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In Berlin fand die YES!CON statt  die erste digitale Krebs-Convention in Deutschland. In der ersten Gesprächsrunde ging es um die Frage: „Krebs nach Corona – was bringt die Digitale Revolution?“ Foto: ©obs/yeswecan GmbH & Co. KG/Yeswecan!cer/Yes!con

Krebs nach Corona – kommt jetzt die Digitale Revolution?

„Ein Wochenende unter Mutmachern“ – so kündigte Schirmherr und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in seinem Grußwort die „YES!CON“ an, die erste digitale Krebs-Convention in Berlin. Patienten, Mediziner, Wissenschaftler und Prominente setzten sich in zumeist einstündigen Talkrunden mit allen Facetten rund um das Thema „Krebs“ auseinander. Es ging um persönliche Erfahrungen, aber auch um Forschung und Digitalisierung, um personalisierte Medizin und moderne Krebsbehandlung. Den Anfang machte eine Runde zum Thema: „Wake Up Call? Krebs nach Corona – was bringt die Digitale Revolution?“

Beim „Hauptstadtkongress Digital“ haben 40 Gesundheitsexperten Vorschläge gemacht  wie die Gesundheitsvorsorge in Deutschland verbessert werden kann – ihre „Berliner Erklärung“ könnte wegweisend sein. Foto: ©WISO / HSK digital 2020

Gesundheitsvorsorge der Zukunft: „Mut zum langen Atem“

Zehn Vorschläge für eine bessere Gesundheitsvorsorge: Wissenschaftler, Ärzte, Patientenvertreter und weitere Akteure des Gesundheitswesens haben jetzt eine „Berliner Erklärung“ veröffentlicht, in der sie konkrete Maßnahmen für die „Gesundheitsvorsorge der Zukunft“ vorstellen. Eine Expertenrunde setzte sich beim „Hauptstadtkongress Digital“ mit diesen neuen Ideen auseinander – und kam zu teilweise sehr unterschiedlichen Einschätzungen.

COVID-19 und die Weltgesundheit: Virologe Christian Drosten (links) und World Health Summit Präsident Detlev Ganten (rechts) im Interview. Foto: World Health Summit / S. Kugler

COVID-19 und Weltgesundheit: „Bildung ist die beste Impfung“

„Bildung, Bildung, Bildung“ ist für World Health Summit Präsident Detlev Ganten das entscheidende Instrument im Kampf gegen COVID-19. Dies erklärte er in einem Doppelinterview mit dem Virologen Christian Drosten, das von dem World Health Summit geführt und zur Verfügung gestellt wurde. Der Gipfel ist eine der weltweit wichtigsten strategischen Konferenzen für Global Health und bringt international führende Wissenschaftler, Politiker sowie Vertreter aus Industrie und Zivilgesellschaft zusammen.

Das „atypische Hämolytisch-Urämische Syndrom“ (aHUS) ist eine seltene Krankheit  die Nieren und andere Organe fortschreitend schädigen kann.

Blutgerinnsel im ganzen Körper wegen „aHUS“

Das „atypische Hämolytisch-Urämische Syndrom“ – kurz: aHUS – ist nicht einfach zu diagnostizieren: Es ist sehr selten, die Beschwerden lassen sich oftmals nicht eindeutig zuordnen und der Krankheitsverlauf ist bei den Patienten sehr unterschiedlich. Doch eine frühzeitige, auf den Betroffenen zugeschnittene Therapie ist wichtig. aHUS kann zu Nierenversagen sowie zu Schädigung anderer Organe führen. Der „aHUS Awareness Day“ am 24. September soll Bewusstsein für die Erkrankung schaffen.

Weshalb gelingt es in Deutschland seit Jahren nicht  bundesweit einheitliche Krebsregister aufzubauen – und weshalb wäre das gerade in COVID-19-Zeiten so notwendig? Darüber haben wir mit Prof. Wörmann gesprochen  Medizinischer Leiter der DGHO. Foto: ©iStock.com/Stadtratte

Krebsfrüherkennung und -versorgung ohne Register: „Das ist frustrierend“

Langes Warten auf ein bundesweit einheitliches Krebsregister: Seit April 2013 arbeiten die Bundesländer daran, ein arbeitsfähiges Klinisches Krebsregister aufzubauen. Bislang ohne Erfolg. Ein Gutachten im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes, der zentralen Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, kommt jetzt zu dem Schluss, dass es auch nach über sieben Jahren in den meisten Bundesländern noch nicht gelungen ist, ein funktionierendes Krebsregister zu etablieren. Hauptursache dafür seien fehlende Datenlieferungen und technische Probleme, verursacht durch „personelle Engpässe“, und organisatorische Probleme in der Aufbau- und Ablauforganisation. Wir haben mit Prof. Bernhard Wörmann, Medizinischer Leiter der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) in Berlin darüber gesprochen, weshalb ein flächendeckendes Krebsregister sinnvoll und notwendig ist, gerade in Zeiten von COVID-19.

