Alina

DALYs

Disability-adjusted life years (DALYs) sind eine Angabe für die Krankheitslast. Dazu werden die in der Bevölkerung durch frühzeitigen Tod verlorenen Lebensjahre (YLL) und die durch gesundheitliche Einschränkungen verlorenen Lebensjahre (YLD) zusammengerechnet. DALYs können also anzeigen, wie viele Lebensjahre Menschen aufgrund einer Krankheit, einer Behinderung oder aufgrund von bestimmten Beschwerden und Tod nicht in Gesundheit verbracht haben.

Neurologische Erkrankungen rauben Lebensjahre

Immer mehr Menschen weltweit haben neurologische Beschwerden und Erkrankungen wie Schlaganfall, Demenz und Migräne. Auch mit Blick auf die Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftssysteme ist es daher wichtiger denn je, die Gesundheit von Gehirn und Nervensystem in den Blick zu nehmen – und zunehmendes Leid so gut wie möglich zu verhindern.

Die Weltgesundheitsorganisation will, dass die virale Hepatitis bis 2030 eliminiert ist. Doch neue Daten zeigen: Es sterben immer mehr Menschen an der Erkrankung. Foto: ©iStock.com/sankalpmaya

Hepatitis bis 2030 eliminieren? Zahl der Todesfälle steigt!

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) läutet die Alarmglocken: Bis 2030 soll die virale Hepatitis eigentlich eliminiert sein. Doch neueste Daten zeigen nun: Die Zahl der globalen Todesfälle steigt. Trotzdem gibt sich die WHO optimistisch: Das Ziel der Eliminierung ist erreichbar – unter einer Voraussetzung.

Gentherapien haben das Potenzial die Medizin grundlegend zu verändern. Nun ist die Sorge groß, dass sie das Gesundheitssystem sprengen könnten. Das ist eher unwahrscheinlich. Ein Kommentar von Florian Martius. Foto: ©iStock.com/NEW-LIGHT-VISUALS

Gentherapien sprengen die Grenzen der Medizin

Gentherapien haben das Potenzial die Medizin grundlegend zu verändern – und damit das Leben von Millionen von Menschen, deren Krankheiten gar nicht oder nur unzureichend behandelt werden können. Bisher sind in Deutschland 15 solcher Arzneimittel zugelassen, doch die Forschung boomt. Nun ist die Sorge groß, dass die Ausgaben für die Königsdisziplin der Arzneimittelforschung das Gesundheitssystem sprengen könnten. Das ist eher unwahrscheinlich. Ein Kommentar von Florian Martius.

Meningokokken

Meningokokken-Erkrankungen werden durch Bakterien (Neisseria meningitidis, auch Meningokokken) ausgelöst. Sie können u.a. zu Hirnhautentzündungen (Meningitis) und Sepsis (Blutvergiftung) führen und innerhalb weniger Stunden tödlich verlaufen. In den meisten Fällen werden die Erkrankungen durch Erreger der Bakteriengruppen A, B, C, W, X und Y verursacht. In Deutschland kommen fast ausschließlich Meningkokken B, C, W und Y vor. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Säuglingen ab 2 Monaten eine Standardimpfung gegen Meningokokken der Serogruppe B (MenB). Außerdem wird allen Kindern zu Beginn des 2. Lebensjahres eine einmalige Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe C (MenC) empfohlen.

Gürtelrose

Gürtelrose wird durch Varizella-Zoster-Viren ausgelöst. Genauso wie Windpocken: Nach eine Infektion bleiben die Viren im Körper und können dort Jahre später wieder aktiv werden und zu einer Gürtelrose (Herpes zoster) führen. Typisch ist ein häufig schmerzhafter, streifenförmiger Hautausschlag mit Bläschen. Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt über 60-Jährigen eine Impfung gegen Gürtelrose sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischer Erkrankung (ab 50 Jahren).

Niereninsuffizienz

Von Niereninsuffizienz, Nierenversagen oder Nierenschwäche spricht man bei Unterfunktion einer oder beider Nieren. Die Folge: Abfallprodukte des Stoffwechsels werden nicht mehr ausreichend (mit dem Urin) aus dem Körper ausgeschieden. Sie sammeln sich im Blut an. Auch kommt es zu Wasseransammlungen. Es gibt akute Niereninsuffizienzen sowie chronische. Ursache können verschiedene Erkrankungen sein – wie Diabetes mellitus.

Koloskopie

Die Darmspiegelung oder Koloskopie gilt als wichtigste medizinische Untersuchung, um Krebsvorstufen und Darmkrebs früh zu erkennen. Dazu wird mithilfe ei­nes Koloskops der gesamte Dickdarm untersucht (ambulant). Werden dabei “Polypen” entdeckt, können sie entfernt werden. So sinkt das Risiko für Darmkrebs. Darmkrebs entsteht fast immer aus zunächst gutartigen Vorstufen, den Darmpolypen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs ab 50 Jahren.

Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit (Morbus Alzheimer) ist die häufigste Form einer Demenz. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für eine Erkrankung an. Weil Nervenzellen im Gehirn absterben, werden die Betroffenen zunehmend vergesslich, orientierungslos, sind verwirrt. Auch Persönlichkeit und Verhalten können sich verändern. Zwar gibt es Behandlungsmöglichkeiten, doch stoppen oder heilen lässt sich Morbus Alzheimer bislang nicht.

Poliomyelitis

Poliomyelitis (Kinderlähmung) ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die zu Lähmungen und Tod führen kann. Besonders ungünstig ist die Prognose bei der bulbären Form der Erkrankung, weil sie eine zentrale Atemlähmung hervorrufen kann. Bis in die 1980er wurden hunderttausende Menschen (v.a. Kinder) pro Jahr durch Polio gelähmt. Heute wurde die Erkrankung durch Impfkampagnen massiv eingedämmt. Viele Regionen wie Europa gelten als poliofrei. Doch die Gefahr einer Ansteckung ist solange nicht gebannt, bis Polio weltweit ausgerottet ist. Eine globale Eradikation ist möglich. Vielerorts sind die Impfquoten noch zu niedrig, um die Bevölkerung ausreichend zu schützen – auch in Deutschland.