Postexpositionsprophylaxe (PEP) ist eine medizinische Sofortmaßnahme, die nach einem möglichen Kontakt mit einem Krankheitserreger – insbesondere HIV – ergriffen wird, um eine Infektion zu verhindern oder ihren Verlauf abzumildern. Sie besteht aus einer vierwöchigen Einnahme von HIV-Medikamenten; sie sollen verhindern, dass sich das Virus im Körper festsetzt.
Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?
Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.
