Sie ist „kontrolliert“: Das bedeutet, dass die Studienteilnehmer:innen in zwei Gruppen unterteilt werden. Die eine erhält den zu untersuchenden Wirkstoff; die andere erhält ein Placebo, eine aktuelle Standardbehandlung oder eine Nichtbehandlung. Letztere ist die „Kontrollgruppe“. Durch den Vergleich der beiden Gruppen können Wissenschaftler:innen den Effekt der getesteten medizinischen Intervention auf ein definiertes Ereignis (z.B. Heilungsraten, Nebenwirkungen etc.) hin untersuchen. RCTs sind außerdem „randomisiert“: Die Proband:innen werden demnach nach dem Zufallsprinzip auf die beiden Gruppen aufgeteilt. Meist sind RCTs zudem „doppelt verblindet“. Studienteilnehmende und Versuchsleitung wissen daher nicht, zu welcher der beiden Gruppen eine Person gehört.
HIV-Versorgung am Wendepunkt: Jetzt entscheidet sich, wie es weitergeht
Es sind turbulente Zeiten für die weltweite HIV-Versorgung: Medizinische Innovationen eröffnen neue Möglichkeiten für die Prävention und Therapie. Gleichzeitig ist die internationale Finanzierung unter enormen Druck geraten; die Folgen davon können verheerend sein. Doch der Umbruch bietet auch die Chance, die HIV-Versorgung langfristig neu aufzustellen – und sie nachhaltiger und widerstandsfähiger zu gestalten. Ein Kommentar von Pharma Fakten-Redakteurin Alina Massari.
