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34 Organisationen verteilt über zehn Länder: Ein europäisches Forschungsprojekt will die Entwicklung von Gen- und Zelltherapien beschleunigen. Foto: ©iStock.com/metamorworks

Gen- und Zelltherapien: Gemeinsam forschen, lernen, verstehen

Am 23. November 2020 ging es offiziell los: Unter dem Titel „ARDAT“ haben sich 34 akademische, gemeinnützige und private Organisationen aus zehn Ländern zu einem gemeinsamen, europäischen Forschungsprojekt zusammengetan. Ihr Ziel: die Forschung und Entwicklung von viralen Gen- und Zelltherapien zu beschleunigen.

Pharma: Krisenfest, stabilisierend, wertschöpfend

„Als Folge der COVID-19-Pandemie kam es bis Mitte des Jahres 2020 in nahezu allen Industrieländern zu einem deutlichen Wirtschaftseinbruch“, schreibt das Forschungsinstitut Prognos. In solchen Zeiten leistet die pharmazeutische Industrie „einen wichtigen Beitrag dazu, dass Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland […] gesichert werden.“ Das geht aus einer Studie hervor, die im Auftrag des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) entstanden ist.

Lange Zeit galt eine Lungenkrebsform mit bestimmten Genveränderungen in den Krebszellen als nicht gezielt therapierbar – doch das ändert sich gerade. Foto: ©iStock.com/Rasi Bhadramani

KRAS: Weshalb viele Krebskranke jetzt neue Hoffnung schöpfen

„Unbehandelbar.“ Dieses eine, furchtbare Wort bekamen viele Jahre lang Patient:innen zu hören, deren Krebszellen eine Genveränderung aufwiesen, die vor allem bei Lungenkrebs vorkommt – die so genannte KRAS-G12C-Mutation. Doch jetzt gibt es neue Hoffnung: Forschenden ist es gelungen, eine Schwachstelle auf der Oberfläche dieses KRAS-Proteins zu entdecken, die Ansatzpunkte für eine zielgerichtete Therapie bietet.

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften hat ein Papier mit Forderungen für ein resilienteres und leistungsfähigeres Gesundheitssystem veröffentlicht. Foto: ©iStock.com/kzenon

Aus COVID-19 lernen: Für ein stärkeres Gesundheitssystem

Mit über 40 Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und anderen Institutionen hat die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums Forderungen und Ideen erarbeitet, um das Gesundheitswesen in Krisenzeiten resilienter und leistungsfähiger zu machen. Die Vorschläge reichen von einer Stärkung der Prävention, über den Ausbau der Digitalisierung, bis hin zur „Etablierung eines europäischen Innovationsökosystems“, das u.a. „die Rahmenbedingungen für eine beschleunigte Impfstoffentwicklung schaffen“ würde.

Auch Wirtschaftswissenschaftler:innen entwickeln Ideen zur Pandemiebekämpfung – so zum Beispiel Prof. Dr. Thomas Apolte  Universität Münster. Ein Interview. Foto: ©iStock.com/Maksim Tkachenko

Corona-Pandemie: „Es ist noch immer nicht zu spät“

Die Corona-Pandemie hat uns geradewegs in die so genannte „Rationalitätenfalle“ geführt – sagt der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Apolte. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, wie wir dieser Falle wieder entkommen, was passieren muss, um die Pandemie doch noch in den Griff zu bekommen – und welche Parallelen es zwischen Corona- und Klimakrise gibt.

Die Diagnose „Alzheimer“ wird oft spät gestellt. Betroffene verlieren dadurch wertvolle Lebensjahre. Foto: ©Pharma Fakten

Alzheimer: „Früh kümmern. Damit man später nicht vergisst.“

Die Diagnose „Alzheimer“ wird oft erst spät gestellt. Denn die Erkrankung ist mit einem Stigma behaftet, Symptome werden bagatellisiert oder als „normale“ Anzeichen des Alterns abgetan. Hinzu kommt, dass viele Menschen denken, man könne ohnehin nicht viel gegen die Erkrankung tun. Es ist eine Fehleinschätzung mit Folgen: Die Betroffenen verlieren wertvolle Lebensjahre. Welche Möglichkeiten eine frühe Diagnose eröffnet? Darüber sprachen Expert:innen bei einer virtuellen Veranstaltung des Biotechunternehmens Biogen.

Durch die Pandemie wurde vieles möglich  was bisher unmöglich schien – das gilt vor allem für die medizinische Forschung. Wirkt sie als Fortschrittsbeschleuniger? Foto: ©Pfizer

SARS-CoV-2: Die Pandemie als Revolutionär?

Durch die Pandemie wurde vieles möglich, was bisher unmöglich schien – das gilt vor allem für die medizinische Forschung. Wirkt die Pandemie als Fortschrittsbeschleuniger? Und wird das nach der Pandemie anhalten? Über das Gesundheitssystem der Zukunft wurde im Rahmen einer vom Unternehmen Pfizer durchgeführten Veranstaltung „laut nachgedacht“ – mit überraschenden Einsichten.

Krankenkassen fordern von forschenden Pharmaunternehmen „faire“ Preise. Aber was soll das sein? Foto: ©iStock.com/ismagilov

Zusatznutzen für Arzneimittel in Deutschland: „Das bedeutet schon was“

Als das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) 2011 in Kraft trat, bedeutete es eine Zäsur für den Arzneimittelmarkt und die Gesundheitsversorgung in Deutschland. Es stellte auf den Kopf, wie therapeutische Innovationen eingeführt, bewertet und erstattet werden. Zehn Jahre später zogen nun Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medizin, Gesellschaft und Industrie auf einer virtuellen Jubiläumsveranstaltung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Bilanz. Dabei wurde deutlich: Auch wenn stetig Verbesserungsbedarf da ist – mit dem AMNOG-Verfahren hat Deutschland etwas geschaffen, wofür es international große Anerkennung erhält. Denn letztlich profitieren die Patient*innen.

© Pharma Fakten e.V.
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