Verhältnisprävention bezeichnet gesundheitliche Maßnahmen, die auf die Veränderung von Lebensbedingungen, Strukturen oder Umweltfaktoren abzielen, um Erkrankungen zu verhindern oder Gesundheit zu fördern. Es geht also nicht um das Verhalten einzelner Personen, sondern um die Rahmenbedingungen, in denen Menschen leben und arbeiten.
Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?
Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.
