Leandra

Die Menschheit hat im 21. Jahrhundert immense Fortschritte im Kampf gegen zahlreiche Krankheiten gemacht – wie es in Zukunft weitergeht, ist auch eine Sache der Politik. Foto: ©iStock.com/Gorodenkoff Productions

How-to: Mit Innovationen Leben retten und Kosten sparen

Medizinisch gesehen sind es unglaubliche Zeiten: Die Menschheit hat im 21. Jahrhundert immense Fortschritte im Kampf gegen zahlreiche Krankheiten gemacht – Heilmittel gegen Hepatitis C, Immuntherapien gegen Tumore, die CAR-T-Technologie gegen Blutkrebserkrankungen. Und damit nicht genug: „Wir stehen an der Schwelle zu weiteren Medizin-Revolutionen“, so der US-amerikanische Pharmaverband PhRMA in einem Bericht. Die erhofften Durchbrüche „könnten die Krankheitslast für Millionen Menschen und für Gesundheitssysteme weltweit grundlegend reduzieren.“ Die Politik muss aber mitziehen.

Neuropathie

Neuropathie: Bei Neuropathien ist die Signalübertragung zwischen Nervenzellen gestört. Das führt dazu, dass diese Nerven Reize nicht mehr korrekt weiterleiten können – z. B. für Berührung, Schmerz, Temperatur oder Bewegung. Taubheit, Schmerzen oder Funktionsverlust können die Folge sein.

Inkretine

Inkretine sind körpereigene Hormone; sie spielen eine Schlüsselrolle im Zuckerstoffwechsel – besonders bei der Regulation des Blutzuckers nach dem Essen. Inkretinbasierte Medikamente sind GLP-1-Analoga und DPP-4-Hemmer.

Die Behandlung von Menschen mit Diabetes hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Das liegt vor allem an der Entwicklung von neuen Arzneimitteln und Arzneimittelklassen. Foto: iStock.com / DGLimages

Wie Innovation Krankheit besiegt: Diabetes

Die Behandlung von Menschen mit Diabetes hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Das liegt vor allem an der Entwicklung von neuen Arzneimitteln und Arzneimittelklassen, die neben der Kontrolle des Blutzuckers auch die Folge- und Begleiterkrankungen vermindern helfen. In der Pharma Fakten-Serie „Wie Innovation Krankheit besiegt“ geht es diesmal um die Stoffwechselerkrankung Diabetes.

Hitzschlag – eine Gefahr für das Gehirn

Extreme Hitzewellen sind nicht nur anstrengend – sie können auch eine ernsthafte Gesundheitsbedrohung sein. Das Beratungsunternehmen IQVIA hat Ergebnisse einer Real World Data-Studie veröffentlicht, die zeigt: „Personen, die einen Hitzschlag erlitten haben, entwickeln in den Folgejahren etwa doppelt so häufig Migräne wie vergleichbare Personen ohne Hitzschlag“. Und sogar das Risiko für Schlaganfälle ist erhöht.

Bruton-Tyrosin-Kinase-Hemmer

Bruton-Tyrosin-Kinase-Hemmer (BTKi) sind eine Medikamentenklasse, die die Bruton-Tyrosinkinase (BTK) blockiert. BTK ist ein Enzym, das in verschiedenen Immunzellen wie den B-Zellen vorkommt und dort u.a. zur Reifung und Vermehrung der Zellen beiträgt. Bei Krankheiten wie zum Beispiel Multiple Sklerose kann es die Aktivität fehlgeleiteter B-Zellen und damit die Entzündungsprozesse fördern. Mit Bruton-Tyrosin-Kinase-Hemmern sollen diese krankheitsfördernden Immunreaktionen unterdrückt werden. Sie werden v.a. zur Behandlung von B-Zell-Lymphomen (Lymphdrüsenkrebs) und Autoimmunerkrankungen eingesetzt.

Rund 20 krankheitsmodifizierende Substanzen stehen Menschen mit Multipler Sklerose (MS) zur Verfügung. Die Forschungspipelines der Pharmaunternehmen sind gut gefüllt. Foto: iStock.com / 24K-Production; ergänzt um Logo: Pharma Fakten

Wie Innovation Krankheit besiegt: Multiple Sklerose

Der Fortschritt in der medikamentösen Behandlung der Nervenerkrankung Multiple Sklerose (MS) ist so rasant, dass die Wissenschaft hofft, sie eines Tages heilen zu können. Seit dem ersten wirksamen Medikament vor über 30 Jahren stehen Menschen mit MS heute rund 20 krankheitsmodifizierende Substanzen zur Verfügung. Und die Forschungspipelines der Pharmaunternehmen sind gut gefüllt.

ESG

ESG steht für Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) – und beschreibt Standards, nach denen Unternehmen ihre Verantwortung für Klima, Gesellschaft und ethisches Management bewerten und steuern.

In einer Umfrage von AstraZeneca sehen 88 Prozent der Ärzt:innen einen direkten Zusammenhang zwischen der Umwelt und der Gesundheit ihrer Patient:innen. Foto: ©iStock.com/Plyushkin

Klimakrise = Gesundheitskrise

Klimakrise und Gesundheit – das lässt sich nicht trennen. In einer Umfrage, durchgeführt im Auftrag des forschenden Pharmaunternehmens AstraZeneca, sehen 88 Prozent der Ärzt:innen einen direkten Zusammenhang zwischen der Umwelt und der Gesundheit ihrer Patient:innen. Die Umfrage zeigt auch, dass sie in ihre Therapieentscheidung immer öfter Nachhaltigkeitsaspekte einfließen lassen.

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