
Eine Anleitung zum „Pharma-Blues“
Jedes Jahr aufs Neue soll der Arzneiverordnungs-Report (AVR) beweisen, wie viele Milliarden Euro bei Arzneien eingespart werden könnten. Doch die Autoren begehen methodische Fehler.

Jedes Jahr aufs Neue soll der Arzneiverordnungs-Report (AVR) beweisen, wie viele Milliarden Euro bei Arzneien eingespart werden könnten. Doch die Autoren begehen methodische Fehler.

Amerikanische Forscher sind einem hoch wirksamen Impfstoff gegen unterschiedliche Influenza-Viren auf der Spur. Eine aussichtsreiche Fährte führt zu einer bisher wenig beachteten Eigenheit des menschlichen Immunsystems. Ist es unbekannten Virenstämmen ausgesetzt, entwickelt es offenbar effektivere Antikörper.

Die Grippesaison 2014/2015 hat begonnen. Nach einer glimpflich verlaufenen Vorjahressaison rechnen Experten diesmal mit einer deutlich höheren Zahl an Grippefällen. Speziell Risikogruppen wie älteren oder geschwächten Menschen sowie Schwangeren rät die Ständige Impfkommission zur Grippeimpfung.

Viele Innovationen der Pharmaindustrie kommen nicht bei den Patienten an. Die Ursache sieht der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) in der Angst der Ärzte vor Regressforderungen der Krankenkassen. Die Krankenkassen allerdings wollen von Verschreibungsquoten nichts hören. Und die Ärzte? Die sorgen sich um Regresse, halten sich aber zurück. Dabei dreht sich alles um ihre Freiheit, die Therapie ihrer Wahl zu verschreiben.

Die Kosten für Arzneimittel hat das Gesundheitssystem im Griff – die Qualität der Versorgung nicht. Dieses Fazit zog der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) heute bei der Vorstellung der neunten Ausgabe des Arzneimittel-Atlas. Innovative Arzneimittel würden zu wenig verschrieben, die Impfquoten seien zu gering. „Die Kostenfixierung ist zur Gesundheits- und Präventionsbremse geworden“, sagte Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des vfa.

Zum Auftakt des Pharma-Dialogs sind heute im Gesundheitsministerium (BMG) in Berlin Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung zusammengekommen. „Deutschland braucht eine starke Pharmaindustrie“, betonte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in seiner Rede. Nur durch ein Miteinander von Forschung, Politik und Industrie könne das Gesundheitssystem dauerhaft gestärkt werden.

Berichte über sich verzögernde Arzneimittellieferungen tauchen in den Medien immer wieder auf. Auch der Deutsche Bundestag hat sich in den vergangenen Jahren häufiger mit diesem Thema befasst. Klar ist jedoch: einen akuten Notstand bei der Versorgung mit Arzneien muss niemand befürchten.

Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist der 10.000. Antrag zur Genehmigung einer Klinischen Prüfung von Arzneimitteln eingegangen. So viele Klinische Prüfungen werden in keinem anderen Land in Europa beantragt.

Lungenerkrankungen sind zurzeit die weltweit zweithäufigste Todesursache. Um das Bewusstsein für diese Krankheitsgruppen zu steigern, haben die European Respiratory Society (ERS) und die European Lung Foundation (ELF) zusammen mit Pharmaunternehmen ein neues Informationsportal gestartet. Auf „Healthy Lungs For Life“ sind zahlreiche Informationen zum Thema Lungengesundheit abrufbar. Die Homepage soll Lungen-Patienten mit praktischen Tipps für den Alltag weiterhelfen sowie Vorbeugungsarbeit leisten.

Ende August, Anfang September beginnen die Impfstoffhersteller mit der Auslieferung: Über 14 Millionen Dosen an Grippeimpfstoffen verlassen um diese Zeit Jahr für Jahr die Lager der Hersteller und werden über Großhandel und Apotheken an die Arztpraxen verteilt: Die Bundesrepublik rüstet sich gegen die jährliche Influenza. Aber sie tut das mit angezogener Handbremse.

