Leandra

Die Geschichte der Krebsmedizin ist die Geschichte eines immer tieferen Verständnisses der Erkrankung. Darüber spricht Dr. Niko Andre von AstraZeneca im Podcast „Inside the Client“. Foto: ©iStock.com/peterschreiber.media

Krebsforschung: Fortschritt, von dem die ganze Gesellschaft profitiert

Die Geschichte der Krebsmedizin ist die Geschichte eines immer tieferen Verständnisses der Erkrankung. Es begann damit, Tumore zu entfernen. Der nächste Schritt war, die Krebszellen im ganzen Körper zu bekämpfen. Als die Forschung erkannte, dass auch Krebszellen molekulare Schwachstellen haben, entwickelte sich die zielgerichtete Therapie. Schließlich kamen die Medikamente, die nicht mehr den Krebs bekämpfen, sondern dem Immunsystem zeigen, wie das geht. Und heute? Darüber spricht Dr. Niko Andre, Mediziner und Leiter des Onkologie-Bereiches beim forschenden Pharmaunternehmen AstraZeneca in Deutschland, in einem Podcast.

MRD-Diagnostik

MRD-Diagnostik steht für Minimal Residual Disease (messbare Resterkrankung). Gemeint ist die Suche nach winzigen Mengen verbliebener Krebszellen, die nach einer Behandlung mit herkömmlicher Bildgebung oder Standard-Labortests nicht mehr erkennbar sind. Es ist ein wichtiges Tool für die Präzisionsonkologie.

Zusätzliche Regulierung ohne Nutzen und mit Risiko für Patient:innen, Unternehmen und Pharmastandort: Der BPI kritisiert die Ideen der FinanzKommission Gesundheit. Foto: iStock.com / SARINYAPINNGAM

Pharmastandort Deutschland: An die Wand reguliert?

Die FinanzKommission Gesundheit soll bis Ende des Jahres Ideen für strukturelle Reformen für ein effizienteres Gesundheitssystem entwickeln. Dabei plant sie offenbar weitere Eingriffe im Bereich von Arzneimittelinnovationen: So sollen „kontinuierliche Evaluationen“ des Zusatznutzens eines neuen Medikaments auch ohne die schon heute möglichen konkreten Anlässe möglich werden. Außerdem ist eine Stärkung der Kosten-Nutzen-Betrachtung im Gespräch. Der Pharmaverband BPI fürchtet „zusätzliche Regulierung ohne klaren Nutzen.“ Das wäre aus seiner Sicht ein Risiko für Patient:innen, Unternehmen und den Pharmastandort Deutschland.

Bei den Behandlungsmöglichkeiten von Neurodermitis hat sich in den vergangenen zehn Jahren viel getan. Doch die Arzneimittelinnovationen erreichen nicht alle Patient:innen. Foto: ©iStock.com/

Neurodermitis: Zwischen Fehlversorgung und innovativen Behandlungsmöglichkeiten

Sie gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen der Haut: die atopische Dermatitis, auch bekannt als Neurodermitis. In Deutschland sind etwa 3,5 Millionen Menschen betroffen – der Leidensdruck ist oft enorm. Bei den Behandlungsmöglichkeiten hat sich in den vergangenen zehn Jahren viel getan. Doch zu viele Patient:innen erhalten eine Therapie, die nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht und die sogar schädlich sein kann – obwohl es Arzneimittelinnovationen gibt. Auf einer Digitalveranstaltung sprachen Fachleute darüber. Dabei wurde deutlich: Eine bedarfsgerechte Behandlung kann nicht nur die Krankheitslast reduzieren, sondern sich auch positiv auf Kostenträger und Volkswirtschaft auswirken.

Die Initiative „Vision Zero“ fordert einen Wechsel hin zu einer patient:innenzentrierten, vernetzten, datengetriebenen und präventiven Onkologie. Foto: ©iStock.com/Toowongsa Anurak

Tag der Patient:innensicherheit: 7 Punkte für eine bessere Onkologie

„Sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen – für ein gutes Leben!“ Das ist in diesem Jahr das deutsche Motto für den Welttag der Patientensicherheit. Die Initiative Vision Zero e.V. nimmt den 17. September zum Anlass, um umfassende Reformforderungen an die Politik zu stellen. Angesichts der wachsenden Zahl von Krebslangzeitüberlebenden braucht es demnach einen Paradigmenwechsel in der Onkologie: Patientenzentrierter, vernetzter, datengetriebener, präventiver muss sie sein, damit Innovationen von der Diagnose bis zur Nachsorge schneller und flächendeckend verfügbar sind.

