Ein Surrogatparameter (übersetzt: „Ersatzgröße“) ist ein Messwert, der in klinischen Studien stellvertretend für ein patientenrelevantes Ergebnis erhoben wird. Seine Veränderung soll Rückschlüsse darauf ermöglichen, wie sich eine Behandlung beispielsweise auf Krankheitsbeschwerden, das Auftreten von Komplikationen oder die Sterblichkeit auswirkt. Surrogatparameter sind methodisch nicht unumstritten, können aber insbesondere dann eine Rolle spielen, wenn patientenrelevante Ergebnisse erst nach sehr langen Beobachtungszeiträumen messbar wären.
Ein Beispiel: Die Senkung des Blutdrucks bei der Vorbeugung von Schlaganfällen. Menschen mit einem hohen Blutdruck haben ein höheres Risiko für Schlaganfälle. Daher wird in manchen Untersuchungen gemessen, ob ein Medikament einen erhöhten Blutdruck senkt, um daraus abzuleiten, dass die Einnahme dieses Medikamentes Schlaganfälle verhindern kann.
