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Noch immer gibt es für die überwältigende Mehrheit der seltenen Erkrankungen keine ursächliche Therapie. Woran das liegt  zeigte sich auf einem Online-Talk der Care4Rare-Stiftung. Foto: CC0 (Stencil)

11,5 Millionen gesunde Lebensjahre durch Krebs bei Kindern verloren

2017 erkrankten 416.500 unter 20-Jährige weltweit neu an Krebs. Obwohl diese Zahl „vergleichsweise niedrig“ ist, ist die Krankheitslast „erheblich“. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die in der Fachzeitschrift „The Lancet Oncology“ erschienen ist. Demnach führte Krebs bei Kindern und Heranwachsenden 2017 weltweit zu 11,5 Millionen Lebensjahren, die durch Krankheit, Behinderung und Tod nicht in Gesundheit gelebt wurden. Vor allem ärmere Länder sind betroffen.

Der Fußabdruck der pharmazeutischen Industrie in Europa

Sie ist „Treiber für ökonomisches Wachstum“ und hat „bedeutenden, positiven Einfluss auf die öffentliche Gesundheit“: Laut Nathalie Moll, Generaldirektorin des europäischen Pharma-Dachverbands EFPIA, ist die forschende, pharmazeutische Industrie für Europa von entscheidender strategischer Bedeutung. Das unterstreicht eine Analyse, die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC durchgeführt hat.

QALY

Ein qualitätskorrigiertes Lebensjahr (quality-adjusted life year, kurz QALY) ist ein Maß, das in der Gesundheitsökonomie zum Einsatz kommt und sowohl die Länge als auch Qualität des Lebens berücksichtigt.

Über den Einsatz von Herz-Kreislauf-Therapien gibt es einen großen Wissensschatz. Die Versorgungsforschung kann trotzdem zu neuen Erkenntnissen führen  weiß IQVIA. Foto: CC0 (Stencil)

Neue Erkenntnisse zu bewährten Herz-Kreislauf-Therapien

Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden heutzutage vor allem mit Generika behandelt. Dabei handelt es sich um wirkstoffgleiche Nachahmerpräparate von Erstanbieterprodukten. Anwendung und Wirkweise der Therapien gelten als gut belegt. Das Beratungsunternehmen IQVIA hat in einem Bericht unter Beweis gestellt: Versorgungsforschung kann auch hier „noch neue Erkenntnisse generieren und damit Wissen erweitern“.

In einer fünfjährigen Partnerschaft wollen sich Experten aus Human- und Tiermedizin gemeinsam dem Kampf gegen Zoonosen stellen. Foto: CC0 (Stencil)

ZAPI-Projekt: Für die Gesundheit von Mensch und Tier

Das Wort „Zoonose“ kommt aus dem Griechischen: „zoon“ steht für Tier und „nosos“ bedeutet Erkrankung. Gemeint sind Infektionskrankheiten, die zwischen Mensch und Tier (wechselseitig) übertragen werden. Das kommt häufiger vor, als man denkt. Das Projekt „Zoonose Anticipation and Preparedness Initiative“ (ZAPI) bringt daher über 20 europäische Partner aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), öffentlicher Forschung und Pharmaindustrie an einen Tisch, um sich gemeinsam dem Kampf gegen Zoonosen zu stellen.

Hepatitis B: Eliminierung bis 2030 fraglich

Geht es nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO), soll Hepatitis B in elf Jahren weltweit eliminiert sein. Aber das Ziel rückt in weite Ferne: In Europa nimmt zwar die Zahl der akuten Infektionen ab, dafür steigt die Zahl der Chroniker. Um die Eliminierung zu erreichen, müssten die Schlüsselmaßnahmen erheblich ausgeweitet werden, heißt es im Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, kurz: ECDC.

ECDC

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (European Centre for Disease Prevention and Control, ECDC) ist eine im Jahr 2004 gegründete Agentur der EU mit dem Ziel, infektiöse Krankheiten besser bekämpfen zu können.

Im Pharma Fakten-Interview erklärt Dr. Franz Böhme  Leiter Medical Affairs Onkologie/Hämatologie bei Bayer Vital  wie Radioaktivität in der Therapie von Krankheiten zum Einsatz kommt. Foto: © Gorodenkoff Productions - iStock

Radioaktive Arzneimittel: Gezielte Strahlung gegen Krankheiten

„Strahlenangst oder Radiophobie ist die Angst vor negativen Folgen bestimmter Strahlungsarten.“ So lautet ein Eintrag in der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dabei kann Radioaktivität, d.h. die Eigenschaft instabiler Atomkerne sich von selbst unter Abgabe von Strahlung umzuwandeln, sinnvoll genutzt werden – etwa in der Medizin. Zielgerichtet und schonend: So kommen sogenannte Radiopharmaka gegen Krankheiten wie Prostatakrebs zum Einsatz. Ein Interview mit Dr. Franz Böhme, Leiter Medical Affairs Onkologie/Hämatologie bei Bayer Vital.

Anfang kommenden Jahres soll das Digitale-Versorgung-Gesetz in Kraft treten – für die Patienten ergeben sich dadurch ganz neue Möglichkeiten. Foto: CC0 (Stencil)

„Digitale-Versorgung-Gesetz“: Apps, Videosprechstunden, aber (noch) keine elektronische Patientenakte

Ärzte dürfen Apps verordnen und über Videosprechstunden informieren, aber die elektronische Patientenakte wird es so schnell noch nicht geben: Das Bundeskabinett hat das „Digitale-Versorgung-Gesetz“ (DVG) beschlossen – in einer deutlich abgespeckten Version. „In den kommenden Monaten werden wir den Gesetzentwurf im Deutschen Bundestag beraten, damit das Gesetz Anfang des Jahres 2020 in Kraft treten kann“, so die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag. Die Reaktionen auf den neuesten Wurf aus dem Gesundheitsministerium fallen gemischt aus.

Der BPI hat die AMNOG-Daten 2019 veröffentlicht. Foto: © iStock.com/utah778

AMNOG-Verfahren: Noch immer knirscht es im Gebälk

Sorgt die Frühe Nutzenbewertung neuer Medikamente (das so genannte „AMNOG-Verfahren“) dafür, dass die Verfügbarkeit neuer Medikamente durch Marktaustritte beeinträchtigt ist und verfügbare Innovationen nur unzureichend beim Patienten ankommen? Wirkt das AMNOG als Versorgungshürde? Dafür sehen die Autoren des vom Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) vorgelegten Berichts „AMNOG-Daten 2019“ zunehmend Anzeichen.

© Pharma Fakten e.V.
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