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Die Art und Weise  wie heute mit Fettleibigkeit – ein wichtiger Risikofaktor für Diabetes – umgegangen wird  ist nicht mehr zeitgemäß  sagen Wissenschaftler. Foto: ©iStock.com/Piyapong Thongcharoen

Diabetes: Es braucht ein Umdenken in Sachen Adipositas

Fettleibigkeit (Adipositas) ist ein Hauptrisikofaktor für die Entwicklung von Typ 2-Diabetes. Wissenschaftler eines europäischen Forschungsprojektes vertreten die Auffassung, dass sich im Kampf gegen die „Diabetes-Epidemie“, die Art und Weise, wie wir heute mit Adipositas umgehen, ändern muss. Sie fordern ein „Umdenken“. 29 Partner aus Industrie, akademischer Welt und Gesellschaft haben sich daher zu dem Konsortium „SOPHIA“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel: ein neues, tiefer gehendes Verständnis von der Erkrankung, das es ermöglicht, vorherzusagen, welcher Adipositas-Patient Komplikationen wie etwa Diabetes entwickeln könnte. Letztlich geht es dabei auch um personalisierte Therapie.

Die Corona-Pandemie hat weltweit die Behandlung anderer Erkrankungen in den Hintergrund gerückt. Mit fatalen Folgen  wie eine Studie zeigt. Foto: ©iStock.com/peterschreiber.media

Krebs in der Pandemie: Mehr Tote durch Therapieaufschub

Die Corona-Pandemie hat weltweit die Behandlung anderer Erkrankungen in den Hintergrund gerückt. Mit im wortwörtlichen Sinne fatalen Folgen, wie das Beispiel Krebs zeigt: Bereits bei einer vierwöchigen Verzögerung einer Krebsbehandlung lässt sich eine erheblich erhöhte Sterblichkeit statistisch nachweisen. Das ergibt eine Metaanalyse, die im renommierten Fachblatt BMJ veröffentlicht wurde.

In den vergangenen Jahren sind viele zielgerichtete Therapien gegen Lungenkrebs in die Versorgung gekommen. Aber ein Drittel der Patient:innen, für die die Therapien in Frage kommen, erhält sie nicht. Ein Interview mit Professor Dr. Jürgen Wolf. Foto: ©iStock.com/peterschreiber.media

Lungenkrebs: Halbierung der Sterblichkeit in Sicht

Kaum eine andere Krebsart verbreitete über Jahrzehnte hinweg so viel Schrecken wie der Lungenkrebs: Er zählte zu den häufigsten und tödlichsten Krebsarten. In den vergangenen zehn Jahren gab es allerdings dramatische positive Veränderungen. Welche das sind, wie sie zustande kamen und was in den kommenden Jahren getan werden muss, darüber sprach eine Expertenrunde zum Thema „Lungenkrebs“ bei „Vision Zero 2020“, einem interdisziplinären Symposium, das jährlich in Berlin stattfindet – diesmal coronabedingt in virtueller Form.

In der COVID-19-Pandemie sind die Menschen einer Flut an Informationen ausgesetzt. Manche sind Falschinformationen. Sie können tödliche Folgen haben.In der COVID-19-Pandemie sind die Menschen einer Flut an Informationen ausgesetzt. Manche sind Falschinformationen. Sie können tödliche Folgen haben.

In einer „Infodemie“ zählt jeder Einzelne

„In Bezug auf COVID-19 sind wir alle tagtäglich einer gewaltigen Menge an Informationen ausgesetzt – nicht alle davon sind vertrauenswürdig“, schreibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Selbst für Wissenschaftler ist es eine große Herausforderung, der Flut an neuen Studien und Erkenntnissen Herr zu werden. Trotzdem gilt für uns alle: Mit ein paar relativ simplen Maßnahmen lässt sich die Verbreitung von Falschinformationen eindämmen. Fake News können tödliche Folgen haben.

Neue Medikamente zur Behandlung der Mukoviszidose sind das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung und milliardenschwerer Investitionen. Foto: Jonathan Browning

Mit CFTR-Modulatoren die Mukoviszidose bekämpfen

Mukoviszidose ist eine seltene, lebensverkürzende, genetische Erkrankung, die in Deutschland rund 6.300 Menschen betrifft. Bis zum Jahr 2012 konnten Ärztinnen und Ärzte nur die Symptome behandeln. Doch seitdem kommen immer mehr Medikamente auf den Markt, die die Erkrankung an ihrer Ursache angreifen. Sie sind das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung und milliardenschwerer Investitionen. Und für die Patienten eine große Chance.

