Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Bernd Rosenbichler war erfolgreicher Auto-Manager und lebte seinen Traum. Als bei seinem Sohn das Alström-Syndrom diagnostiziert wird  schmeißt er alles hin. Er hat jetzt Wichtigeres zu tun. Foto: ©iStock.com/Serhii Bezrukyi

Einer seltenen Erkrankung den Kampf ansagen

Bernd Rosenbichler war erfolgreicher Auto-Manager und lebte seinen Traum. Dann kam eine Nachricht, die alles auf den Kopf stellte: Sein Sohn Ben leidet unter dem Alström-Syndrom – einer extrem seltenen genetischen Erkrankung. Rosenbichler war schnell klar: Ein Weiter-so kann es nicht geben. Er warf den Job hin und widmet sich seitdem einer Krankheit, für die es kaum Expert:innen gibt und bei der das Wissen rar ist.

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Seit über 30 Jahren erforscht und produziert Amgen Biopharmazeutika zur Behandlung schwerer Erkrankungen. Ein Interview. Foto: ©istock.com / serezniy / africa-studio.com (Olga Yastremska and Leonid Yastremskiy)

Hightech-Medikamente produzieren: Das will gelernt sein

Sei es in Form von Impfstoffen oder als Arzneimittel zur Behandlung schwerer Erkrankungen wie Krebs, Rheuma, Multiple Sklerose: Immer öfter kommen in der medizinischen Versorgung Biopharmazeutika zum Einsatz. Es sind Hightech-Medikamente im wahrsten Sinne des Wortes: Denn sie werden in lebenden Zellen mit Hilfe von Gentechnik hergestellt – ein komplexer Prozess, für den es große Expertise braucht. Die Beschäftigten der Firma Amgen erforschen und produzieren seit über 30 Jahren Biopharmazeutika. Und: Sie entwickeln die Produktionsverfahren stetig weiter, um sie noch effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Letztlich profitieren Patient:innen weltweit. Ein Interview mit Manfred Heinzer, Geschäftsführer der Amgen GmbH.

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„Impfchancen digital nutzen – was hält uns (noch) davon ab?“ Das war Thema einer Online-Veranstaltung. Foto: ©iStock.com/Ca-ssis

COVID-19 + Digitalisierung = Höhere Impfquoten?

„Impfchancen digital nutzen – was hält uns (noch) davon ab?“ Nichts, könnte man meinen. Doch die gleichnamige Online-Veranstaltung mit dem Bayerischen Gesundheitsminister und weiteren Fachleuten zeigte: Ganz so einfach lässt sich die Frage nach einem digitalen Schub fürs Impfen nicht beantworten.

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In der Forschung zur Behandlung von Leiden wie Alzheimer  Migräne oder Parkinson passiert gerade viel. IQVIA hat sich angeschaut  warum das so ist. Foto: ©iStock.com/whitehoune

Erkrankungen des zentralen Nervensystems im Visier

In der Forschung an Medikamenten zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) passiert gerade viel. „In den letzten drei Jahren ist die ZNS-Pipeline um 30 Prozent angewachsen“, weiß IQVIA. Warum gerade jetzt alle Zeiger auf Erfolg stehen, hat das Beratungsunternehmen in einem Whitepaper untersucht.

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Bis zum Jahr 2030 soll Hepatitis C eliminiert sein – die medizinischen Voraussetzungen dafür sind erfüllt  doch es tun sich andere Hürden auf. Foto: ©iStock.com/jarun011

Wie Hepatitis C verschwinden könnte

Hepatitis C bis zum Jahr 2030 eliminieren – dieses gemeinsame Ziel verfolgen die Weltgesundheitsorganisation WHO und die deutsche Bundesregierung. Medizinisch gesehen wäre das kein großes Problem, denn es gibt seit einigen Jahren eine einfache und wirksame Therapie. Doch es tun sich andere Hürden auf, die den erhofften Erfolg gefährden.

