Leandra

Die beste Krankheit ist die, die man nicht bekommt. Impfstoffe können genau das leisten. Doch das Land leistet sich viel ungenutztes Präventionspotenzial.

Impfen: Ungenutztes Potenzial für mehr Gesundheit

Die beste Krankheit ist die, die man nicht bekommt. Impfstoffe können genau das leisten. Doch bei einigen Impfungen gehen die Quoten zurück, bei anderen stagnieren sie: Insgesamt zeigen die Zahlen viel ungenutztes Präventionspotenzial. Clever ist eigentlich anders – weshalb Expert:innen aus dem Gesundheitswesen auf dem TAGESSPIEGEL Impfgipfel nach Lösungen suchten, das zu ändern. Eine Diskussion über Chancen und Auswirkungen von Impfpolitik, über Strukturen, Daten und Bürokratie. Und Frust.

Der Gesundheitsökonom Dorian Doumit spricht im Interview über die Auswirkungen des Sparpakets im Gesundheitswesen auf die Behandlung von HIV-Patient:innen.

HIV-Versorgung: „Es ist nicht damit getan, die Kürzungen zurückzunehmen“

Die HIV-Versorgung in Deutschland galt lange als Erfolgsgeschichte. Aber wird das angesichts der aktuellen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen so bleiben? Welche Risiken jetzt drohen und welche Chancen es bei der HIV-Behandlung eigentlich gäbe, darüber haben wir mit Dorian Doumit gesprochen, Gesundheitsökonom und Geschäftsführer der „Deutschen Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin“ (dagnä).

„Herzkrank und unerkannt – Herzmuskelerkrankungen zwischen Versorgungsrealität und medizinischem Fortschritt“: Das war Thema einer von Bristol Myers Squibb unterstützten Tagesspiegel-Expertenrunde.

Herzmuskel-Erkrankungen: Medizinischer Fortschritt trifft auf Versorgungsrealität

Es passiert immer wieder: Ein Fußballspieler oder eine Marathonläuferin bricht mitten im Wettkampf zusammen. Oder es geschieht im Krankenhaus, wo intensive Untersuchungen folgen, an deren Ende häufig die Diagnose steht: Hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM. Anders gesagt: Es liegt eine krankhafte Verdickung des Herzmuskels vor. Wie es zu einem solchen Krankheitsbild kommen kann, warum es häufig zu spät entdeckt wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt? Dies war Thema bei „Herzkrank und unerkannt“ – ein Tagesspiegel-Expertengespräch, unterstützt von Bristol Myers Squibb.

Tessa Wolf von AstraZeneca Deutschland erzählt im Interview, was die forschende Pharmaindustrie braucht, um Deutschlands Gesundheit, Wirtschaft und Unabhängigkeit zu stärken. Foto: iStock.com / Zheka-Boss

Herbst der Reformen? Was Pharma braucht, um Deutschland zu stärken

Schwächelnde Wirtschaft, alternde Gesellschaft, GKV-Finanzierungskrise und geopolitische Herausforderungen: Tessa Wolf, Leiterin Corporate Affairs bei AstraZeneca in Deutschland, ist überzeugt, dass die forschende Pharmaindustrie in diesen turbulenten Zeiten einen wichtigen Beitrag leistet – für mehr Gesundheit, Wohlstand und Unabhängigkeit. Um das zu erhalten und zu stärken, müsste die Bundesregierung nun die richtigen Weichen stellen. Welche das sind? Das erzählt sie im Interview.

Die globale HIV-Versorgung befindet sich in einer Finanzierungskrise – mit potenziell verheerenden Folgen. Der Umbruch bietet aber auch eine Chance, findet Pharma Fakten-Redakteurin Alina Massari. Foto: ©iStock.com/Natali_Mis

HIV-Versorgung am Wendepunkt: Jetzt entscheidet sich, wie es weitergeht

Es sind turbulente Zeiten für die weltweite HIV-Versorgung: Medizinische Innovationen eröffnen neue Möglichkeiten für die Prävention und Therapie. Gleichzeitig ist die internationale Finanzierung unter enormen Druck geraten; die Folgen davon können verheerend sein. Doch der Umbruch bietet auch die Chance, die HIV-Versorgung langfristig neu aufzustellen – und sie nachhaltiger und widerstandsfähiger zu gestalten. Ein Kommentar von Pharma Fakten-Redakteurin Alina Massari.

Fast die Hälfte der Demenzfälle wären vermeidbar, wenn wir bei der Prävention Gas geben würden. Eine Kampagne von Lilly rührt die Werbetrommel für die Gehirngesundheit.

Gehirngesundheit: Raus aus der Tabuzone

Mit der „Memory Radio Station“, einer Kunstinstallation im Kölner Mediapark, setzt das Unternehmen Lilly seine Kampagne „Bevor Du es vergisst“ fort. Lilly will darauf aufmerksam machen, dass fast die Hälfte der Demenzfälle vermeidbar wären, wenn wir bei der Prävention Gas geben würden. 1,8 Millionen Menschen leiden unter einer dementiellen Erkrankung, von denen fast 70 Prozent Alzheimer-Patient:innen sind. Das Unternehmen ist seit mehr als 35 Jahren in der Alzheimerforschung tätig und möchte das Thema Gehirngesundheit in der Öffentlichkeit verankern. Die Botschaft lautet: Jeder kann etwas tun.

ADHS

ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die vor allem durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität und/oder Hyperaktivität gekennzeichnet ist. Die Ausprägung der Symptome kann individuell stark variieren.

FemTech

FemTech steht für Female Technology. Gemeint sind Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die speziell auf die Gesundheit von Frauen ausgerichtet sind. Typische Bereiche sind beispielsweise Menstruation und Zyklus, Verhütung und Fertilität, Schwangerschaft und Geburt, Menopause, Endometriose oder Brustgesundheit sowie zunehmend auch geschlechtsspezifische Diagnostik und personalisierte Medizin.

Global Women´s Health Index

Der Global Women´s Health Index ist eine seit 2020 gemeinsam von Hologic und Gallup durchgeführte globale Langzeitstudie zur Gesundheit und zum Wohlbefinden von Frauen und Mädchen ab 15 Jahren. Sie soll insbesondere Datenlücken schließen und die Perspektive der Frauen selbst international vergleichbar machen. Deutschland erreicht 65 von 100 Punkten und liegt weltweit auf Rang 7.

In Berlin wurde die Allianz für Frauengesundheit ins Leben gerufen. Sie will Forschung, Prävention und Versorgung stärker auf geschlechtsspezifische Unterschiede ausrichten.

Vom blinden Fleck zur Priorität: Allianz für Frauengesundheit startet

In Berlin wurde die Allianz für Frauengesundheit ins Leben gerufen. Sie bringt Akteur:innen aus Wissenschaft, Forschung, Versorgung, Wirtschaft und Industrie zusammen. Das Ziel: Frauengesundheit dauerhaft und strukturell im Gesundheitswesen zu verankern. Forschung, Prävention und Versorgung sollen systematisch stärker auf geschlechtsspezifische Unterschiede und die gesundheitlichen Bedürfnisse von Frauen ausgerichtet und eine nationale Frauengesundheitsstrategie entwickelt werden. Denn in Sachen Frauengesundheit ist Deutschland, so Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, „ein Entwicklungsland.“

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