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Weltweite Top-Städte der Krebsforschung – auch in Deutschland beheimatet

Die deutschen Städte Heidelberg und München gehören zu den wichtigsten onkologischen Wissenschaftsstandorten weltweit. Das geht aus einer Untersuchung der Wiener Forschungsgesellschaft FAS Research im Auftrag vom Pharmaunternehmen Pfizer hervor – und zeigt: Auch wenn Nordamerika und China bei der Krebsforschung führend sind, steckt in Europa großes Innovationspotenzial.

In einem europäischen Forschungsprojekt arbeiten Wissenschaftler  Pharma-Unternehmen und Patientenorganisationen an neuen Ansätzen gegen Typ-1-Diabetes. Foto: ©iStock.com/Mandic Jovan

Neuer Schub in der Forschung zu Typ-1-Diabetes

Eine öffentlich-private Forschungspartnerschaft im Rahmen der europäischen Innovative Medicines Initiative – Joint Undertaking (IMI-JU) gibt Typ-1-Diabetikern und ihren Familien neue Hoffnung: Das europäische Forschungsprojekt INNODIA könnte langfristig zu neuen Therapiemöglichkeiten gegen eine chronische Erkrankung führen, die oft schon im Kindes- und Jugendalter beginnt. Eine groß angelegte Forschungsstudie, bei der biologische Proben und Daten von neu diagnostizierten Typ-1-Diabetikern und ihren nahen Verwandten untersucht werden, soll dabei helfen, die Entstehung und den Verlauf der Krankheit besser zu verstehen. Es gilt, das Risiko für Verwandte vorauszusagen, ebenfalls an Typ-1-Diabetes zu erkranken, und langfristig eine Heilungsmöglichkeit für bereits Erkrankte zu entwickeln.

Wie sich das durch COVID-19 „schmerzhaft Erlernte“ auf die „Krebs-Pandemie“ anwenden lässt  erklären zwei führende Onkologen im Interview. Fotos: ©iStock.com/wildpixel (links); ©istock.com/peterschreiber.media (rechts)

„Krebs-Pandemie“: Aus der Coronavirus-Krise lernen

Verschobene Früherkennungsuntersuchungen, verspäteter Therapiebeginn, ausgesetzte Nachsorgetermine: So machte sich die Coronavirus-Krise in der Krebsversorgung bemerkbar. Experten von Deutscher Krebshilfe, Deutscher Krebsgesellschaft und Deutschem Krebsforschungszentrum zeigten sich besorgt. Sie befürchten, dass dem Gesundheitssystem in Folge der Pandemie eine erhöhte Zahl an zu spät erkannten Tumoren bevorsteht – ein ungünstiger Ausgangspunkt bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Dabei lässt sich auf lange Sicht so einiges aus dem Coronavirus – oder besser gesagt: aus dem Umgang mit ihm – lernen, um den Kampf gegen Krebs erfolgreicher zu machen. Ein Interview mit den beiden Onkologen Prof. Dr. Christof von Kalle und Prof. Dr. Michael von Bergwelt.

Zwischen 30 und 80 Prozent: So hoch ist der Anteil von Frauen bei klinischen Studien der Phasen II und III. „Das ist aber gar nicht das Entscheidende“  sagt Dr. Michael Busse von Boehringer Ingelheim. Foto: ©iStock.com/Fokusiert

Geschlechterunterschiede in der klinischen Forschung

Noch vor gar nicht so langer Zeit wurden Frauen von einigen klinischen Prüfungen ausgeschlossen – aus Sicherheitsgründen. Heute ist die Forschung weiter. Je nach Indikation liegt der Anteil des weiblichen Geschlechts in Studien der Phasen II und III zwischen 30 und 80 Prozent. „Das ist aber gar nicht das Entscheidende“, sagt Dr. Michael Busse. Beim Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim leitet er die Klinische Forschung für Deutschland.

Bei Tez Anderson wurde 1986 HIV diagnostiziert – er hatte weniger als 2 Jahre zu leben. Heute berichtet der Aktivist über seine Erfahrungen mit dem „AIDS Survivor Syndrome“. Foto: ©iStock.com/Natali_Mis

HIV-Langzeitüberlebende: „Let´s Kick ASS“

1986 war der US-Amerikaner Tez Anderson mit der Diagnose HIV konfrontiert. Experten gaben ihm damals weniger als zwei Jahre zu leben – Hoffnung ausgeschlossen. „Drei Jahrzehnte später ist mein Leben erfüllt mit einem Zweck und einem Sinn.“ Als Gründer der Aktivistengruppe „Let´s Kick ASS“ klärt er heute über das „Aids Survivor Syndrome“, unter dem Langzeitüberlebende leiden, auf. Ein Aspekt davon: ein Schuldgefühl – weil man selbst überlebt hat und so viele andere nicht.

Könnten das Coronavirus und Attila Hildmann die Impfbereitschaft erhöhen? Über diese Frage diskutierte am 1. Juli eine bayerische Expertengruppe. Foto: © iStock.com/Natali_Mis

Hoffnungsträger Impfen: Coronakrise als Chance

Eigentlich ist Attila Hildmann ein deutscher Autor für vegane Kochbücher. Doch seit der Coronakrise zeigt er sich in der Öffentlichkeit vor allem als Verbreiter von Verschwörungsideologien rund um das Virus und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Was dieser Mann und SARS-CoV-2 gemeinsam haben? Beide stärken die Impfbereitschaft. Warum das so ist, wurde auf einer digitalen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in München deutlich.

Laut „Biotech-Report 2020“ erreicht der Marktanteil von Biopharmazeutika in Deutschland einen Spitzenwert. Foto: © iStock.com/Ca-ssis (Picasa)

Biopharmazeutika: Ärzte setzen sie „noch öfter ein als zuvor“

Biopharmazeutika, also Medikamente aus gentechnischer Herstellung, setzten 2019 neue Bestmarken im deutschen Markt“, meldet der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen bio (vfa bio). Hintergrund ist die Veröffentlichung des Biotech-Reports 2020, den die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) erarbeitet hat. Darin werfen die Experten schwerpunktmäßig einen Blick auf das Gebiet der Gen-, Zell- und Gewebetherapeutika. „Patientinnen und Patienten mit Krankheiten, die zuvor nicht oder nicht zufriedenstellend therapierbar waren oder die eine lebenslange Medikation benötigten, können nun ursächlich behandelt werden“, schreiben Dr. Frank Mathias (vfa bio) und Dr. Jürgen Lücke (BCG) dazu.

Pharmakodynamik

Teilgebiet der Medizin und Pharmazie, bei dem man sich mit den spezifischen Wirkungen der Arzneimittel im Organismus befasst.

© Pharma Fakten e.V.
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