Individuelle Präventionskonzepte könnten die Rate an Brustkrebs-Erkrankungen deutlich senken – bei der „Vision Zero 2020“ diskutierten medizinische Experten darüber  wie solche Konzepte aussehen könnten. Foto: CC0 (Stencil)

Wie moderne Prävention das Brustkrebs-Risiko senken könnte

Jede achte Frau erkrankt bis zu ihrem 80. Lebensjahr an Brustkrebs, mit 29,5 Prozent aller Erkrankten ist es der häufigste Tumor bei Frauen. Das soll sich ändern. Wie das funktionieren könnte, darüber diskutierten Mediziner auf der „Vision Zero 2020“, die kein geringeres Ziel hatte als „die Neuvermessung der Onkologie“.

Welche Lehren lassen sich aus der Coronakrise für den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland und Europa ziehen? Über diese Frage diskutierte eine Expertenrunde beim 19. Europäischen Gesundheitskongress. Credit: WISO

Forschung und Innovationen: Lehren aus der Coronakrise

Der 19. Europäische Gesundheitskongress in München fand wegen des Coronavirus in diesem Jahr in digitaler Form statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Mut zur Zukunft“ – und dazu gehörte auch die Frage, welche wichtigen Lehren der Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland und Europa aus der Coronakrise ziehen sollte.

In einer Publikation hat ein deutsches Wissenschaftler-Team dargelegt  wie sich Impfverhalten psychologisch erklären  messen und verändern lässt. ©iStock.com/Rallef

Impfen in Deutschland: Wo ist der Ehrgeiz?

Es herrscht in Deutschland eine merkwürdige Dissonanz zwischen der Einsicht in die Kraft von Impfungen, der vorhandenen Evidenz und der – mäßigen – Power, mit der man hohe Impfquoten erreichen will. Dabei sind alle Instrumente vorhanden, um die Impfbereitschaft nachhaltig zu erhöhen.

Eine weit verbreitete  aber eigentlich gut behandelbare Hauterkrankung stand im Mittelpunkt einer digitalen Gesprächsrunde zum Thema: „Wie wichtig ist uns unsere Haut?“ Foto: ©iStock.com/relif

Häufige Hauterkrankung: Wie Medikamente die Stigmatisierung beenden könnten

Der Titel klingt sperrig, doch die Veranstaltung selbst ging unter die Haut: „Wie wichtig ist uns unsere Haut? Statt Stigma mehr Lebens- und Versorgungsqualität!“ Darüber diskutierte eine Expertenrunde bei einer Online-Veranstaltung, die ursprünglich als Präsenz-Veranstaltung in München geplant war. In dem Gespräch ging es um eine weit verbreitete Krankheit, die kaum im Fokus der Öffentlichkeit steht – und das, obwohl es in den letzten Jahren sensationelle Fortschritte in der Behandlung gab.

„Vision Zero. Die Neuvermessung der Onkologie“: So lautete der Titel eines interdisziplinären Symposiums  bei dem führende Krebsärzte  Entscheider im Gesundheitswesen  Patientenvertreter  Wissenschaftler  Politiker und Vertreter der pharmazeutischen Industrie über die Zukunft der Krebsbekämpfung diskutierten. Ein Grußwort kam von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Mitte). ©Stefanie Herbst  Berlin

Vision Zero bei Krebs: „Unsere Patienten können nicht warten“

„Vision Zero. Die Neuvermessung der Onkologie“: So lautete der Titel des interdisziplinären Symposiums. Dort diskutierten führende Krebsärzte, Entscheider im Gesundheitswesen, Patientenvertreter, Wissenschaftler, Politiker und Vertreter der pharmazeutischen Industrie über die Zukunft der Krebsbekämpfung. Dabei wurde deutlich: Es sind eigentlich alle Instrumente vorhanden, um Krebs wesentlich erfolgreicher zu bekämpfen. Sie werden nur zu wenig und zu wenig vernetzt genutzt.

© Pharma Fakten e.V.
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