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Therapietreue: Das A und O im Kampf gegen Krankheiten

Medikamente können Leben retten. Mit ihnen können Krankheiten behandelt und Symptome gelindert werden. Voraussetzung allerdings ist, dass die Patienten sie wie verordnet einnehmen. Täglich sterben mehrere hundert Menschen in der Europäischen Union (EU) aufgrund von schlechter Therapietreue.

Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Foto: © www.worldcancerday.org

1 160 000 000 000 US-Dollar: So viel kostet Krebs weltweit

Im vergangenen Jahr sind 12 neue Krebsmedikamente auf den Markt gekommen – jedes dritte hierzulande neu verfügbare Medikament ist ein onkologisches Präparat. Und auch in diesem Jahr soll die hohe Schlagzahl beibehalten werden. Das ist eine wichtige Nachricht. Denn die Krebsdiagnose ist nicht nur für jeden einzelnen Betroffenen ein schweres Schicksal. Tumorerkrankungen verursachen weltweit Kosten in Billionen-Höhe.

Pharmafirmen  akademische Einrichtungen und andere Unternehmen haben eine Plattform geschaffen  um Hürden in der Arzneimittelforschung zu reduzieren.

Arzneimittelforschung: Open PHACTS schafft Überblick im Datenwust

Daten, Daten, Daten: Im World Wide Web sammelt sich so einiges an. Überblick behalten? Fehlanzeige. Gerade im Rahmen der Arzneimittelforschung kostet die Suche nach den richtigen Informationen wertvolle Zeit. Mehrere akademische Einrichtungen, Pharmafirmen und andere Unternehmen haben daher in dem Projekt „Open PHACTS“ eine frei zugängliche Plattform entwickelt, die die Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführt und leicht auffindbar macht.

Krankheiten  die bisher nicht oder nur symptomatisch behandelt werden konnten  werden therapierbar. Neue Therapien stehen aber auch wegen ihrer Preise unter Druck. Foto: © iStock.com/Design Cells

Die Pharmaindustrie in Deutschland – ein Porträt

580 pharmazeutische Unternehmen sind laut des Statistischen Bundesamtes in Deutschland gemeldet. Die Branche „steht für hochqualifizierte Mitarbeiter, beträchtliche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die Herstellung von unverzichtbaren Produkten“, heißt es in der aktuellen Ausgabe der „Pharma-Daten“ des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Ein Porträt.

Small Molecules

Klasse von Wirkstoffen, die wegen ihrer geringen Größe als niedermolekular bezeichnet wird. Durch ihre geringe Größe sind sie in der Lage, in Zellen einzudringen, um dort ihre Wirkung zu entfalten.

Verschiedene Verlaufsformen der Multiplen Sklerose

Sie heißt nicht umsonst die „Krankheit der 1.000 Gesichter“: Die Multiple Sklerose (MS), die das zentrale Nervensystem betrifft, kann sich bei jedem Patienten sehr unterschiedlich manifestieren. Dennoch lassen sich typische Verlaufsformen ausmachen: schubförmig, sekundär progredient und primär progredient.

Gen- und Zelltherapien: Science Fiction oder Realität?

Rund 300 Gen- und Zelltherapien befinden sich in der Entwicklung, wie der amerikanische Verband der forschenden Arzneimittelhersteller PhRMA berichtet. Sie könnten die Behandlung zahlreicher Erkrankungen – von Alzheimer bis Krebs – grundlegend verändern und sind das Ergebnis „jahrelanger bahnbrechender Forschung“.

Biopharmazeutika bei schwerem Asthma: Bei der Behandlung von Asthma wird eine exakte Diagnose immer wichtiger. Foto: CC0 (Stencil)

Asthma: Warum eine genaue Diagnose immer wichtiger wird

Rund acht Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Asthma bronchiale. Bei manchen Patienten ist die chronische Erkrankung der Atemwege so schwer, dass sie sie nicht mit den Standardtherapien unter Kontrolle bekommen. Ihnen können spezielle Biopharmazeutika helfen – jedoch nur unter der Voraussetzung einer präzisen Diagnostik. Sonst läuft das Potenzial der innovativen Medikamente ins Leere.

Im Pharma Fakten-Interview erklärt Dr. Franz Böhme  Leiter Medical Affairs Onkologie/Hämatologie bei Bayer Vital  wie Radioaktivität in der Therapie von Krankheiten zum Einsatz kommt. Foto: © Gorodenkoff Productions - iStock

Pharma-Bashing auf Kosten von Fakten

Pharma-Bashing ist einfach: Mit Krankheiten Geld verdienen, ist irgendwie fies. Das tun zwar Ärzte und Krankenpfleger (zum Glück) auch, aber dass die Entwicklung von Medikamenten in Unternehmen stattfindet, mögen viele nicht. Für manche Menschen ist das so unerträglich, dass ihnen für den Beleg, dass in diesem System etwas schieflaufen muss, schon mal die Fakten durcheinandergeraten – wie jüngst wieder in einer großen deutschen Tageszeitung geschehen. Ein Kommentar von Florian Martius.

© Pharma Fakten e.V.
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