Leandra

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Eine Untersuchung zeigt, wo Deutschland bei der Versorgung der Frauen besser werden kann. Foto: ©iStock.com/libre de droit

Brustkrebs in Deutschland: Mehr Fortschritt ist möglich

Brustkrebs ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Frauen und nach dem Lungenkarzinom die zweithäufigste Krebstodesursache – obwohl sich die Behandlung in den vergangenen Jahren dramatisch verbessert hat. Eine Untersuchung zeigt, wo Deutschland bei der Versorgung der Patientinnen besser werden kann.

Die Krankenkassen stehen finanziell unter Druck. Am medizinischen Fortschritt, an innovativen Arzneimitteln sparen? Das ist nicht die Lösung. Foto: ©iStock.com/ipopba

Die Gesetzliche Krankenversicherung und ihr Pharma-Problem

Das Gesundheitswesen steht finanziell unter Druck, die Ausgaben für Arzneimittel und entsprechende Sparmaßnahmen geraten in den Fokus der Debatte – und am Ende steht die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wieder nicht auf stabilen Beinen. So lief das bisher. Und so läuft das im schlechtesten Fall auch in Zukunft ab. Es ist höchste Zeit, diesen Teufelskreis zu verlassen und einen Perspektivwechsel zu wagen – schließlich ist ein nachhaltiges GKV-System zentral für die Zukunftsfähigkeit der Bundesrepublik.

Eine HIV-Diagnose war früher eine tödliche Erkrankung. Heute können Betroffene nahezu so lange leben, wie Menschen ohne das Virus. Foto: iStock.com / Andrea Migliarini

Wie Innovation Krankheit besiegt: HIV

Es ist eine der großen pharmazeutischen Erfolgsgeschichten: Ab den späten 1980er-Jahren waren es antivirale Medikamente, die dem HI-Virus erstmals etwas entgegensetzen konnten. Davor galt: Eine HIV-Diagnose bedeutete eine tödliche Erkrankung, da es an wirksamen Therapiemöglichkeiten fehlte. Heute können Menschen mit dem Virus unter Behandlung fast so lange leben, wie Menschen ohne Virus.

Postexpositionsprophylaxe

Postexpositionsprophylaxe (PEP) ist eine medizinische Sofortmaßnahme, die nach einem möglichen Kontakt mit einem Krankheitserreger – insbesondere HIV – ergriffen wird, um eine Infektion zu verhindern oder ihren Verlauf abzumildern. Sie besteht aus einer vierwöchigen Einnahme von HIV-Medikamenten; sie sollen verhindern, dass sich das Virus im Körper festsetzt.

Präexpositionsprophylaxe

Präexpositionsprophylaxe (PrEP) bedeutet den Schutz vor einem möglichen Kontakt mit einem Krankheitserreger wie dem HI-Virus. Im Fall von HIV ist sie eine hochwirksame Methode, mit der sich HIV-negative Menschen durch die Einnahme von Medikamenten vor einer Infektion schützen können.

Aids

Aids steht für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, auf Deutsch: „Erworbenes Immunschwächesyndrom“. Es ist eine schwere Erkrankung des Immunsystems, ausgelöst durch das HI-Virus. Aids ist die Endphase einer HIV-Infektion, bei der das Immunsystem so stark geschädigt ist, dass der Körper nicht mehr gegen Infektionen oder bestimmte Tumoren ankämpfen kann. Unbehandelt endet es fast immer tödlich.

Die Zufriedenheit von Patient:innen stand im Mittelpunkt einer großen OECD-Studie – die Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit spricht im Interview über die Ergebnisse.

Bessere Gesundheitsversorgung durch Mitsprache der Patient:innen

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat mehr als 100.000 Patient:innen in 19 Ländern dazu befragt, wie zufrieden sie mit ihrer Gesundheitsversorgung sind. Doch Menschen aus Deutschland konnten nicht an dieser Studie teilnehmen. Dr. Ruth Hecker, Vorsitzende im Aktionsbündnis Patientensicherheit, zeigt sich entsetzt – wir haben mit ihr gesprochen.

Bei der Behandlung der Bluterkrankheit hat die pharmazeutische Forschung einen Innovationsschub hingelegt. Selbst Gentherapien sind heute verfügbar. Foto: iStock.com / SbytovaMN

Wie Innovation Krankheit besiegt: Hämophilie

Unbehandelt potenziell tödlich: Die Hämophilie – auch Bluterkrankheit genannt – ist eine seltene Erbkrankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Die Entwicklung von so genannten Faktorpräparaten war ein Wendepunkt in der Therapie – seitdem hat die pharmazeutische Forschung einen regelrechten Innovationsschub hingelegt. Selbst Gentherapien sind verfügbar.

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, die durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Diabetes ist mit einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Begleit- und Folgeerkrankungen verbunden. Die meisten Menschen haben Typ 2-Diabetes – bei dieser Stoffwechselerkrankung kann Insulin nicht richtig wirken; zudem produziert die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin. Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, und unter anderem den Blutzuckerspiegel senkt. Typ 1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse durch das eigene Immunsystem zerstört werden. Die Folge: ein Insulinmangel.

Eine moderne Diabetes-Therapie nimmt den gesamten Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System der Menschen in den Blick – um schwere Folgeerkrankungen möglichst zu verhindern.

Ein gutes Leben mit Diabetes: „Die Chancen stehen so gut wie noch nie“

1923 machte das forschende Pharmaunternehmen Lilly das weltweit erste Insulinpräparat verfügbar – ein Meilenstein für die Behandlung von Diabetes . Seitdem hat die Forschung viele Fortschritte gemacht. Es stehen heute gezielt wirkende Arzneimittel zur Verfügung, die weitaus mehr können als nur den Blutzuckerspiegel zu senken. Darüber spricht Dr. Jörg-Markus Paul, Medizinischer Leiter Kardiometabolische Gesundheit bei Lilly Deutschland, im Interview.

© Pharma Fakten e.V.
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.