Seit Kurzem übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten einer vorbeugenden Behandlung zum Schutz vor HIV – die Folgen dürften bahnbrechend sein. Foto: ©iStock.com/nito100

„Kein Aids für alle“ – schon ab 2020?

Eine internationale Studie zeigt: Dank moderner Kombinationstherapien ist die Lebenserwartung HIV-Infizierter in Europa und Nordamerika zwischen 1996 und 2010 um rund zehn Jahre gestiegen. Wirksame Medikamente sind eine gute Voraussetzung, um die Aids-Epidemie bis 2020 zu beenden – so wie es sich die Deutsche Aids-Hilfe mit ihrer neuen Kampagne „Kein Aids für alle“ zum Ziel gesetzt hat.

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Der Virologe Prof. Joachim Hauber hält eine funktionelle Heilung von HIV/AIDS in zehn bis 15 Jahren bei einzelnen Patienten für möglich. Foto: © Prof. Joachim Hauber  / privat

HIV-Heilmittel – Gentherapien werden eine wichtige Komponente

Bei der Welt-Aids-Konferenz in Durban in Südafrika beraten seit Montag 18.000 Forscher, Aktivisten und Politiker über Strategien gegen HIV. Jedes Jahr infizieren sich rund 2,1 Millionen Menschen mit dem gefährlichen Virus. Prof. Joachim Hauber vom Heinrich-Pette-Institut in Hamburg erklärt im Interview mit Pharma Fakten, welche Ziele bei der HIV-Bekämpfung künftig erreichbar erscheinen.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Spuren im Blut helfen bei der Suche nach einem HIV-Impfstoff

Forschern des Instituts für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Essen ist es gelungen, sogenannte T-follikuläre Zellen (TFH-Zellen) im Blut nachzuweisen. Sie hoffen, dadurch die Effektivität von Impfstoffen gegen das HI-Virus besser testen zu können. Institutsdirektor Prof. Hendrik Streeck erklärt im Interview mit Pharma Fakten, was diese Entdeckung bedeutet und warum die Suche nach einem wirksamen Vakzin so schwierig ist.

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Prominente Beispiele zeigen Aussicht auf ein langes Leben

„Ich bin HIV-positiv!“ Nachdem Charlie Sheen mit diesem Statement an die Öffentlichkeit gegangen war, sprach ihm Earvin „Magic“ Johnson Mut zu. Die amerikanische Basketball-Legende twitterte: „Mit dem Fortschritt der ärztlichen Versorgung und den Medikamenten kann er diese Krankheit bekämpfen und ein langes Leben führen.“ Johnson ist selbst HIV-positiv. War die Krankheit in den 80er-Jahren fast ein sicheres Todesurteil, sehen Millionen von HIV-Patienten mittlerweile einer normalen Lebenserwartung entgegen. HIV ist längst eine chronische Krankheit.

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HIV-Therapien werden künftig früher beginnen

Beim Kongress der International Aids Society in Vancouver war die niedrige Viruslast einer 18-jährigen Französin, die jahrelang unbehandelt blieb, ein viel diskutiertes Thema. Aids-Forscher Prof. Dr. Jürgen Rockstroh von der Universitätsklinik in Bonn, dämpft die Erwartungen rund um diesen Fall. Er misst den anstehenden Änderungen in der HIV-Therapie eine größere Bedeutung bei.

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15 Millionen Menschen erhalten HIV-Medikamente

Im Kampf gegen die weltweite Aids-Epidemie haben die Vereinten Nationen einen weiteren Meilenstein erreicht. 15 Millionen Menschen auf der ganzen Welt werden mittlerweile mit lebenswichtigen HIV-Medikamenten behandelt. Bis zum Jahr 2030 soll die Epidemie beendet werden.

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Protein erkennt Eindringling HI-Virus

Ein internationales Forscherteam hat ein körpereigenes Protein ausfindig gemacht, das HI-Viren erkennt und das Immunsystem dazu anstößt sie anzugreifen. Dies könnte einen ersten Schritt zu einer neuen Therapie gegen das Aids auslösende Virus bedeuten.

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Seit Kurzem übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten einer vorbeugenden Behandlung zum Schutz vor HIV – die Folgen dürften bahnbrechend sein. Foto: ©iStock.com/nito100

„Kein Aids für alle“ – schon ab 2020?

