Leandra

Trotz aller Erfolge: Bei der Forschung und Entwicklung von Medikamenten gegen seltene Erkrankungen gibt es noch viel zu tun. Foto: ©iStock.com/Vladimir Agapov

Seltene Erkrankungen: 98 Prozent nicht kausal behandelbar

Mit der „EG-Verordnung über Arzneimittel für seltene Leiden“ im Jahr 2000 wurde bei der Entwicklung so genannter Orphan Drugs ein neues Kapitel aufgeschlagen. Vor der Jahrtausendwende gab es so gut wie keine Neuentwicklungen in diesem Bereich. Heute gibt es über 200 zugelassene Arzneimittel. Und volle Pipelines.

Es braucht kreative und unbürokratische Lösungen im Kampf gegen Hepatitis C und andere sexuell übertragbare Krankheiten – es bleibt viel zu tun. Foto: ©iStock.com/Rowr

Wie Hepatitis eliminiert werden könnte

Mehr Prävention, bessere Früherkennung, schnelle, wirksame Therapie für möglichst alle Infizierten: Die Bundesregierung verfolgt seit 2016 die „BIS 2030“-Strategie zur Eindämmung von Hepatitis B und C sowie von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Insbesondere bei Hepatitis C ist noch viel zu tun, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen – obwohl es schon heute wirksame Therapien gibt.

Auf einer Veranstaltung gab Mediziner PD Dr. C. Spinner einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in Sachen COVID-19: „Impfungen sind der beste Schutz.“ Foto: ©iStock.com/insta_photos

COVID-19: „Das Virus ist gekommen, um zu bleiben“

„Impfungen sind der beste Schutz“. Das betont der Infektiologe PD Dr. Christoph Spinner. Gleichzeitig gilt: „Jeder Kontakt mit dem Virus – sei es über Infektion oder Impfung – […] trägt zur Verbesserung des Immungedächtnisses bei.“ Auf einer virtuellen Veranstaltung des Health Care Bayern e.V. gab der Experte einen Überblick über aktuelle Entwicklungen. „Die Dramatik von COVID-19 hat sich im Laufe der Pandemie verändert“. Was bedeutet das für den Herbst?

Bei Herzschwäche erhalten Frauen nicht dieselbe Qualität bei Diagnose, Therapie und Nachbehandlung wie Männer. Medizinisch begründbar ist das nicht. Foto: ©iStock.com/Tharakorn

Herzinsuffizienz: Frauen werden schlechter versorgt

Die chronische Herzinsuffizienz ist eine Krankheit, die bei Männern wie Frauen in etwa gleichen Anteilen vorkommt. Das ist aber dann schon fast die einzige Gemeinsamkeit. Frauen erhalten nicht dieselbe Qualität bei Diagnose, Therapie und Nachbehandlung wie Männer. Medizinisch begründbar ist das nicht.

SGLT-2-Hemmer

SGLT-2-Hemmer sind Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung von Typ-2-Diabetes entwickelt wurden, inzwischen aber auch bei chronischer Herzinsuffizienz und Nierenerkrankungen eingesetzt werden. Heute werden sie nicht nur von Mediziner:innen der Diabetologie, sondern auch aus der Kardiologie und Nephrologie verschrieben – ein echter Paradigmenwechsel.

Die Debatte um die desolaten Finanzen der GKV lässt es erahnen: Im deutschen Gesundheitswesen rappelt es gehörig. Doch für echte Reformen fehlt das Geld. Foto: ©iStock.com/ipopba

Braucht das Gesundheitssystem eine Zeitenwende?

Die Debatte um die desolaten Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) lässt es erahnen: Im deutschen Gesundheitswesen rappelt es gehörig. Im Dreieck zwischen medizinischem Fortschritt, demographischer Entwicklung und digitaler Transformation ist langfristig eine qualitativ hochwertige Versorgung von Patient:innen gefährdet. Hinzu kommt: Auch ohne diese Entwicklungen leistet sich Deutschland seit Jahrzehnten ein System, das deutlich effizienter sein könnte.

Seit Jahren müssen Pharmaunternehmen einen Herstellerrabatt abführen. Eine Projektion des vfa zeigt: Das kostet Milliarden Euro an Zukunftsinvestitionen. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

Herstellerrabatt: Eine teure Wette auf die Zukunft

Seit Jahren müssen pharmazeutische Unternehmer einen Herstellerrabatt abführen – zurzeit sind es 7 Prozent auf jede verkaufte patentgeschützte Arzneimittelpackung. Eine Projektion des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) zeigt: Es ist eine Sparmaßnahme, die in den Investitionsvolumina dieser Firmen eine kräftige Bremsspur hinterlässt.

© Pharma Fakten e.V.
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