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Etwa ein Drittel aller Krebsfälle ist vermeidbar  sagen Experten. Ein Risikofaktor  der dabei zunehmend an Bedeutung gewinnt: Übergewicht. Foto: ©iStock.com/Motortion

Übergewicht: Unterschätzter Krebs-Risikofaktor

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft könnte Fettleibigkeit dem Rauchen bald „den ersten Rang als Hauptursache für Krebs ablaufen“. Der Grund: Während „die Anzahl der Krebserkrankungen aufgrund von Tabakkonsum stetig sinkt, nimmt die Zahl übergewichtiger Menschen statistisch gesehen zu.“ Aktuell entstehen rund sieben Prozent aller Tumorfälle in Deutschland infolge von Übergewicht.

Adipositas

Adipositas ist eine eigenständige, chronische Erkrankung. Sie geht mit starken bzw. krankhaften Übergewicht einher. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) leidet ein Mensch unter Adipositas, wenn sein Body-Mass-Index (BMI) bei mind. 30 kg/m² liegt. Adipositas ist eine äußerst komplexe Erkrankung, die unter anderem genetisch veranlagt ist.

Das System der Arzneimittelregulierung muss sich an neue Technologien anpassen. Denn Big Data birgt für die Bewertung von Medikamenten großes Potenzial. Foto: © iStock.com/metamorworks

Arzneimittelbehörden in Europa setzen auf Big Data

„Gewaltige Mengen an Daten werden jeden Tag generiert – sei es durch Wearables, elektronische Gesundheitsakten, Social Media, klinische Studien oder Nebenwirkungsmeldungen“, schreibt die Europäische Arzneimittelagentur EMA auf ihrer Webseite. Für sie ist klar: Diese Daten werden in der Bewertung von Medikamenten eine immer größere Rolle spielen. Das zeigt auch ein Blick auf einen Bericht der europäischen „Big Data Task Force“.

Forschende haben einen Ansatz gefunden  der der Bildung von Resistenzen gegen bestimmte  unverzichtbare Reserveantibiotika Einhalt gebieten soll. Foto: ©iStock.com/Natali_Mis

Antibiotikaforschung auf Erfolgskurs

Das europäische Antibiotikaprojekt ENABLE hat seine Ziele erreicht. Zahlreiche Partner aus akademischer Welt und Industrie hatten sich 2014 zusammengeschlossen, um gemeinsam nach neuen, vielversprechenden Arzneimittelkandidaten zu forschen – mit Erfolg. In Zeiten zunehmender Antibiotikaresistenzen gibt das Hoffnung.

Deutschland steht am Beginn einer Coronavirus-Epidemie. Laut WHO hat das Virus „Pandemie-Potenzial“. Foto: ©iStock.com/toeytoey2530

Das neuartige Coronavirus: Von anderen Erregern lernen

Es ist schon längst nicht mehr nur in China: Italien ist das bislang stärkste vom neuartigen Coronavirus betroffene Land Europas. Angesichts steigender Infektionszahlen befindet sich Deutschland jedoch ebenfalls am Beginn einer Epidemie, erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn vergangene Woche. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einem internationalen Notstand – und sieht „Pandemie-Potenzial“.

Impfungen: Das Vertrauen nimmt zu

Eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt: Das Vertrauen in Impfungen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. 77 Prozent der befragten Erwachsenen bestätigen, dass sie Impfung „befürworten“ bzw. „eher befürworten.“ Im Jahr 2012 waren es noch 61 Prozent gewesen.

Gefährden die Kosten für Medikamente gegen seltene Erkrankungen die finanzielle Stabilität europäischer Gesundheitssysteme? Antwort gibt eine Studie. Foto: ©www.rarediseaseday.org / Eurordis

Seltene Erkrankungen: Bleiben Orphan Drugs finanzierbar?

Seit Einführung der EU-Verordnung zu Orphan Drugs im Jahr 2000 wurden circa 150 Medikamente gegen seltene Erkrankungen zugelassen, heißt es in einer Studie im Fachblatt „Orphanet Journal of Rare Diseases“. Vor diesem Hintergrund werden zunehmend Stimmen laut, wonach die Kosten für diese Arzneimittel die finanzielle Stabilität und Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme in Europa in Gefahr bringen könnten. Ein Team um den Ökonomen Dr. Jorge Mestre-Ferrandiz hat sich mit diesem Thema genauer beschäftigt – und eine klare Antwort gefunden.

Zum Tag der seltenen Erkrankungen: Graham Skarnvad von Alexion Pharma Germany im Interview. Foto: ©Alexion Pharma Germany GmbH / Fotograf: Andreas Hawe

Herausforderung angenommen: Arzneimittelentwicklung für seltene Erkrankungen

Vor fast 140 Jahren wurde sie zum ersten Mal beschrieben: die Paroxysmale Nächtliche Hämoglobinurie (PNH). Doch es hat lange gedauert, bis Forscher genug über die zugrundeliegenden Krankheitsmechanismen verstanden hatten, um eine spezifische Therapie entwickeln zu können. So wie bei der PNH ist es meistens bei seltenen Erkrankungen: Es sind nur wenige Patienten betroffen; das Wissen ist begrenzt. Im Interview spricht Graham Skarnvad, General Manager bei Alexion Pharma Germany, über die besonderen Herausforderungen, mit denen die Arzneimittelentwicklung konfrontiert ist.

Die Neuvermessung der Onkologie hat begonnen – zum Start der „Vision Zero“ setzte sich eine Expertenrunde mit Chancen und Defiziten der Klinischen Forschung auseinander. Foto: ©iStock.com/Motortion

Europa: Nur „Importeur von Innovationen“?

Drohen die USA und China Europa in Sachen Krebsforschung abzuhängen? Eine Studie der Wiener Forschungsgesellschaft FAS Research im Auftrag vom Pharmaunternehmen Pfizer deutet darauf hin. Für Carl Janssen, Leiter der Onkologie von Pfizer in Deutschland, ist klar: Wir müssen „als Europa gemeinsam handeln“. Soll heißen: Die hiesigen Forschungsinstitutionen brauchen eine stärkere Vernetzung, wollen wir uns nicht vom medizinischen Fortschritt abkoppeln.

Der HIV-Forscher Prof. Dr. Hendrik Streeck ist davon überzeugt  dass es bei der Suche nach einem HIV-Impfstoff Erfolge geben wird. Foto: ©iStock.com/Motortion

„HIV-Impfstoff-Forschung ist ein Marathonlauf“

Könnte es in absehbarer Zeit einen Impfstoff gegen HIV geben? Der Virologe und Direktor des Instituts für HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, Prof. Dr. Hendrik Streeck, forscht seit Jahren nach einem potenziellen Impfstoff. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, welche Hürden dabei zu nehmen sind und wann es einen solchen Impfstoff geben könnte – und aus aktuellem Anlass auch darüber, ob HIV-Medikamente gegen das Coronavirus wirken könnten.

© Pharma Fakten e.V.
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