Jedes Jahr aufs Neue soll der Arzneiverordnungs-Report (AVR) beweisen, wie viele Milliarden Euro bei Arzneien eingespart werden könnten. Doch die Autoren begehen methodische Fehler.

Amerikanische Forscher sind einem hoch wirksamen Impfstoff gegen unterschiedliche Influenza-Viren auf der Spur. Eine aussichtsreiche Fährte führt zu einer bisher wenig beachteten Eigenheit des menschlichen Immunsystems. Ist es unbekannten Virenstämmen ausgesetzt, entwickelt es offenbar effektivere Antikörper.

Die Grippesaison 2014/2015 hat begonnen. Nach einer glimpflich verlaufenen Vorjahressaison rechnen Experten diesmal mit einer deutlich höheren Zahl an Grippefällen. Speziell Risikogruppen wie älteren oder geschwächten Menschen sowie Schwangeren rät die Ständige Impfkommission zur Grippeimpfung.

Viele Innovationen der Pharmaindustrie kommen nicht bei den Patienten an. Die Ursache sieht der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) in der Angst der Ärzte vor Regressforderungen der Krankenkassen. Die Krankenkassen allerdings wollen von Verschreibungsquoten nichts hören. Und die Ärzte? Die sorgen sich um Regresse, halten sich aber zurück. Dabei dreht sich alles um ihre Freiheit, die Therapie ihrer Wahl zu verschreiben.

Die Kosten für Arzneimittel hat das Gesundheitssystem im Griff – die Qualität der Versorgung nicht. Dieses Fazit zog der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) heute bei der Vorstellung der neunten Ausgabe des Arzneimittel-Atlas. Innovative Arzneimittel würden zu wenig verschrieben, die Impfquoten seien zu gering. „Die Kostenfixierung ist zur Gesundheits- und Präventionsbremse geworden“, sagte Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des vfa.

Zum Auftakt des Pharma-Dialogs sind heute im Gesundheitsministerium (BMG) in Berlin Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung zusammengekommen. „Deutschland braucht eine starke Pharmaindustrie“, betonte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in seiner Rede. Nur durch ein Miteinander von Forschung, Politik und Industrie könne das Gesundheitssystem dauerhaft gestärkt werden.

Berichte über sich verzögernde Arzneimittellieferungen tauchen in den Medien immer wieder auf. Auch der Deutsche Bundestag hat sich in den vergangenen Jahren häufiger mit diesem Thema befasst. Klar ist jedoch: einen akuten Notstand bei der Versorgung mit Arzneien muss niemand befürchten.

Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist der 10.000. Antrag zur Genehmigung einer Klinischen Prüfung von Arzneimitteln eingegangen. So viele Klinische Prüfungen werden in keinem anderen Land in Europa beantragt.

Lungenerkrankungen sind zurzeit die weltweit zweithäufigste Todesursache. Um das Bewusstsein für diese Krankheitsgruppen zu steigern, haben die European Respiratory Society (ERS) und die European Lung Foundation (ELF) zusammen mit Pharmaunternehmen ein neues Informationsportal gestartet. Auf „Healthy Lungs For Life“ sind zahlreiche Informationen zum Thema Lungengesundheit abrufbar. Die Homepage soll Lungen-Patienten mit praktischen Tipps für den Alltag weiterhelfen sowie Vorbeugungsarbeit leisten.

Ende August, Anfang September beginnen die Impfstoffhersteller mit der Auslieferung: Über 14 Millionen Dosen an Grippeimpfstoffen verlassen um diese Zeit Jahr für Jahr die Lager der Hersteller und werden über Großhandel und Apotheken an die Arztpraxen verteilt: Die Bundesrepublik rüstet sich gegen die jährliche Influenza. Aber sie tut das mit angezogener Handbremse.
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Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.