Transitionsmedizin meint den professionell begleiteten Übergang von einer kindzentrierten zu einer erwachsenenorientierten Gesundheitsversorgung bei Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen. Erkrankungen bei Kindern wie Rheuma werden heutzutage meist früh erkannt und behandelt. An der Schwelle zum Erwachsenwerden kann es jedoch zu Problemen kommen, zum Beispiel wenn es nicht gelingt, eine:n Fachärzt:in für die weitere Behandlung zu finden. Ziel von Transitionsmedizin ist es, den Übergang vom Kindes- ins Erwachsenenalter so zu gestalten, dass Fehl- und Unterversorgung vermieden werden.
Wenn Worte Politik machen: Das irreführende Narrativ vom Orphan Drug-„Privileg“
Medikamente gegen seltene Erkrankungen – die „Orphan Drugs“ – genießen im deutschen System der Arzneimittel-Nutzenbewertung und -Preisverhandlung ein „Privileg“, so heißt es immer wieder. Von einem „fiktiven“ Zusatznutzen ist oft die Rede. Beides stimmt nicht: Dennoch hat sich diese Ausdrucksweise selbst in Expertenkreisen etabliert. Das ist ein Problem: Denn Sprache formt Wirklichkeit – und könnte zu politischen Entscheidungen führen, die die Versorgung der Patient:innen verschlechtern. Daher braucht es dringend mehr sprachliche Präzision in der Debatte, kommentiert Pharma Fakten-Redakteurin Alina Massari.
