Der Critical Medicines Act (CMA) ist ein Gesetzgebungsvorschlag der Europäischen Union, der darauf abzielt, die Versorgung mit wichtigen Arzneimitteln in der EU sicherer, stabiler und resilienter zu machen. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten aus Drittstaaten soll verringert, die innereuropäische Produktion gestärkt werden.
Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?
Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.
