Leandra

Führungspositionen im Gesundheitswesen sind vor allem männlich besetzt. Die „Healthcare Frauen“ wollen das ändern.

Gesundheitswesen: Zu wenige Frauen in Führungspositionen 

„Er sagte, er will Karriere machen. Ich fragte ihn: Aber wer kümmert sich dann um die Kinder?“ Unter dem Hashtag #WomenInMaleFields berichten hunderttausende Frauen in den sozialen Medien von sexistischen Erfahrungen im Privat- und Arbeitsleben – indem sie den Spieß umdrehen. In Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter ist noch viel zu tun. Auch im Gesundheitswesen: Führungspositionen sind noch immer vor allem männlich besetzt. Der Verein „Healthcare Frauen“ will das ändern – etwa mit einem Trainingsprogramm, für das sich Onkologinnen nun anmelden können. Ein Interview.

Gen- und Zelltherapien haben das Potential, bahnbrechende Perspektiven für bislang nicht therapierbare Erkrankungen zu schaffen. Die Regulatorik, nach der der Nutzen von Arzneimitteln bewertet wird, muss dringend überarbeitet werden. Foto: PF

Gen- und Zelltherapien: Neue Regeln braucht das Land

Gen- und Zelltherapien haben das Potential, bahnbrechende Perspektiven für bislang nicht oder nur unzureichend therapierbare Erkrankungen zu schaffen. Die Regulatorik, nach der in Deutschland der Nutzen von Arzneimitteln bewertet wird, muss aber dringend überarbeitet werden. Auf dem Spiel steht ansonsten die Behandlung kranker Menschen mit Krebs oder seltenen Erkrankungen. Ein Job für die nächste Bundesregierung: Es geht dabei auch um ein Stück Zukunftsfähigkeit des Landes.

Fit für die Zukunft? Beim Tagesspiegel Evening Talk diskutierten Gesundheitsexpert:innen darüber, wie es um die Kindergesundheitsversorgung in Deutschland bestellt ist. Foto: ©iStock.com/SeventyFour

Gesundheitsversorgung von Kindern: Welche Schritte notwendig sind

Wie steht es um die Gesundheitsversorgung von Kindern in Deutschland? Und wie sehen die Zukunftsperspektiven aus? Um dieses Thema ging es beim „Tagesspiegel Evening Talk“, wo Kindermediziner:innen und Politiker aufeinander trafen. Dabei wurde schnell klar: Es gibt gleich mehrere Problembereiche, die dringend angegangen werden müssen.

HIV-Prävention weltweit: Ein Medikament in den Schlagzeilen

Ein Medikament macht Schlagzeilen: Das antivirale Präparat Lenacapavir hat auf der diesjährigen Welt-Aids-Konferenz in München für Gänsehaut-Feeling gesorgt. In einer klinischen Studie zeigte es bei Frauen in Afrika einen 100-prozentigen Schutz vor einer HIV-Infektion. Sofort wurde die Forderung laut, das Arzneimittel zu generischen Preisen in ressourcenarmen Ländern verfügbar zu machen. Das aber hatte der Entwickler und Hersteller sowieso vor. Ein Gespräch mit Dr. Robert Welte von Gilead Sciences.

Ein EFPIA-Bericht zeigt: Die europäische Pharmabranche schafft wichtige Arbeitsplätze, ist essenzieller Wirtschaftsfaktor und treibt Innovation. Doch der Wettbewerb schläft nicht. Foto: ©iStock.com/industryview

Europäische Pharmaindustrie: „Zentral für Gesundheit und Wirtschaftssicherheit“

Gut für Gesundheit, Innovationskraft, Wohlstand: So lässt sich ein neuer Bericht des Pharmaverbands EFPIA zusammenfassen, der zeigt, was die Arzneimittel- und Impfstoffbranche in Europa leistet. Doch der Wettbewerb schläft nicht: Vor allem die USA und China treiben ihre Forschung und Entwicklung vehement voran – die meisten neuartigen Wirkstoffe kamen zuletzt von dort und nicht aus Europa.

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (Antibody-Drug Conjugates; kurz: ADC) sind zielgerichtete Krebsmedikamente, die die Präzision von monoklonalen Antikörpern mit der Wirksamkeit von Chemotherapien kombinieren. Damit kann das Zellgift direkt in die Krebszelle transportiert werden; die gesunden Zellen werden weitgehend geschont. Sie gelten als bedeutender Fortschritt in der Krebstherapie.

Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI)

Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) sind Krebsmedikamente, die die Aktivität von Tyrosinkinasen blockieren, die eine Schlüsselrolle bei der Signalübertragung in Zellen spielen; z. B. für Wachstum und Teilung. TKI verhindern, dass Krebszellen Signale erhalten, die ihr Wachstum fördern. Sie gelten durch die Präzision ihres Wirkansatzes als Revolution in der Krebstherapie.

Checkpoint-Inhibitoren

Checkpoint-Inhibitoren sind eine Arzneimittelklasse, die das Immunsystem anregen, Krebszellen zu erkennen und anzugreifen. Sie sind in der Lage, bestimmte „Checkpoints“ im Immunsystem zu blockieren. Bekannt sind z.B. PD-1- oder CTLA-4 -Hemmer, die molekulare „Bremsen“ lösen, die das System hindert, Krebszellen zu vernichten. Sie gehören zu den innovativsten Ansätzen in der Immuntherapie.

© Pharma Fakten e.V.
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