Alina

Die Autor:innen des aktuellen „Lancet Countdown on Health and Climate Change“ fordern, den Klimawandel offiziell als globalen Gesundheitsnotstand anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Foto: iStock.com / sirichai_asawalapsakul

Klimawandel: Ein globaler Gesundheitsnotstand

Bald ist es wieder so weit: Vom 9. bis 20. November findet die „COP31“ statt – die weltweit wichtigste Klimakonferenz der Vereinten Nationen. Rund 100.000 Menschen werden in der Türkei erwartet: Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutieren dort über Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise. Der Handlungsdruck wächst: Das zeigt der aktuelle Bericht der Forschungsinitiative „Lancet Countdown on Health and Climate Change“. Die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels verschärfen sich demnach schneller, als die Weltgemeinschaft gegensteuert.

Alexandra Kröber und Vanessa Eichholz moderieren „Akte Leben. Der Pink Ribbon Podcast“. In Folge 3 geht es um klinische Studien. Zu Gast: Antje Mann, die mit metastasiertem Brustkrebs lebt. Symbolfoto: iStock.com / Solovyova

Klinische Studie bei Krebs: „Für mich ein Gamechanger“

Viermal Brustkrebs innerhalb von fünf Jahren: Antje Mann hat zahlreiche Behandlungen hinter sich, doch der Tumor kehrt immer wieder zurück. Derzeit ist ihre Erkrankung stabil – eine entscheidende Rolle spielte dabei eine klinische Studie. Davon erzählt sie in „Akte Leben“ – ein Podcast der Initiative Pink Ribbon Deutschland.

Auf die Impulse, die die Pharmaindustrie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt, kann das Land nicht verzichten. Foto: iStock.com / Paperkites

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

zweckmäßige Vergleichstherapie (zVT)

Die zweckmäßige Vergleichstherapie (zVT) ist die vom GBA nach gesetzlichen Kriterien bestimmte Vergleichstherapie, gegenüber der der Zusatznutzen eines neuen Arzneimittels bewertet wird. Ihre Festlegung ist für das Ergebnis der Nutzenbewertung von zentraler Bedeutung.

AMNOG-Schiedsstelle

Kommt es im Rahmen des deutschen AMNOG-Verfahrens zwischen pharmazeutischem Unternehmen und GKV-Spitzenverband zu keiner Einigung über den Erstattungsbetrag eines neuen Arzneimittels, setzt die Schiedsstelle den Erstattungsbetrag durch einen Schiedsspruch fest.

Mischpreis

Ein Mischpreis ist ein einheitlicher Erstattungsbetrag für ein Arzneimittel, das im Rahmen der frühen Nutzenbewertung im AMNOG-Verfahren in unterschiedlichen Patient:innengruppen unterschiedlich bewertet wurde. Bei seiner Bildung werden die unterschiedlichen Bewertungsergebnisse und die jeweiligen Patient:innenanteile berücksichtigt.

Herstellerabgabepreis

Der Herstellerabgabepreis ist der Preis, zu dem ein pharmazeutisches Unternehmen ein Arzneimittel an den Großhandel oder direkt an Apotheken abgibt. Auf diesen Preis beziehen sich unter anderem die Zuschläge des pharmazeutischen Großhandels nach der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV).

GKV-Spitzenverband

Der GKV-Spitzenverband ist die zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland. Im sog. AMNOG-Verfahren verhandelt er mit pharmazeutischen Unternehmen den Erstattungsbetrag neuer Arzneimittel. Gleichzeitig ist er im GBA vertreten und somit an den Beschlüssen über den Zusatznutzen beteiligt.

Festbetragsgruppe

Eine Festbetragsgruppe umfasst Arzneimittel mit denselben oder pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Wirkstoffen oder therapeutisch vergleichbarer Wirkung, für die ein gemeinsamer Erstattungs-Höchstbetrag gilt. Arzneimittel, denen im AMNOG-Verfahren kein Zusatznutzen zugesprochen wurde, können unter bestimmten Voraussetzungen einer bestehenden Festbetragsgruppe zugeordnet werden.

Festbetrag

Der Festbetrag ist der von der gesetzlichen Krankenversicherung festgelegte Erstattungs-Höchstbetrag für Arzneimittel innerhalb einer Festbetragsgruppe. Liegt der Preis eines Arzneimittels darüber, müssen Patient:innen die Differenz selbst tragen.

© Pharma Fakten e.V.
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