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Expert:innen weltweit warnen: Eine übermäßige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und fehlende Anpassung an die Erderwärmung haben zerstörerische Auswirkungen auf die Gesundheit. Foto: iStock.com / Marc Bruxelle

Nichtstun in der Klimakrise „kostet jedes Jahr Millionen Menschenleben“

Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise. Ein Team von Wissenschaftler:innen weltweit hat einen neuen Bericht im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht, der es in sich hat: Er macht deutlich, „dass Untätigkeit angesichts der Klimakrise schon heute in allen Ländern Menschen tötet“ – so bringt es Dr. Jeremy Farrar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf den Punkt. Doch es gibt auch eine positive Nachricht.

Kürzungen bei Entwicklungshilfen bedrohen die Gesundheit von Menschen weltweit. Laut einer aktuellen Studie drohen viele zusätzliche Tuberkulose-Fälle. Foto: iStock.com / Md Ariful Islam

Gekürzte Gelder im Kampf gegen Tuberkulose: Das könnte der Menschheit teuer zu stehen kommen

Rund 1,3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr auf dem Globus an Tuberkulose – dabei ist sie heilbar. Statt alle Kräfte zu bündeln, um die Krankheit zu eliminieren, macht die Weltgemeinschaft Rückschritte. Eine Studie im Fachblatt „The Lancet Global Health“ zeigt: Kürzen Geberländer wie die USA oder Deutschland ihre Entwicklungshilfen, könnte das viele zusätzliche Infektionen und Todesfälle zur Folge haben.

Handelskonflikt zwischen EU und USA: Erstmals sollen nun auch Arzneimittel unter einen pauschalen Zollsatz fallen – die Pharmabranche warnt vor den Folgen für die Gesundheitsversorgung. Foto: © iStock.com / Marko Ristic / Zamrznuti tonovi

US-Zölle: „Gesundheit darf kein Kollateralschaden der Handelspolitik sein“

Es „ist ein besorgniserregender Tabubruch“, findet Oliver Kirst, Vorsitzender des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI): Nach langen Verhandlungen haben sich die Europäische Union (EU) und die USA vorläufig im Handelskonflikt geeinigt – erstmals sollen nun auch Arzneimittel unter einen pauschalen Zollsatz fallen. Das bedeute nicht nur eine ernste Belastung für die Unternehmen, sondern bedrohe auch die Gesundheitsversorgung der Menschen in Europa und den USA.

Eine von der Pharmainitiative Bayern beauftragte Standort-Studie zeigt: Die Pharmabranche im Freistaat schafft Jobs, Innovation und Stabilität – sie ist eine „Leitindustrie mit Zukunft“. Foto: ©iStock.com/YurolaitsAlbert

Wie die Pharmabranche Bayern durch Krisenzeiten bringt

Wo andere Branchen Stellen abbauen, schafft die Pharmaindustrie in Bayern neue Arbeitsplätze. Während andere Firmen Gelder streichen, investieren pharmazeutische Unternehmen verstärkt im Freistaat. Das zeigt eine von der Pharmainitiative Bayern beauftragte Studie. Demnach erweist sich die Pharmabranche als Stabilitätsanker – sowohl für die bayerische Volkswirtschaft als auch für Gesamtdeutschland.

Auf dem Gesundheitskongress des Westens in Köln stellten Expert:innen das Projekt ALFie vor, das die Früherkennung von Alzheimer verbessern soll. Foto: Pharma Fakten

Alzheimer-Erkrankung: Früher diagnostizieren, besser behandeln

Das Jahr 2025 wird in die Geschichtsbücher eingehen: Erstmals erhält ein Medikament in Europa eine Zulassung, das an den Ursachen der Alzheimer-Krankheit ansetzt. Wirken können derartige Therapien nur, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt zum Einsatz kommen. Voraussetzung ist eine frühe Diagnose. Doch daran hapert es in Deutschland all zu oft. Auf dem Gesundheitskongress des Westens sprachen Expert:innen darüber, wie sich das ändern lässt – große Hoffnungen liegen auf einer digitalen Plattform mit dem Namen ALFie.

Handelskonflikt und Zollstreit schaden nicht nur der Wirtschaft – am Ende trifft es Menschen, etwa im Bereich der Gesundheitsversorgung. Foto: iStock.com / Elif Bayraktar

Handelskonflikt: Auch für Gesundheitsversorgung eine Gefahr

Deutschland ist die größte Volkswirtschaft der Europäischen Union (EU) – und eine Exportnation. Gerade für die hiesigen Schlüsselindustrien sind die USA wichtiger Handelspartner. Ein Zollstreit schadet nicht nur der Wirtschaft. Auch die Gesundheitsversorgung ist in Gefahr. Mit Blick auf den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD betont Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI), wie wichtig es nun ist, „die industrielle Gesundheitswirtschaft in Deutschland zu stärken – nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern vor allem aus versorgungspolitischen Gründen“.

Mit einem Masterplan Pharma hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik nach der Bundestagswahl vorgelegt. Foto: © BPI / Peter Steinheisser

Mehr Gesundheit, mehr Wohlstand: Pharma als neue Leitindustrie

Mit einem Masterplan Pharma hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik nach der Bundestagswahl vorgelegt. Das Ziel: eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle und eine gestärkte Wirtschaft. Im Pharma Fakten-Interview sprechen der Vorsitzende Oliver Kirst und Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen darüber, was sich ändern muss.

Gesundheit: Schlüssel zu einer leistungsfähigen Gesellschaft

Um Deutschland auf den Pfad von Wachstum und Prosperität zurückzuführen, haben 14 Expert:innen eine Idee: Sie fordern, dass Gesundheit als zentraler Bestandteil der Wachstumspolitik gefördert und – neben Verkehrsinfrastruktur, Verteidigung und Bildung – als vierter Bereich bei der Priorisierung öffentlicher Ausgaben etabliert wird. Denn Gesundheit ist das Fundament einer zukunftsfähigen Gesellschaft, heißt es in dem Handlungsaufruf.

Eine Krankheit, angesichts derer die Medizin machtlos ist? Die Menschheit betritt in Sachen Morbus Alzheimer eine neue Ära, die alles verändern könnte. Foto: iStock.com / fizkes

Alzheimer-Krankheit: An einem „historischen Wendepunkt“

Ein schweres Leiden, gegen das die Medizin machtlos ist? In Sachen Morbus Alzheimer bricht ein neues Zeitalter an, so der europäische Pharmaverband EFPIA und die Organisation „European Brain Council“ (EBC): Die Menschheit steht demnach am Beginn einer Ära, in der die Alzheimer-Krankheit „behandel- und händelbar“ ist. Doch es ist noch viel zu tun.

Transitionsmedizin

Transitionsmedizin meint den professionell begleiteten Übergang von einer kindzentrierten zu einer erwachsenenorientierten Gesundheitsversorgung bei Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen. Erkrankungen bei Kindern wie Rheuma werden heutzutage meist früh erkannt und behandelt. An der Schwelle zum Erwachsenwerden kann es jedoch zu Problemen kommen, zum Beispiel wenn es nicht gelingt, eine:n Fachärzt:in für die weitere Behandlung zu finden. Ziel von Transitionsmedizin ist es, den Übergang vom Kindes- ins Erwachsenenalter so zu gestalten, dass Fehl- und Unterversorgung vermieden werden.

© Pharma Fakten e.V.
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