Fast drei Millionen Demenzkranke in Deutschland – das ist die Prognose für 2050  wenn kein Durchbruch bei Prävention und Therapie gelingt. Mit dem Alzheimertag soll auf die Situation der Erkrankten aufmerksam gemacht werden.

Welt-Alzheimertag: Alter ist per se keine Krankheit

Fast drei Millionen Demenzkranke allein in Deutschland – das ist die Prognose für das Jahr 2050, wenn kein Durchbruch bei Prävention und Therapie gelingt. Die Alzheimer-Erkrankung ist mit rund zwei Drittel der Fälle die häufigste Ursache für Demenz. Mit dem Welt-Alzheimertag (WAD) soll auf die Situation der Demenzerkrankten und ihrer Familien aufmerksam gemacht werden. Denn auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann ihnen durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung und Pflege geholfen werden.

Der Kampf der Menschheit gegen krankheitsverursachende Mikroben ist so alt wie die Menschen selbst. Erst die Wissenschaft machte es möglich  die Oberhand zu gewinnen. Foto: ©iStock.com/wildpixel

Wissenschaft, Forschung, Entwicklung: Die Killer für Krankheitserreger

Der Kampf der Menschheit gegen krankheitsverursachende Mikroben ist so alt wie die Menschen selbst; ein Kampf, der für sie übrigens meistens nicht gut ausging: Allein der „Schwarze Tod“, die Pest, raffte im 14. Jahrhundert in nur wenigen Jahren die Hälfte von Europas Bevölkerung dahin. Umgeschlagen ist das Pendel erst, seit man verstanden hat, wie Krankheiten entstehen. Wissenschaft, Forschung und Entwicklung führten zu neuartigen medizinischen Interventionen – seien das Operationsmöglichkeiten, Impfstoffe oder Medikamente. Sie machten es möglich, dass sich die Lebenserwartung, die Anfang des 19. Jahrhunderts noch bei rund 30 Jahren lag, mehr als verdoppelt hat.

Auf dem „Gesundheitskongress des Westens“ (8.-9.9.) erklärte Prof. Josef Hecken vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)  warum er anwendungsbegleitende Datenerhebungen bei Arzneimitteln in manchen Fällen als „Chance“ sieht. Credit: WISO/Schmidt-Dominé

Aktuelles aus dem Gemeinsamen Bundesausschuss

Es war der erste gesundheitspolitische Kongress seit Beginn der Corona-Pandemie: der „Gesundheitskongress des Westens“ (8.-9.9.) – ausgetragen in Köln und online per Videostream. Das Motto: „Gemeinsam große Herausforderungen bewältigen!“ Einer der Redner war Mittwochmittag der Unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Professor Josef Hecken. Er erklärte unter anderem, warum er anwendungsbegleitende Datenerhebungen bei Arzneimitteln in bestimmten Fällen als „Chance“ sieht.

Biopharmazeutika sind Arzneimittel aus gentechnischer Herstellung. Das können Gentherapien genauso wie Impfstoffe sein. Foto: ©iStock.com/Totojang

Die Welt der Biopharmazeutika

Allein im vergangenen Jahr wurden 15 Biopharmazeutika in der Europäischen Union (EU) neu zugelassen. Damit bezogen sich 45 Prozent aller Neuzulassungen auf diese besonderen Arzneimittel aus gentechnischer Herstellung. Darunter waren sogenannte monoklonale Antikörper, ein Impfstoff und eine Gentherapie.

Sepsis: Eine globale Gesundheitskrise

Sepsis ist pro Jahr für mindestens elf Millionen Todesfälle weltweit verantwortlich – alle 2,8 Sekunden einer. Doch das Wissen über die Blutvergiftung ist gering; oft wird sie zu spät erkannt. Mit dem jährlichen Welt-Sepsis-Tag am 13. September möchte die Non-Profit-Organisation „Global Sepsis Alliance“ (GSA) daher aufklären – und lässt Betroffene zu Wort kommen.

© Pharma Fakten e.V.
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