Eine internationale Studie zeigt: Dank moderner Kombinationstherapien ist die Lebenserwartung HIV-Infizierter in Europa und Nordamerika zwischen 1996 und 2010 um rund zehn Jahre gestiegen. Wirksame Medikamente sind eine gute Voraussetzung, um die Aids-Epidemie bis 2020 zu beenden – so wie es sich die Deutsche Aids-Hilfe mit ihrer neuen Kampagne „Kein Aids für alle“ zum Ziel gesetzt hat.

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Der Virologe Prof. Joachim Hauber hält eine funktionelle Heilung von HIV/AIDS in zehn bis 15 Jahren bei einzelnen Patienten für möglich. Foto: © Prof. Joachim Hauber  / privat

HIV-Heilmittel – Gentherapien werden eine wichtige Komponente

Bei der Welt-Aids-Konferenz in Durban in Südafrika beraten seit Montag 18.000 Forscher, Aktivisten und Politiker über Strategien gegen HIV. Jedes Jahr infizieren sich rund 2,1 Millionen Menschen mit dem gefährlichen Virus. Prof. Joachim Hauber vom Heinrich-Pette-Institut in Hamburg erklärt im Interview mit Pharma Fakten, welche Ziele bei der HIV-Bekämpfung künftig erreichbar erscheinen.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Spuren im Blut helfen bei der Suche nach einem HIV-Impfstoff

Forschern des Instituts für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Essen ist es gelungen, sogenannte T-follikuläre Zellen (TFH-Zellen) im Blut nachzuweisen. Sie hoffen, dadurch die Effektivität von Impfstoffen gegen das HI-Virus besser testen zu können. Institutsdirektor Prof. Hendrik Streeck erklärt im Interview mit Pharma Fakten, was diese Entdeckung bedeutet und warum die Suche nach einem wirksamen Vakzin so schwierig ist.

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Prominente Beispiele zeigen Aussicht auf ein langes Leben

„Ich bin HIV-positiv!“ Nachdem Charlie Sheen mit diesem Statement an die Öffentlichkeit gegangen war, sprach ihm Earvin „Magic“ Johnson Mut zu. Die amerikanische Basketball-Legende twitterte: „Mit dem Fortschritt der ärztlichen Versorgung und den Medikamenten kann er diese Krankheit bekämpfen und ein langes Leben führen.“ Johnson ist selbst HIV-positiv. War die Krankheit in den 80er-Jahren fast ein sicheres Todesurteil, sehen Millionen von HIV-Patienten mittlerweile einer normalen Lebenserwartung entgegen. HIV ist längst eine chronische Krankheit.

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HIV-Therapien werden künftig früher beginnen

Beim Kongress der International Aids Society in Vancouver war die niedrige Viruslast einer 18-jährigen Französin, die jahrelang unbehandelt blieb, ein viel diskutiertes Thema. Aids-Forscher Prof. Dr. Jürgen Rockstroh von der Universitätsklinik in Bonn, dämpft die Erwartungen rund um diesen Fall. Er misst den anstehenden Änderungen in der HIV-Therapie eine größere Bedeutung bei.

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15 Millionen Menschen erhalten HIV-Medikamente

Im Kampf gegen die weltweite Aids-Epidemie haben die Vereinten Nationen einen weiteren Meilenstein erreicht. 15 Millionen Menschen auf der ganzen Welt werden mittlerweile mit lebenswichtigen HIV-Medikamenten behandelt. Bis zum Jahr 2030 soll die Epidemie beendet werden.

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Protein erkennt Eindringling HI-Virus

Ein internationales Forscherteam hat ein körpereigenes Protein ausfindig gemacht, das HI-Viren erkennt und das Immunsystem dazu anstößt sie anzugreifen. Dies könnte einen ersten Schritt zu einer neuen Therapie gegen das Aids auslösende Virus bedeuten.

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Kommentar

HIV-Versorgung am Wendepunkt: Jetzt entscheidet sich, wie es weitergeht

Es sind turbulente Zeiten für die weltweite HIV-Versorgung: Medizinische Innovationen eröffnen neue Möglichkeiten für die Prävention und Therapie. Gleichzeitig ist die internationale Finanzierung unter enormen Druck geraten; die Folgen davon können verheerend sein. Doch der Umbruch bietet auch die Chance, die HIV-Versorgung langfristig neu aufzustellen – und sie nachhaltiger und widerstandsfähiger zu gestalten. Ein Kommentar von Pharma Fakten-Redakteurin Alina Massari.

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