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Der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Dr. Heyo K. Kroemer sieht mit Sorge  wie sehr Deutschland bei der Frage der Digitalisierung von Gesundheitswesen  von Forschung und Medizin  sich selbst ins Abseits stellt. Foto: ©iStock.com/Grassetto

Digitale Medizin: Die „Teslarisierung“ der deutschen Forschung

Der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Dr. Heyo K. Kroemer sieht mit Sorge, wie sehr Deutschland bei der Frage der Digitalisierung von Gesundheitswesen, von Forschung und Medizin, sich selbst ins Abseits stellt. Er plädiert für eine neue Balance zwischen berechtigten Datenschutzerwägungen und dem Recht von Patient:innen auf eine bessere Versorgung. Ein Gespräch mit dem Chef des größten deutschen Universitätsklinikums über ein Land ohne digitalen Impfpass, über Umsetzungsprobleme und seine Sorge über das, was er die „Teslarisierung“ im Gesundheitswesen nennt.

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Seit 1993 ist Asbest in Deutschland verboten. Und trotzdem ist es nach wie vor eine Ursache für Krebsneuerkrankungen und -Todesfälle. Foto: ©iStock.com/Imagesines

Asbest: Noch immer für Krebs-Neuerkrankungen verantwortlich

Seit 1993 ist es in Deutschland nicht mehr erlaubt, Produkte herzustellen und zu verwenden, die Asbest enthalten. Der Grund: Der Stoff ist krebserregend. Obwohl das Verbot nun fast 30 Jahre zurückliegt, ist Asbest noch immer Ursache für neue Tumorfälle. So gehen Fachleute davon aus, dass die Zahl der Menschen, die an einem malignen Pleuramesotheliom (MPM) erkranken, bis etwa 2030 steigen wird. Die Behandlungsmöglichkeiten waren bislang limitiert – doch nun gibt es für Betroffene neue Hoffnung.

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Die Digitalisierung macht eine bessere Medizin möglich  sagt Prof. Dr. Hagen Pfundner von Roche Pharma. Ein Gespräch über verpasste Chancen  falsch verstandenen Datenschutz und die Risiken für den Innovationsstandort. Foto: ©iStock.com/SOMKID THONGDEE

Aus Daten Sinn machen

Die Digitalisierung in Gesundheitswesen und Medizin macht eine bessere und zielgerichtete Behandlung von Krankheiten möglich. Diese Erkenntnis hat sich in Deutschland noch nicht richtig durchgesetzt, sagt Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG. Ein Gespräch über verpasste Chancen, falsch verstandenen Datenschutz, ideologische Überfrachtung und die Risiken für den Innovationsstandort Deutschland.

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Bernd Rosenbichler war erfolgreicher Auto-Manager und lebte seinen Traum. Als bei seinem Sohn das Alström-Syndrom diagnostiziert wird  schmeißt er alles hin. Er hat jetzt Wichtigeres zu tun. Foto: ©iStock.com/Serhii Bezrukyi

Einer seltenen Erkrankung den Kampf ansagen

Bernd Rosenbichler war erfolgreicher Auto-Manager und lebte seinen Traum. Dann kam eine Nachricht, die alles auf den Kopf stellte: Sein Sohn Ben leidet unter dem Alström-Syndrom – einer extrem seltenen genetischen Erkrankung. Rosenbichler war schnell klar: Ein Weiter-so kann es nicht geben. Er warf den Job hin und widmet sich seitdem einer Krankheit, für die es kaum Expert:innen gibt und bei der das Wissen rar ist.

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Seit über 30 Jahren erforscht und produziert Amgen Biopharmazeutika zur Behandlung schwerer Erkrankungen. Ein Interview. Foto: ©istock.com / serezniy / africa-studio.com (Olga Yastremska and Leonid Yastremskiy)

Hightech-Medikamente produzieren: Das will gelernt sein

Sei es in Form von Impfstoffen oder als Arzneimittel zur Behandlung schwerer Erkrankungen wie Krebs, Rheuma, Multiple Sklerose: Immer öfter kommen in der medizinischen Versorgung Biopharmazeutika zum Einsatz. Es sind Hightech-Medikamente im wahrsten Sinne des Wortes: Denn sie werden in lebenden Zellen mit Hilfe von Gentechnik hergestellt – ein komplexer Prozess, für den es große Expertise braucht. Die Beschäftigten der Firma Amgen erforschen und produzieren seit über 30 Jahren Biopharmazeutika. Und: Sie entwickeln die Produktionsverfahren stetig weiter, um sie noch effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Letztlich profitieren Patient:innen weltweit. Ein Interview mit Manfred Heinzer, Geschäftsführer der Amgen GmbH.

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„Impfchancen digital nutzen – was hält uns (noch) davon ab?“ Das war Thema einer Online-Veranstaltung. Foto: ©iStock.com/Ca-ssis

COVID-19 + Digitalisierung = Höhere Impfquoten?

