Hitze für die Krankenhäuser hat und was dort dringend in Sachen Hitze- und Klimaschutz getan werden muss, darüber haben wir mit Prof. Dr. Henriette Neumeyer gesprochen, Stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

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Klimawandel: „Sicherheitsbedrohung, Gesundheitsnotstand und wirtschaftliche Zeitbombe“

Steigende Temperaturen, mehr Dürrperioden und Extremwettereignisse wie Überflutungen und Waldbrände: Die Klimakrise bedroht das Leben und die Gesundheit von Menschen weltweit. Nicht erst in Zukunft, sondern schon heute: Über 200.000 Menschen sind allein in den vergangenen vier Jahren in Folge von Hitze in Europa gestorben. „Gleichzeitig investieren Regierungen Milliarden in die Subventionierung fossiler Energieträger, die den Klimawandel anheizen und unsere Gesundheitssysteme belasten“, kritisiert Dr. Hans Henri P. Kluge, Regionaldirektor für Europa bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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Expert:innen weltweit warnen: Eine übermäßige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und fehlende Anpassung an die Erderwärmung haben zerstörerische Auswirkungen auf die Gesundheit. Foto: iStock.com / Marc Bruxelle

Nichtstun in der Klimakrise „kostet jedes Jahr Millionen Menschenleben“

Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise. Ein Team von Wissenschaftler:innen weltweit hat einen neuen Bericht im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht, der es in sich hat: Er macht deutlich, „dass Untätigkeit angesichts der Klimakrise schon heute in allen Ländern Menschen tötet“ – so bringt es Dr. Jeremy Farrar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf den Punkt. Doch es gibt auch eine positive Nachricht.

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Hitzschlag – eine Gefahr für das Gehirn

Extreme Hitzewellen sind nicht nur anstrengend – sie können auch eine ernsthafte Gesundheitsbedrohung sein. Das Beratungsunternehmen IQVIA hat Ergebnisse einer Real World Data-Studie veröffentlicht, die zeigt: „Personen, die einen Hitzschlag erlitten haben, entwickeln in den Folgejahren etwa doppelt so häufig Migräne wie vergleichbare Personen ohne Hitzschlag“. Und sogar das Risiko für Schlaganfälle ist erhöht.

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In einer Umfrage von AstraZeneca sehen 88 Prozent der Ärzt:innen einen direkten Zusammenhang zwischen der Umwelt und der Gesundheit ihrer Patient:innen. Foto: ©iStock.com/Plyushkin

Klimakrise = Gesundheitskrise

Klimakrise und Gesundheit – das lässt sich nicht trennen. In einer Umfrage, durchgeführt im Auftrag des forschenden Pharmaunternehmens AstraZeneca, sehen 88 Prozent der Ärzt:innen einen direkten Zusammenhang zwischen der Umwelt und der Gesundheit ihrer Patient:innen. Die Umfrage zeigt auch, dass sie in ihre Therapieentscheidung immer öfter Nachhaltigkeitsaspekte einfließen lassen.

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Was macht eigentlich ein „KlimaDoc“? Das erklärt die Kinderärztin Dr. Susanne Filfil im Interview.

„KlimaDocs“: So wollen sie die Welt verändern

Die „KlimaDocs“ – was klingt wie eine neue Facharztrichtung, ist in Wahrheit ein Verein aus Köln, dessen Mitglieder in der Gesundheitsbranche arbeiten und die sich gemeinsam für Gesundheits- und Klimaschutz engagieren. Wir haben mit der Kinderärztin und KlimaDocs-Vorständin Dr. Susanne Filfil darüber gesprochen, weshalb es wichtig ist, dass sich auch Mediziner:innen für Klimaschutz einsetzen, wie sie das tun können und was sie und ihre Patient:innen am Ende davon haben.

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Klimakrise: Mit einem Positionspapier appellieren Lungenmediziner:innen an Politik, Wissenschaft und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Foto: ©iStock.com/witsarut sakorn

Klimakrise schädigt die Lunge: Deutsche Bevölkerung wenig geschützt

Steigende Temperaturen, mehr Allergene und Schadstoffe in der Luft, häufigere Extremwetter: Die Klimakrise trifft Menschen mit Lungenerkrankungen besonders hart, so die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Mit einem Positionspapier richtet sie sich an Politik, Wissenschaft und Gesellschaft – um mehr Erkrankungen zu verhindern, Patient:innen zu schützen und Gesundheitssysteme zu stärken.

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Neue Rekorde: Klimakrise zerstört die Gesundheit der Menschen

Es sind erschreckende Ergebnisse: Noch nie zeigte sich so deutlich wie heute, dass die Klimakrise die Menschen in ihrer Gesundheit und Existenz bedroht. Ein Team aus 122 Wissenschaftler:innen weltweit macht in einem im Fachblatt „The Lancet“ erschienen Bericht deutlich: Alle Menschen – in jedem Land auf dieser Erde – sind betroffen. Die Klimakrise ist schon heute für viele tödlich.

