Alina

Krebserkrankungen immer besser behandeln: Das ist ein Forschungsschwerpunkt von Pharmaunternehmen. Wir sprachen mit Martin Völkl von BeOne Medicines über die Herausforderungen. Foto: BeOne Medicines

Krebsforschung: „Wir wollen niemanden zurücklassen“

Krebserkrankungen immer besser und verträglicher behandeln: Das ist ein Forschungsschwerpunkt von Pharmafirmen auf der ganzen Welt. Das global aufgestellte Onkologie-Unternehmen BeOne Medicines etwa arbeitet an 175 klinischen Arzneimittelstudien. Wir sprachen mit Martin Völkl, General Manager bei BeOne für Deutschland und Österreich, über die Herausforderungen. Sein Ziel: Mehr klinische Studien nach Deutschland holen.

Protein-Degrader

Protein-Degrader sind eine neue Medikamentenklasse, die krankheitsrelevante Proteine nicht nur blockieren, sondern vollständig abbauen. Sie gelten als eine der spannendsten Innovationen im Bereich der Arzneimittelforschung und funktionieren wie ein biologischer Müllabfuhr-Prozess. Das Medikament markiert das krankmachende Protein, das körpereigene Abbau-System (Proteasom) erkennt es und baut es komplett ab.

Malignes Melanom

Das Melanom (auch Malignes Melanom) ist ein bösartiger Hauttumor, der aus den Pigmentzellen entsteht und zu den aggressivsten Hautkrebsarten gehört. Falls frühzeitig erkannt, ist er in der Regel gut behandelbar. Dank moderner Immuntherapien und zielgerichteter Medikamente hat sich auch die Prognose von Menschen mit Melanom im fortgeschrittenen Stadium deutlich verbessert.

Multiples Myelom

Das Multiple Myelom ist ein Knochenmarkskrebs der Plasmazellen, der zu Knochenabbau, Blutbildungsstörungen und Immunschwäche führt. Es verdrängt die gesunde Blutbildung. Dank moderner Arzneimittel ist die Krankheit immer besser kontrollierbar.

EMA: Drei Jahrzehnte Arzneimittelinnovationen

1995 wurde die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) gegründet. Das Ziel: Die Zulassung und Überwachung von Arzneimitteln in der Europäischen Union zu vereinheitlichen und damit den Zugang zu sicheren, wirksamen und qualitativ hochwertigen Medikamenten in allen Mitgliedstaaten sicherzustellen. Annähernd 2.000 neue Arzneimittel und Impfstoffe haben seitdem grünes Licht bekommen – und die Therapie- und Präventionsmöglichkeiten erheblich verbessert.

Expert:innen weltweit warnen: Eine übermäßige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und fehlende Anpassung an die Erderwärmung haben zerstörerische Auswirkungen auf die Gesundheit. Foto: iStock.com / Marc Bruxelle

Nichtstun in der Klimakrise „kostet jedes Jahr Millionen Menschenleben“

Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise. Ein Team von Wissenschaftler:innen weltweit hat einen neuen Bericht im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht, der es in sich hat: Er macht deutlich, „dass Untätigkeit angesichts der Klimakrise schon heute in allen Ländern Menschen tötet“ – so bringt es Dr. Jeremy Farrar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf den Punkt. Doch es gibt auch eine positive Nachricht.

Kürzungen bei Entwicklungshilfen bedrohen die Gesundheit von Menschen weltweit. Laut einer aktuellen Studie drohen viele zusätzliche Tuberkulose-Fälle. Foto: iStock.com / Md Ariful Islam

Gekürzte Gelder im Kampf gegen Tuberkulose: Das könnte der Menschheit teuer zu stehen kommen

Rund 1,3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr auf dem Globus an Tuberkulose – dabei ist sie heilbar. Statt alle Kräfte zu bündeln, um die Krankheit zu eliminieren, macht die Weltgemeinschaft Rückschritte. Eine Studie im Fachblatt „The Lancet Global Health“ zeigt: Kürzen Geberländer wie die USA oder Deutschland ihre Entwicklungshilfen, könnte das viele zusätzliche Infektionen und Todesfälle zur Folge haben.

Handelskonflikt zwischen EU und USA: Erstmals sollen nun auch Arzneimittel unter einen pauschalen Zollsatz fallen – die Pharmabranche warnt vor den Folgen für die Gesundheitsversorgung. Foto: © iStock.com / Marko Ristic / Zamrznuti tonovi

US-Zölle: „Gesundheit darf kein Kollateralschaden der Handelspolitik sein“

Es „ist ein besorgniserregender Tabubruch“, findet Oliver Kirst, Vorsitzender des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI): Nach langen Verhandlungen haben sich die Europäische Union (EU) und die USA vorläufig im Handelskonflikt geeinigt – erstmals sollen nun auch Arzneimittel unter einen pauschalen Zollsatz fallen. Das bedeute nicht nur eine ernste Belastung für die Unternehmen, sondern bedrohe auch die Gesundheitsversorgung der Menschen in Europa und den USA.

Eine von der Pharmainitiative Bayern beauftragte Standort-Studie zeigt: Die Pharmabranche im Freistaat schafft Jobs, Innovation und Stabilität – sie ist eine „Leitindustrie mit Zukunft“. Foto: ©iStock.com/YurolaitsAlbert

Wie die Pharmabranche Bayern durch Krisenzeiten bringt

Wo andere Branchen Stellen abbauen, schafft die Pharmaindustrie in Bayern neue Arbeitsplätze. Während andere Firmen Gelder streichen, investieren pharmazeutische Unternehmen verstärkt im Freistaat. Das zeigt eine von der Pharmainitiative Bayern beauftragte Studie. Demnach erweist sich die Pharmabranche als Stabilitätsanker – sowohl für die bayerische Volkswirtschaft als auch für Gesamtdeutschland.

Auf dem Gesundheitskongress des Westens in Köln stellten Expert:innen das Projekt ALFie vor, das die Früherkennung von Alzheimer verbessern soll. Foto: Pharma Fakten

Alzheimer-Erkrankung: Früher diagnostizieren, besser behandeln

Das Jahr 2025 wird in die Geschichtsbücher eingehen: Erstmals erhält ein Medikament in Europa eine Zulassung, das an den Ursachen der Alzheimer-Krankheit ansetzt. Wirken können derartige Therapien nur, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt zum Einsatz kommen. Voraussetzung ist eine frühe Diagnose. Doch daran hapert es in Deutschland all zu oft. Auf dem Gesundheitskongress des Westens sprachen Expert:innen darüber, wie sich das ändern lässt – große Hoffnungen liegen auf einer digitalen Plattform mit dem Namen ALFie.

© Pharma Fakten e.V.
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