„Impfchancen digital nutzen – was hält uns (noch) davon ab?“ Nichts, könnte man meinen. Doch die gleichnamige Online-Veranstaltung mit dem Bayerischen Gesundheitsminister und weiteren Fachleuten zeigte: Ganz so einfach lässt sich die Frage nach einem digitalen Schub fürs Impfen nicht beantworten.

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In der Forschung zur Behandlung von Leiden wie Alzheimer  Migräne oder Parkinson passiert gerade viel. IQVIA hat sich angeschaut  warum das so ist. Foto: ©iStock.com/whitehoune

Erkrankungen des zentralen Nervensystems im Visier

In der Forschung an Medikamenten zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) passiert gerade viel. „In den letzten drei Jahren ist die ZNS-Pipeline um 30 Prozent angewachsen“, weiß IQVIA. Warum gerade jetzt alle Zeiger auf Erfolg stehen, hat das Beratungsunternehmen in einem Whitepaper untersucht.

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Bis zum Jahr 2030 soll Hepatitis C eliminiert sein – die medizinischen Voraussetzungen dafür sind erfüllt  doch es tun sich andere Hürden auf. Foto: ©iStock.com/jarun011

Wie Hepatitis C verschwinden könnte

Hepatitis C bis zum Jahr 2030 eliminieren – dieses gemeinsame Ziel verfolgen die Weltgesundheitsorganisation WHO und die deutsche Bundesregierung. Medizinisch gesehen wäre das kein großes Problem, denn es gibt seit einigen Jahren eine einfache und wirksame Therapie. Doch es tun sich andere Hürden auf, die den erhofften Erfolg gefährden.

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Der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Dr. Heyo K. Kroemer sieht mit Sorge  wie sehr Deutschland bei der Frage der Digitalisierung von Gesundheitswesen  von Forschung und Medizin  sich selbst ins Abseits stellt. Foto: ©iStock.com/Grassetto

Digitale Medizin: Die „Teslarisierung“ der deutschen Forschung

Der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Dr. Heyo K. Kroemer sieht mit Sorge, wie sehr Deutschland bei der Frage der Digitalisierung von Gesundheitswesen, von Forschung und Medizin, sich selbst ins Abseits stellt. Er plädiert für eine neue Balance zwischen berechtigten Datenschutzerwägungen und dem Recht von Patient:innen auf eine bessere Versorgung. Ein Gespräch mit dem Chef des größten deutschen Universitätsklinikums über ein Land ohne digitalen Impfpass, über Umsetzungsprobleme und seine Sorge über das, was er die „Teslarisierung“ im Gesundheitswesen nennt.

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Seit 1993 ist Asbest in Deutschland verboten. Und trotzdem ist es nach wie vor eine Ursache für Krebsneuerkrankungen und -Todesfälle. Foto: ©iStock.com/Imagesines

Asbest: Noch immer für Krebs-Neuerkrankungen verantwortlich

Seit 1993 ist es in Deutschland nicht mehr erlaubt, Produkte herzustellen und zu verwenden, die Asbest enthalten. Der Grund: Der Stoff ist krebserregend. Obwohl das Verbot nun fast 30 Jahre zurückliegt, ist Asbest noch immer Ursache für neue Tumorfälle. So gehen Fachleute davon aus, dass die Zahl der Menschen, die an einem malignen Pleuramesotheliom (MPM) erkranken, bis etwa 2030 steigen wird. Die Behandlungsmöglichkeiten waren bislang limitiert – doch nun gibt es für Betroffene neue Hoffnung.

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Die Digitalisierung macht eine bessere Medizin möglich  sagt Prof. Dr. Hagen Pfundner von Roche Pharma. Ein Gespräch über verpasste Chancen  falsch verstandenen Datenschutz und die Risiken für den Innovationsstandort. Foto: ©iStock.com/SOMKID THONGDEE

Aus Daten Sinn machen

Die Digitalisierung in Gesundheitswesen und Medizin macht eine bessere und zielgerichtete Behandlung von Krankheiten möglich. Diese Erkenntnis hat sich in Deutschland noch nicht richtig durchgesetzt, sagt Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG. Ein Gespräch über verpasste Chancen, falsch verstandenen Datenschutz, ideologische Überfrachtung und die Risiken für den Innovationsstandort Deutschland.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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