Die Substanzbibliotheken von Pharmaunternehmen umfassen oft mehrere Millionen Moleküle. Mithilfe eines Hochdurchsatz-Screenings werden sie im Rahmen der Medikamentenforschung daraufhin geprüft, ob sie an ein „target“, ein Zielprotein einer Erkrankung, binden können.
Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?
Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.
