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Eine virtuelle Expert*innenrunde diskutierte darüber  wie sich die Selbstbestimmung von Patient*innen mit seltenen Erkrankungen stärken lässt. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

Seltene Erkrankungen: So ließe sich die Situation der Betroffenen verbessern

Mitreden und Mitbestimmen bei der Therapie der eigenen Erkrankung – das wünschen sich wohl die meisten Patient*innen. Für Menschen, die unter einer seltenen Erkrankung leiden, gilt das ganz besonders. Der vierte virtuelle change4RARE Round Table des forschenden Pharma-Unternehmens Alexion widmete sich deshalb dem Thema „PATIENT – Selbstbestimmung versus Fremdbestimmung“ und damit der Frage, wie die Partizipation der Betroffenen an Diagnostik und Therapie gestärkt werden könnte. Dabei kamen auch Tipps zur Sprache, die das Arzt-Patienten-Gespräch entscheidend verbessern könnten.

Bei einer Online-Veranstaltung sprachen Expert:innen des Gesundheitswesens über Chancen und Herausforderungen von Zell- und Gentherapien. Einig waren sich alle: Sie sind ein Gamechanger. Foto: ©iStock.com/metamorworks

Zell- und Gentherapien: Aufbruch in eine neue Ära

Sie sind ein Gamechanger: Sie können Patient:innen mit schweren Erkrankungen, für die es kaum mehr Hoffnung gab, neue Behandlungsoptionen eröffnen. Die Rede ist von Zell- und Gentherapien – etwa in Form von sogenannten „CAR-T-Zellen“, die bei bestimmten Blutkrebsformen zum Einsatz kommen. Doch derartige Innovationen bringen auch große Herausforderungen mit sich – wenn es etwa um die Frage geht, wie sie ans Krankenbett gelangen. Darüber sprachen mehrere Fachleute aus dem Gesundheitswesen bei einer Onlineveranstaltung des LAWG Deutschland e.V. – ein Verein, dem weltweit agierende, forschungsorientierte Arzneimittelunternehmen angehören.

Neue Arzneimittel entwickeln: Leichter gesagt als getan

Über 6.000 Wirkstoffkandidaten befinden sich laut dem „IQVIA Institute for Human Data Science“ weltweit in klinischer Entwicklung. Es ist ein Plus von fast 70 Prozent im Vergleich zu 2016 – und das, obwohl die Herausforderungen, vor denen pharmazeutische Forscher:innen stehen, in den vergangenen Jahren nicht gerade kleiner geworden sind. Klinische Studien sind komplex, zeitintensiv – und erreichen allzu oft die gesetzten Ziele nicht. Doch Aufgeben kommt nicht in Frage. Der Innovations-Motor läuft auf Hochtouren.

Die Impfung ist der beste Schutz gegen COVID-19. Doch für über drei Millionen Menschen gilt: Sie funktioniert aufgrund ihres Gesundheitszustands entweder nur unzureichend oder gar nicht. Eine Lösung sind monoklonale Antikörper. Foto: ©iStock.com/Inside Creative House

COVID-19: Antikörper für gefährdete Patient:innen

Die Impfung ist der beste Schutz gegen COVID-19. Doch für über drei Millionen Menschen in Deutschland gilt: Die aktive Immunisierung funktioniert aufgrund ihres Gesundheitszustands entweder nur unzureichend oder gar nicht. Doch auch für sie wird geforscht. Monoklonale Antikörper helfen dem Immunsystem, den entsprechenden Schutz aufzubauen.

Wie den Forschungsstandort Deutschland stärken? Konkrete Handlungsempfehlungen haben Vertreter:innen aus Forschung  Medizin  Pharma und Biotech-Branche erarbeitet. Foto: ©Juergen Sendel JS4

Spitzenforschung in Deutschland – oder in anderen Ländern?

„Die deutsche Forschung liefert Spitzenleistung, besonders in der Pharma- und Biotechnologie, und trotzdem hängen uns andere Länder im internationalen Vergleich immer mehr ab“, erklärte Journalistin Jutta Neumann, die durch einen vom forschenden Pharmaunternehmen Novartis initiierten politischen Abend führte. Was muss passieren, um diesen Negativtrend zu brechen? Vertreter:innen aus Forschung, Medizin, Pharma und Biotech-Branche haben dazu konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet – und sie in ein Positionspapier gegossen. Es wurde nun der Politik übergeben.

72 3 Milliarden Euro: Auf diesen Betrag summieren sich die Rabatte und andere Kostendämpfungsmaßnahmen  die die Pharmaindustrie zugunsten der Krankenkassen zwischen 2010 und 2020 gezahlt hat. Foto: ©iStock.com/ipopba

72.000.000.000 Euro

72,3 Milliarden Euro: Auf diesen Betrag summieren sich die Rabatte und andere Kostendämpfungsmaßnahmen, die die pharmazeutische Industrie zugunsten der Gesetzlichen Krankenkassen zwischen 2010 und 2020 gezahlt hat. Dass das negative Folgen hat, zeigt eine Studie.

Darmkrebs könnte in Deutschland längst verschwunden sein – wir haben mit einem Experten darüber gesprochen  weshalb das noch nicht der Fall ist und was geschehen müsste. Foto: ©iStock.com/PhonlamaiPhoto

Was eine Darmspiegelung wirklich bringt

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 26.000 Menschen an Darmkrebs – ein Schicksal, das durch eine rechtzeitige Darmspiegelung vermeidbar wäre. Wir haben mit dem Gastroenterologen und Darmkrebs-Experten Dr. Jens Aschenbeck über alle Fragen rund um das Thema „Darmspiegelung“ gesprochen.

Daten aus England zeigen: 2020 haben mehr heterosexuelle Menschen eine HIV-Diagnose erhalten als schwule und bisexuelle Männer. Foto: ©iStock.com/utah778

HIV: Wähnen sich Heterosexuelle zu sehr in Sicherheit?

2020 haben in England mehr heterosexuelle Menschen eine HIV-Diagnose erhalten als schwule und bisexuelle Männer. Diese Daten der „UK Health Security Agency“ zeigen: Es braucht ein Umdenken, soll HIV nachhaltig eingedämmt werden – in der Politik, in der Bevölkerung, im Gesundheitswesen. Denn Strategien, die vor allem auf klassische Risikogruppen abzielen, genügen nicht. Das gilt auch für Deutschland.

© Pharma Fakten e.V.
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