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Reisebeschränkungen: Menschen mit HIV werden noch immer diskriminiert

Vom 21. bis 24. Juli findet in Mexiko die zehnte „IAS Conference on HIV Science” (IAS 2019) statt. Etwa 6.000 Experten aus aller Welt werden sich dort über neueste Forschungserkenntnisse zu HIV austauschen. Klar ist schon jetzt: Die Erkrankung muss heute kein Todesurteil mehr sein; Infizierte können mit einer nahezu normalen Lebenserwartung rechnen und HIV ist unter Therapie nicht übertragbar. Frei von Diskriminierung und Stigmatisierung sind die Betroffenen trotzdem nicht. So bestehen etwa laut UNAIDS, dem HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen, in 48 Ländern, Territorien und Regionen noch Reisebeschränkungen, die mit HIV zusammenhängen.

Mediziner Dr. Ludwin Ley im Interview: Ein 60-jähriger Patient mit Typ-2-Diabetes verliert im Mittel sechs Lebensjahre. In Kombination mit einem Herzinfarkt sind es sogar zwölf. Foto: © iStock.com/Boarding1Now (Markus Mainka)

Paradigmenwechsel bei der Diabetes-Therapie: Mehr als nur eine „Zuckerkrankheit“

Ein 60-jähriger Patient mit Typ-2-Diabetes verliert im Mittel sechs Lebensjahre. In Kombination mit einem Herzinfarkt können es im Mittel sogar zwölf sein, erzählt der Mediziner Dr. Ludwin Ley von Boehringer Ingelheim im Pharma Fakten-Interview. Immerhin: Zunehmend rückt in der Therapie in den Fokus, dass Diabetes nicht nur eine „Zuckerkrankheit“, sondern auch ein Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall und frühzeitiger Tod ist.

Aufsichtsbehörden verlassen sich bei der Arzneimittelzulassung auf randomisierte kontrollierte Studien. Allerdings stößt das Studiendesign immer öfter an Grenzen. Foto: CC0 (Stencil)

Biologika und Biosimilars: Daten aus „Real World“ bestätigen klinische Studien

Der Wechsel von einem Biologikum zu einem günstigeren Nachahmerpräparat („Biosimilar“) ist sowohl in der medizinischen Versorgung als auch in der Gesundheitspolitik ein viel diskutiertes Thema. Schließlich geht es nicht nur um mögliche Kosteneinsparungen, sondern auch um die optimale Behandlung der Patienten. Forscher des Beratungsunternehmens IQVIA haben daher Untersuchungen zur Vergleichbarkeit von Original und Biosimilar auf Basis von Daten aus dem Versorgungsalltag durchgeführt.

Immer mehr Diagnosen bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) spricht bzgl. der Jahre von 2009 bis 2017 von einer relativen Zunahme um 25 Prozent: COPD, eine fortschreitende Erkrankung der Lunge wird immer häufiger diagnostiziert. „Es ist davon auszugehen, dass die Bedeutung in der vertragsärztlichen Versorgung weiter zunehmen wird“, so die Experten.

CLL: Fortschritte in der Krebstherapie

Die Chronische Lymphatische Leukämie, kurz CLL, ist die in unseren Breitengraden am häufigsten vorkommende Blutkrebsart. Die Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung haben sich in den vergangenen Jahren stark verbessert.

PROTACs repräsentieren eine ganz neue Klasse an Arzneimittelkandidaten: Sie machen sich die körpereigene „Müllabfuhr“ zu Nutze. Foto: © iStock.com/ Mike_Kiev

PROTACs im Kampf gegen Krankheiten: Die Müllabfuhr kommt

Noch immer gibt es für zahlreiche Krankheiten – von Alzheimer bis hin zu Tumoren – keine oder unzureichende Behandlungsoptionen. Hoffnung machen sogenannte PROTACs (proteolysis targeting chimera). Sie repräsentieren eine ganz neue Klasse an Arzneimittelkandidaten und machen sich die körpereigene „Müllabfuhr“ zu Nutze. Krankheitserzeugende Proteine sollen damit zersetzt werden.

Der Bundesrat hat jetzt einem umstrittenen Gesetz zugestimmt  das die Sicherheit in der Arzneimittelversorgung verbessern soll. Foto: CC0 (Stencil)

Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV): „Verpasste Chance“

Das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) wird voraussichtlich noch im Juli in Kraft treten. Nach dem Bundestag hat am 28. Juni auch der Bundesrat dem Entwurf des Gesundheitsministeriums zugestimmt und damit die Empfehlungen seines Gesundheitsausschusses ignoriert – dieser hatte das Gesetz vor einer Zustimmung in den Vermittlungsausschuss überweisen wollen. Aus guten Gründen.

Großes Engagement für die Waisen des Gesundheitssystems

343 Verfahren wurden bereits im Rahmen der frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln (Stand: 14.05.2019) abgeschlossen. Mehr als ein Fünftel davon (22,74 %) bezieht sich auf Medikamente gegen seltene Erkrankungen – sogenannte Orphan Drugs. Das geht aus Daten des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hervor.

Laut des aktuellen Biotech-Reports  den der vfa bio gemeinsam mit der Boston Consulting Group (BCG) in Frankfurt a.M. vorstellte  gab es vergangenes Jahr 38 Zulassungen für Biopharmazeutika. Foto: © iStock.com/monkeybusinessimages (Catherine Yeulet)

Neue Bestmarke bei Biopharmazeutika-Zulassungen

Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen bio (vfa bio) spricht von einer neuen „Bestmarke“: Im vergangenen Jahr gab es „mit 38 so viele Zulassungen für Biopharmazeutika wie sonst in zwei Jahren zusammen“. Das geht aus dem aktuellen Biotech-Report hervor, den die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) erarbeitet hat. „Die medizinische Biotechnologie ist therapeutisch wie ökonomisch stark“, erklärte Dr. Frank Mathias, Vorsitzender von vfa bio, bei der Vorstellung des Berichts in Frankfurt am Main.

Der Fortschritt in der Onkologie  der Kampf gegen den Krebs  ist schnell – und er ist unübersehbar. Ein Bericht vom diesjährigen Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit (HSK 2019). Foto: CC0 (Stencil)

Krebs: Chronik des Fortschritts

Der Fortschritt in der Onkologie, der Kampf gegen den Krebs, ist schnell – und er ist unübersehbar. Dieser Erkenntnis konnte sich auf dem diesjährigen Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit (HSK 2019) niemand, der die entsprechenden Veranstaltungen besuchte, entziehen.

© Pharma Fakten e.V.
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