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Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle schätzt das RKI auf bisher 12.500. Es ist gegenüber den Vorjahren ein sprunghafter Anstieg. Foto: ©iStock.com/Liudmila Chernetska

Hitze: Ein Gesundheitsrisiko erster Ordnung

Auf 12.500 hitzebedingte Todesfälle schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) die bisherige Bilanz dieses Sommers – ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Die Aufregung darüber hält sich in überraschend engen Grenzen. Dabei gilt Europa als der sich am schnellsten erwärmende Kontinent; seit den 1980er-Jahren erwärmt er sich etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Setzt sich diese Tendenz fort, dürfte auch die Sterblichkeit durch Hitze deutlich steigen: Klimaanpassungsmaßnahmen sind das Gebot der Stunde.

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Wie sehr Hitze die Menschen im Krankenhaus belastet und was dort für einen wirksamen Hitzeschutz sorgen könnte, das erzählt Prof. Dr. Henriette Neumeyer im Interview.

Hitze: Der stille Killer im Krankenhaus

Die aktuelle Hitzewelle belastet alle Menschen – ganz besonders aber jene, die in einem Krankenhaus liegen oder dort arbeiten. Welche Folgen die Hitze für die Krankenhäuser hat und was dort dringend in Sachen Hitze- und Klimaschutz getan werden muss, darüber haben wir mit Prof. Dr. Henriette Neumeyer gesprochen, Stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

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Klimawandel: „Sicherheitsbedrohung, Gesundheitsnotstand und wirtschaftliche Zeitbombe“

Steigende Temperaturen, mehr Dürrperioden und Extremwettereignisse wie Überflutungen und Waldbrände: Die Klimakrise bedroht das Leben und die Gesundheit von Menschen weltweit. Nicht erst in Zukunft, sondern schon heute: Über 200.000 Menschen sind allein in den vergangenen vier Jahren in Folge von Hitze in Europa gestorben. „Gleichzeitig investieren Regierungen Milliarden in die Subventionierung fossiler Energieträger, die den Klimawandel anheizen und unsere Gesundheitssysteme belasten“, kritisiert Dr. Hans Henri P. Kluge, Regionaldirektor für Europa bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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Expert:innen weltweit warnen: Eine übermäßige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und fehlende Anpassung an die Erderwärmung haben zerstörerische Auswirkungen auf die Gesundheit. Foto: iStock.com / Marc Bruxelle

Nichtstun in der Klimakrise „kostet jedes Jahr Millionen Menschenleben“

Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise. Ein Team von Wissenschaftler:innen weltweit hat einen neuen Bericht im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht, der es in sich hat: Er macht deutlich, „dass Untätigkeit angesichts der Klimakrise schon heute in allen Ländern Menschen tötet“ – so bringt es Dr. Jeremy Farrar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf den Punkt. Doch es gibt auch eine positive Nachricht.

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Hitzschlag – eine Gefahr für das Gehirn

Extreme Hitzewellen sind nicht nur anstrengend – sie können auch eine ernsthafte Gesundheitsbedrohung sein. Das Beratungsunternehmen IQVIA hat Ergebnisse einer Real World Data-Studie veröffentlicht, die zeigt: „Personen, die einen Hitzschlag erlitten haben, entwickeln in den Folgejahren etwa doppelt so häufig Migräne wie vergleichbare Personen ohne Hitzschlag“. Und sogar das Risiko für Schlaganfälle ist erhöht.

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In einer Umfrage von AstraZeneca sehen 88 Prozent der Ärzt:innen einen direkten Zusammenhang zwischen der Umwelt und der Gesundheit ihrer Patient:innen. Foto: ©iStock.com/Plyushkin

Klimakrise = Gesundheitskrise

Klimakrise und Gesundheit – das lässt sich nicht trennen. In einer Umfrage, durchgeführt im Auftrag des forschenden Pharmaunternehmens AstraZeneca, sehen 88 Prozent der Ärzt:innen einen direkten Zusammenhang zwischen der Umwelt und der Gesundheit ihrer Patient:innen. Die Umfrage zeigt auch, dass sie in ihre Therapieentscheidung immer öfter Nachhaltigkeitsaspekte einfließen lassen.

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Klimakrise: Mit einem Positionspapier appellieren Lungenmediziner:innen an Politik, Wissenschaft und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Foto: ©iStock.com/witsarut sakorn

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Steigende Temperaturen, mehr Allergene und Schadstoffe in der Luft, häufigere Extremwetter: Die Klimakrise trifft Menschen mit Lungenerkrankungen besonders hart, so die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Mit einem Positionspapier richtet sie sich an Politik, Wissenschaft und Gesellschaft – um mehr Erkrankungen zu verhindern, Patient:innen zu schützen und Gesundheitssysteme zu stärken.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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