teamccaa

Der Fortschritt in der Onkologie  der Kampf gegen den Krebs  ist schnell – und er ist unübersehbar. Ein Bericht vom diesjährigen Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit (HSK 2019). Foto: CC0 (Stencil)

Die Gesundheitswirtschaft treibt Deutschland an

Auch im Jahr 2017 erwies sich die Gesundheitswirtschaft mit einer Bruttowertschöpfung in Höhe von 349,8 Milliarden Euro als wichtiger Motor für Wachstum in Deutschland. Dies geht aus einer Broschüre hervor, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) herausgegeben hat. Darin zeigt sich: Auch die pharmazeutische Industrie ist eine bedeutende, treibende Kraft für den Innovationsstandort.

Surrogatparameter

bedeutet übersetzt Ersatzgröße und bezeichnet in klinischen Studien einen Messwert, dessen Beeinflussung die Wirkung z. B. eines Medikaments auf das Auftreten einer Krankheit oder eines Symptoms anzeigen soll.

Teilpopulationen

In der Medizin sind damit Untergruppen von Patient:innen gemeint, die an einer bestimmten Krankheit leiden (z. B. Lungenkrebs), aber je Gruppe unterschiedliche Merkmale wie genetische Mutationen vorweisen (bei Lungenkrebs z. B. eine EGFR-Mutation oder eine ALK-Fusion).

Die Nadel im Heuhaufen finden: Bei der Suche nach neuen Wirkstoffen könnte die Optogenetik in Zukunft eine größere Rolle spielen. Foto: © iStock.com/by-studio

Es werde Licht: Wie eine Alge in den Fokus der Arzneimittelforschung geriet

Ein Lebewesen lässt sich nicht wie ein Roboter fernsteuern. Dies war lange Zeit die allgemeine Überzeugung. Doch ein Experiment vor fast fünfzehn Jahren änderte das: Wissenschaftlern war es damals gelungen, die Gehirnzellen und damit die Bewegungen einer Maus per Licht zu lenken. Für die Bekämpfung von Krankheiten öffnete dies neue Türen. Denn die verwendete Technik der „Optogenetik“ kann die Wirkstoffsuche effizienter machen – und schafft Raum für neue Therapieansätze.

Zielgerichtete Therapie: Krebs ist nicht Krebs

Zunehmendes Wissen über Krankheitsmechanismen führt zu zielgerichteteren Therapien. Dies zeigen drei Beispiele aus der Onkologie: Bei dem nichtkleinzelligen Lungen-, beim Brust- und Darmkrebs sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Patientengruppen immer kleinteiliger geworden. „Heutzutage gibt es je nach Erkrankungsart bzw. Diagnose ein differenziertes Therapiespektrum“, schreibt das Beratungsunternehmen IQVIA dazu.

Europäischer Depressionstag (1.10.): 50 Millionen Menschen in Europa leiden mindestens einmal in ihrem Leben unter einer Depression. Foto: CC0 (Stencil)

Depression: Internetbasierte Interventionen als Chance für Patienten

„Depression und Vorurteile – Junge Erwachsene sind besonders betroffen“ – so lautet in diesem Jahr das Motto des Europäischen Depressionstages am 1. Oktober. Fakt ist nach den Erkenntnissen der European Depression Association (EDA): 50 Millionen Menschen in Europa, und damit 11 Prozent der Bevölkerung, leiden mindestens einmal im Leben unter einer Depression. Allein in Deutschland sind knapp 4 Millionen Menschen an Depressionen erkrankt – und nur ein Drittel davon erhält professionelle Hilfe. Doch das könnte sich in den nächsten Jahren zum Positiven verändern. Denn digitale Anwendungen könnten dabei helfen, mehr Menschen zu erreichen und zu behandeln, die unter psychischen Erkrankungen leiden.

Krebslast steigt – besonders in Europa

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit 4,2 Millionen neuen Krebsfällen in Europa im Jahr 2018. Im Vergleich zu anderen Kontinenten ist Europa überproportional von Tumorerkrankungen betroffen.

Genexpression

Genexpression bezeichnet die Umsetzung der Information eines Gens in das jeweilige Produkt (z. B. ein Protein). Heißt wörtlich soviel wie: „Zum-Ausdruck-Bringen eines Gens“.

Langwirksame Gentherapien auf dem Vormarsch

Von der Entdeckung des Gentransfers in den 1950iger Jahren bis zum ersten gentherapeutischen Medikament verging ein halbes Jahrhundert. In Europa sind heute erst vier Gentherapien zugelassen. Sie sind die Hoffnung für Patienten mit schweren Erkrankungen. Eine Untersuchung des IGES-Instituts zeigt: Die Zahl genetischer Therapien wird in den kommenden Jahren stark zunehmen. Derzeit sind drei langwirksame Gentherapien in der Europäischen Union (EU) zugelassen – sowie ein kurzwirksames. 42 weitere stehen kurz vor der Marktreife, da sie sich in späten Phasen der klinischen Entwicklung befinden.

© Pharma Fakten e.V.
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.