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So weiblich ist die Pharmaindustrie

Sie ist ein attraktiver Arbeitgeber für Frauen: In der deutschen Pharmaindustrie sind rund 41 Prozent der Arbeitnehmer weiblich. Der Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes liegt hingegen bei rund 18 Prozent. Das geht aus Zahlen hervor, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) zusammengestellt hat.

Am Leben teilhaben und bestmöglich medizinisch versorgt werden: Für einige MS-Patienten ist das nur ein Wunschdenken. Das soll sich zukünftig ändern. Foto: ©iStock.com/Stadtratte

Multiple Sklerose 2030: Bessere Versorgung, mehr Teilhabe

„An MS erkrankte Menschen wollen am Leben teilhaben und optimal medizinisch und therapeutisch versorgt werden“, heißt es in einem aktuellen White Paper, das der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband (DMSG) mit einem Bündnis aus Ärzten veröffentlicht hat. Die Realität ist jedoch häufig eine andere. Verzögerter Therapiebeginn, eingeschränkte Mobilität sowie die emotionale und finanzielle Belastung sind nur einige von vielen Herausforderungen, vor denen die Erkrankten stehen.

Mit Daten aus dem Praxis-Alltag die medizinische Versorgung der Patienten verbessern: In Deutschland wird diese Chance noch zu wenig genutzt. Foto: ©iStock.com/YakobchukOlena

Medizinische Versorgung im Realitätscheck

Umfangreiche klinische Daten zu diagnostischen oder therapeutischen Verfahren sind schön und gut. Doch die Wirklichkeit im Praxis-Alltag sieht oft ganz anders aus. Hier kommt die Versorgungsforschung ins Spiel: Sie wirft zum Beispiel einen Blick auf die Wirksamkeit von Medikamenten in der Realität und ermöglicht es so, die medizinische Versorgung der Patienten zu verbessern. Diese Chance wird in Deutschland noch zu wenig genutzt.

Sepsis: Häufiger als bisher angenommen

Geschätzte 50 Millionen Menschen weltweit hatten im Jahr 2017 eine Sepsis – und 11 Millionen davon erlagen ihrer Blutvergiftung. Das ist doppelt so viel wie bisher angenommen. Das geht aus einer Studie hervor, die das Fachblatt The Lancet veröffentlicht hat.

Sepsis

Sepsis (Blutvergiftung) bezeichnet den lebensbedrohlichen Zustand, der entsteht, wenn die Reaktion des Körpers auf eine Infektion zu einer Organdysfunktion oder einem Organversagen führt.

Weniger Raucher  bessere Diagnostik  neue Therapien: Die Krebssterberaten in den USA fallen. Foto: ©iStock.com/Levent Konuk

Krebs in den USA: Sterberaten fallen immer schneller

Seit 1991 sind die Krebssterberaten in den USA um durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr gesunken. Aber allein zwischen 2016 und 2017 hat die American Cancer Society (ACS) einen Rückgang um 2,2 Prozent errechnet. Es ist der stärkste je im Zeitraum von nur einem Jahr gemessene Rückgang.

Ein Forscherteam hat untersucht  wie hoch die Krankheitslast durch den Konsum von Alkohol weltweit ausfällt. Die Ergebnisse sind erschreckend. Foto: CC0 (Stencil)

Alkoholkonsum: 3 Millionen Todesfälle weltweit

Weltweit nimmt der Konsum von Alkohol zu. Ein Forscherteam hat vor diesem Hintergrund untersucht, wie hoch die Krankheitslast ist, die durch das Trinken von Bier, Whiskey und Co. entsteht. Alkohol ist demnach nicht nur ein Hauptrisikofaktor für viele Erkrankungen – sondern auch Grund für mehrere Millionen Todesfälle.

Immer mehr Tumorfälle in Deutschland

Die Zahl der Krebsneuerkrankungen in Deutschland wächst und wächst. „Da für fast alle Krebsarten das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter ansteigt, ist theoretisch durch die steigende Zahl älterer Menschen in der Bevölkerung derzeit ein Anstieg von rund einem Prozent pro Jahr zu erwarten“, so das Robert Koch-Institut. Die Experten sagen für 2020 rund 510.000 Erkrankungsfälle voraus. Das heißt: Allein in diesem Jahr werden Ärzte bei rund 510.000 Menschen in der Bundesrepublik einen Tumor diagnostizieren.

Zirrhose

Krankhafte Vermehrung der Bindegewebsanteile eines Organs (Leber, Niere, Lunge) zu Lasten des organspezifischen Gewebes; führt zur Verhärtung, Vernarbung und Schrumpfung. Ist meist Folge einer chronischen Entzündung, z.B. mit Hepatitis-Viren.

opnMe.com heißt eine Webseite des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim. Dort können sich Wissenschaftler mit wenigen Klicks Moleküle bestellen – und das völlig umsonst. Das Ziel lautet: Bessere Medikamente schneller entwickeln. Foto: CC0 (Stencil)

Pharma-Forschung: Exklusive Wirkstoffmoleküle zu bestellen

opnMe.com heißt eine Webseite des deutschen Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim. Dort können sich Wissenschaftler mit wenigen Klicks Moleküle bestellen – und das völlig umsonst. Das gibt ihnen die Möglichkeit, ihre eigene Forschung voranzutreiben, und das vollkommen unabhängig. Alternativ können sie sich für eine Kollaboration zu einem bestimmten Wirkstoffkandidaten bewerben. Das Ziel: Mit den besten Teams der Welt zusammenarbeiten, um aus vielversprechenden Wirkstoffen neue Therapien gegen schwere Erkrankungen zu entwickeln. Ein Interview mit Dr. Florian Montel, der bei Boehringer Ingelheim für opnMe.com verantwortlich ist.

© Pharma Fakten e.V.
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