Das Russisch-Roulette der Ungeimpften
Daten aus Texas zeigen: Das Risiko an COVID-19 zu versterben, ist bei Ungeimpften zwanzig Mal höher als bei Geimpften.
Daten aus Texas zeigen: Das Risiko an COVID-19 zu versterben, ist bei Ungeimpften zwanzig Mal höher als bei Geimpften.
Eine genetische Anomalie mit schweren Auswirkungen: Menschen mit Mukoviszidose (auch: zystische Fibrose, CF) leiden unter zähflüssigen Sekreten. Die Folgen sind unter anderem Atemprobleme durch Schleimbildung, Reizhusten, Infektanfälligkeit der Lunge oder auch Verdauungsstörungen. Die Lebenserwartung der Betroffenen ist vermindert. Im Interview erklärt Dr. Sieglinde Modell, Medizinische Direktorin beim Biotech-Unternehmen Vertex, die therapeutischen Fortschritte der vergangenen Jahre und wagt einen Blick in die Zukunft. Es ist eine medizinische Zeitreise.
„Ein nachhaltiges und finanzierbares Gesundheitssystem, das Fortschritt und Patientenorientierung in der Medizin fördert und den Zugang zu innovativer Diagnostik und Therapie einschließlich digitaler Innovationen für alle Patienten ermöglicht“: Unter diesem Leitbild steht der Dialog, den die Bayerische Staatsregierung sowie die pharmazeutische und biotechnologische Industrie im Rahmen des „Bayerischen Pharmagipfels“ regelmäßig miteinander führen. Die Partner aus Politik und Wirtschaft haben nun eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet: Darin finden sich konkrete Maßnahmen, mit denen sich Bayern „zukunftssicher“ aufstellen ließe.
Morbus Alzheimer, Multiple Sklerose oder Amyotrophe Lateralsklerose: Diese Krankheiten mögen sehr verschieden sein. Sie eint aber eins: Sie sind „neurodegenerativ“. Das heißt: Letztlich kommt es bei den Betroffenen zu Schädigungen von Nervenzellen. Die Folgen erstrecken sich – je nach Krankheit – von anfänglicher Vergesslichkeit, über Lähmungen, bis hin zu frühzeitigem Tod. Der medizinische Bedarf ist groß. Laut US-amerikanischem Pharmaverband PhRMA sind über 260 Medikamente gegen 29 verschiedene neurodegenerative Erkrankungen in klinischer Entwicklung oder im Zulassungsprozess.
„In der Pandemie erweist sich die Früherkennung […] als eine der fragilen Bereiche der Gesundheitsversorgung“, erklärte Jürgen Klauber, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), angesichts einer Auswertung von Daten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Demnach kam es zu starken Einbrüchen bei verschiedenen Krebs-Screenings. Das könnte tödliche Folgen haben.
Sie ist eine Volkskrankheit: 6,3 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Osteoporose – vor allem Frauen. Bei ihnen führt ein gestörter Knochenstoffwechsel zu einer Verringerung der Knochenmasse. Mögliche Folgen: Knochenbrüche – auch ohne stärkere Krafteinwirkung von außen. Dr. Christopher Kramer, Ärztlicher Leiter der medizinischen Abteilung im Bereich Knochengesundheit und chronisch entzündliche Erkrankungen bei der Amgen GmbH, erklärt, wie die Behandlung der Betroffenen heute aussehen kann, wie das in der Vergangenheit war und was er sich für die Zukunft erhofft.
Die Erstattungsbeträge für Arzneimittel-Innovationen liegen in Deutschland häufig unter den durchschnittlichen publizierten Preisen der betreffenden Produkte in europäischen Vergleichsländern. Das geht aus den „AMNOG-Daten 2021“ hervor, die der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) herausgegeben hat.
Rund 100.000 Menschen leben in Deutschland mit Kleinwuchs. Mit Patricia Carl-Innig und Florian Innig vom „Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e. V.“ (BKMF) haben wir über die alltäglichen Herausforderungen der Betroffenen gesprochen – von immer höher werdenden Kassenbändern und Bankautomaten, über gesellschaftliche Normvorstellungen, bis hin zu Hürden in Sachen Inklusion.
Noch nie wurde in Deutschland in so kurzer Zeit so viel geimpft. Rund 110 Millionen Impfdosen sind seit der Zulassung von COVID-19-Vakzinen verabreicht – es ist die größte Impfkampagne in der Geschichte des Landes. Gleichzeitig bricht die Zahl der Standardimpfungen ein – um satte 27 Prozent im ersten Halbjahr 2021. Es drohen gefährliche Impflücken.
Noch vor 20 Jahren undenkbar: Ein breites Angebot unterschiedlicher Arzneimittel macht es heute möglich, die Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose (MS) auszubremsen. Bei MS greift das fehlgesteuerte Immunsystem die körpereigenen Nervenzellen an. Dies kann unter anderem zu Lähmungserscheinungen, zu Taubheitsgefühlen oder Sehstörungen führen. Die Ausprägungen und Beschwerden sind jedoch sehr unterschiedlich, weshalb oft die Rede von der „Krankheit der 1000 Gesichter“ ist. Im Rahmen der Serie „Medizinische Zeitreisen“ wirft Professor Dr. Andreas Schmitt, Neurologe und Medizinischer Direktor beim Biotech-Unternehmen Biogen, einen Blick auf Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft der MS-Behandlung.