Der von der WHO initiierte World Patient Safety Day findet jährlich am 17. September statt und schafft weltweit Aufmerksamkeit für die Bedeutung von Patient:innensicherheit.

Patientensicherheit: Was Pharmaunternehmen dafür tun

Jedes Jahr am 17. September ist Welttag der Patient:innensicherheit. Was forschende Pharmaunternehmen dafür tun, dass die Menschen, die ihre Arzneimittel einnehmen, eine gute, sichere Versorgung erhalten? Darüber haben wir mit Tanja Rohkamm gesprochen. Sie leitet bei Gilead Sciences in Deutschland die Patient Safety-Abteilung.

Studienkoordinatorin Daniela Karl spricht im Interview darüber, wie Klinische Forschung zur Entlastung und Verbesserung des Gesundheitssystems beitragen kann.

Klinische Forschung: So könnte sie das Gesundheitssystem stabilisieren

Klinische Forschung führt nicht nur zu wissenschaftlichem Fortschritt, sondern sie könnte auch dazu beitragen, Strukturen zu stärken und das Gesundheitssystem zu entlasten. Wie das gelingen kann, darüber haben wir mit Daniela Karl gesprochen, 1. Vorsitzende von „Buveba e.V.“, dem Bundesverband des nichtärztlichen Studienpersonals.

Über 90 Prozent der deutschen Unternehmen messen der Demokratie eine hohe Bedeutung bei. Im September stehen in Deutschland mancherorts Landtagswahlen an. Foto: ©iStock.com/Animaflora

Demokratie: So wichtig ist sie für die deutsche Wirtschaft

Im September stehen in mehreren Bundesländern Wahlen an. So entscheiden etwa die Bürger:innen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern über ihren Landtag, in Berlin geht es um das neue Abgeordnetenhaus. Die in Teilen gesichert rechtsextreme AfD könnte mancherorts stärkste Kraft werden. Tatsache ist: Demokratische Stabilität ist für die deutsche Wirtschaft wichtig. Das zeigen Unternehmens-Befragungen.

Die gesundheitspolitische Aufgabe des 20. Jahrhunderts war es, das Leben zu verlängern. Die Aufgabe des 21. Jahrhunderts ist es, die zusätzliche Lebenszeit zu gesunder Lebenszeit zu machen. Ein Kraftakt. Foto: ©iStock.com/standret

Gesucht: Mehr gesunde Lebensjahre

Die große gesundheitspolitische Aufgabe des 20. Jahrhunderts war es, das Leben zu verlängern. Die Aufgabe des 21. Jahrhunderts ist es, die zusätzliche Lebenszeit zu gesunder Lebenszeit zu machen. Doch eine Studie, veröffentlicht im Fachblatt The Lancet Public Health, zeigt: Die Gesundheit der Menschen hält mit der gewonnenen Lebenszeit nicht Schritt. Die so genannte Morbiditätslücke, also die Zeit zwischen Lebenserwartung und gesunder Lebenszeit, ist gewachsen – auch in Deutschland. Es braucht einen Paradigmenwechsel in der Gesundheitspolitik.

Fast jeder zweite Demenzfall kann auf vermeidbare Risikofaktoren zurückgeführt werden: Das Potenzial für Prävention ist enorm. Das Unternehmen Lilly startet deshalb die Kampagne „Bevor Du es vergisst“. Foto: iStock.com / coffeekai

Demenzerkrankungen: „riesiges Potenzial für Prävention“

Demenzerkrankungen nehmen zu – das ist die Folge einer alternden Gesellschaft. Doch sie sind kein unabwendbares Schicksal, dem man sich tatenlos ergeben muss. Fast jeder zweite Demenzfall kann auf vermeidbare Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Hörverlust, Alkohol oder Tabak zurückgeführt werden: Das Potenzial für Prävention ist enorm. Das forschende Pharmaunternehmen Lilly startet deshalb im September die Kampagne „Bevor Du es vergisst: Gehirngesundheit aktiv gestalten“. Wir sollten unserem Gehirn mehr Aufmerksamkeit schenken, so die Botschaft. Am 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag.

© Pharma Fakten e.V.
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