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In der Digitalisierung des Gesundheitswesens steckt großes Potenzial. Deutschland hat in Sachen Digital Health Nachholbedarf.

Digital Health: In Deutschland geht noch was

Keine guten Noten für das deutsche Gesundheitswesen: Wie die Bertelsmann-Stiftung herausgefunden hat, kommt der digitale Wandel in der Gesundheit in Deutschland nur schleppend voran. Von 17 untersuchten Ländern belegt das Land nur Platz 16.

Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Aber trotz des Fortschritts durch bessere Medizintechnik und Medikamente hat sich der Anteil der Krebsausgaben  gemessen an den Gesamtausgaben für Gesundheit  kaum verändert. Foto: © iStock.com/Katarzyna Bialasiewicz Photographee.eu

Krebs: Anteil an den Gesamtausgaben bleibt stabil

Seit Jahren wird über Kosten und Nutzen neuer Krebstherapien intensiv diskutiert. Eine Studie hat nun Zahlen vorgelegt. Sie zeigt, dass die Ausgaben für Krebs in Europa, gemessen an den Gesamtausgaben für Gesundheit – mit sechs Prozent seit 1995 weitgehend konstant sind.

Opfer einer starren Bewertung? Experten fordern für Medikamente gegen Stoffwechselerkrankungen Reformen bei der Nutzenbewertung.

Stoffwechsel-Medikamente: Opfer eines starren AMNOG?

Hat das neue Arzneimittel x einen Zusatznutzen gegenüber dem auf dem Markt bereits bewährten Präparat y? Dieser Frage müssen sich Innovationen im sogenannten AMNOG-Verfahren in Deutschland stellen. Dabei haben es Medikamente gegen Stoffwechselkrankheiten besonders schwer, wie die Analyse „AMNOG-Daten 2018“ des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zeigt. Der Grund: eine starre Bewertungsmethodik.

Fortschritte im Kampf gegen TropenkrankheitenFoto: © iStock.com/Avatar_023

Große Fortschritte im Kampf gegen Tropenkrankheiten

Von den „Neglected Tropical Diseases“ (NTD) sind weltweit rund 1,5 Milliarden Menschen in 149 Ländern betroffen. Die vernachlässigten Tropenkrankheiten stehen für eine Gruppe von Infektionskrankheiten, die Kinder und Erwachsene von Schule und Arbeit fern- sowie ganze Gemeinschaften in einem Teufelskreis der Armut festhalten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 20 NTDs priorisiert, einige von ihnen sollen bis zum Jahr 2020 eliminiert sein. Hinter diesem Plan stehen einige der ehrgeizigsten Gesundheitsprogramme, die in der Geschichte der Menschheit je auf die Straße gebracht wurden. In der „London Declaration on Neglected Tropical Diseases“ haben sich im Jahr 2012 Pharmaunternehmen, Spender, betroffene Länder und Nichtregierungs-Organisationen mit dem Ziel zusammengeschlossen, bis 2020 zehn dieser Erkrankungen unter Kontrolle zu bringen oder auszurotten.

Nutzen forschende Pharmaunternehmen eine EU-Verordnung aus  um das große Geld zu machen? Ein Faktencheck. Foto: ©iStock.com/Alexander Raths

Total normal: Die GKV-Ausgaben für Arzneimittel

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine volle Agenda: Digitalisierung, Aktionsplan Diabetes, Dauerbaustelle Pflege oder Organtransplantation sind nur einige der Themen. Nur um eines muss er sich nicht kümmern: Auch in diesem Jahr sind die Ausgaben für Arzneimittel der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im Rahmen – oder eben: total normal.

Bevor ein Medikament tatsächlich beim Patienten ankommt  muss es einige Herausforderungen meistern. Foto: CC0 (Stencil)

vfa-Innovationsbilanz: 36 neue Medikamente in 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – und es ist wieder so weit: Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) veröffentlicht seine Innovationsbilanz. Demnach kamen 2018 36 Arzneimittel mit neuem Wirkstoff auf den Markt – gegen eine Vielzahl an Erkrankungen. „Für viele Patientinnen und Patienten bedeuten die neuen Medikamente bessere Behandlungsmöglichkeiten; für einige sogar die erste gezielte Therapie überhaupt“, so vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer.

Über ein Drittel aller Krebsfälle geht auf vermeidbare Risikofaktoren zurück. Doch effektive Vorbeugung hat es schwer  wenn Unwissen über Erkrankungsursachen herrscht. Foto: CC0 (Stencil)

Krebsprävention: Bleibt ihr großes Potential ungenutzt?

Krebs verbreitet Furcht und Schrecken. Laut einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung der Krankenkasse DAK-Gesundheit haben 68 Prozent der Deutschen in Bezug auf Krankheiten am meisten Angst vor einem bösartigen Tumor. Dabei wären über ein Drittel aller Neuerkrankungen vermeidbar – würde das Potenzial der Prävention voll ausgeschöpft. Doch effektive Vorbeugung hat es schwer, solange das Wissen über die Ursachen von Krebs in der Bevölkerung gering ist.

Im Interview erklärt die biomedizinische Forscherin Prof. Dr. Dorothee von Laer  was onkolytische Viren sind und wie sie Tumoren zerstören können. Foto: CC0 (Stencil)

Präzisionsonkologie: Neue Therapiechancen gegen Krebs

Ein Krebsmedikament, wirksam gegen solide Tumore, unabhängig von ihrer Lokalisation? Die Voraussetzung dafür ist, dass der Tumor über bestimmte genetische Merkmale verfügt, die ihn antreiben. Seit ein paar Jahren weiß man: Genfusionen können so etwas sein. Hier will die Präzisionsonkologie ansetzen. Sie steht für neue Therapiechancen, die es so vorher nicht gegeben hat.

© Pharma Fakten e.V.
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