Leandra

Menschen, die in sozioökonomisch benachteiligten Landkreisen und Städten Deutschlands wohnen, haben eine geringere Lebenserwartung, so eine Studie. Foto: ©iStock.com/Ralf Geithe

Deutschland: Kürzere Lebenserwartung in benachteiligten Regionen

Weniger Bildung, Beschäftigung, Einkommen: Menschen, die in sozioökonomisch benachteiligten Landkreisen und Städten Deutschlands wohnen, haben eine geringere Lebenserwartung als jene aus wohlhabenden Gegenden. Das zeigt eine Studie, die im Fachblatt „The Lancet Public Health“ erschienen ist. Zuletzt vergrößerte die COVID-19-Pandemie die bestehenden Ungleichheiten. Die Politik ist gefragt.

Mit Blick auf die kommende Bundestagswahl hat die Initiative change4RARE eine „Agenda 2025“ veröffentlicht: Sie enthält Forderungen an Politik und Selbstverwaltung: Foto: change4RARE

So lässt sich die Versorgung von Menschen mit seltenen Erkrankungen verbessern

Mit Blick auf die kommende Bundestagswahl hat die vom Biopharmaunternehmen Alexion gegründete Initiative change4RARE eine „Agenda 2025“ veröffentlicht. Sie enthält Forderungen an Politik und Selbstverwaltung – 16 Expert:innen aus ganz unterschiedlichen Bereichen haben konkrete Handlungsfelder identifiziert, um die Versorgung von Menschen mit seltenen Erkrankungen zu verbessern. „Seltene Krankheiten erfordern eben nicht seltenes, sondern richtiges und häufiges und gemeinsames Handeln“, heißt es im Vorwort.

Keuchhusten kann die Lebensqualität signifikant einschränken und sogar lebensbedrohlich sein. Die beste Schutzmaßnahme: Impfen. Foto: ©iStock.com/brizmaker

Immer mehr Keuchhusten-Fälle: Wer besonders gefährdet ist

In einigen Ländern Europas sind immer mehr Menschen von Keuchhusten betroffen. Eine Kinderkrankheit? Von wegen: Zwei Drittel aller Fälle treten bei Erwachsenen auf, „jeder Fünfte davon gehört zur Altersgruppe Ü-60“, erklärte Dr. Daniel Heinze von GSK während eines digitalen Pressegesprächs des Biopharma-Unternehmens. Prof. Dr. Jörg Schelling, Facharzt für Allgemeinmedizin, machte deutlich, wie gefährlich die Erkrankung sein kann, gerade für Risikopatient:innen. „Die Impfung ist die bestmögliche Maßnahme“, um sich zu schützen, betonte er.

breakthrough designation

Ein Instrument der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA, das die Entwicklung, Bewertung und Überprüfung von Medikamenten oder medizinischen Vorrichtungen beschleunigen soll, um eine frühzeitige Zulassung zu ermöglichen. Die Voraussetzung: Es muss sich eine substanzielle Verbesserung gegenüber der verfügbaren Therapie zeigen.

Hepatitis-Eliminierung in Europa? So wird das nichts

In Europa steigen die Fälle von Hepatitis-B und -C-Infektionen nach der Pandemie wieder an – und das obwohl wirksame Impfungen zu Verfügung stehen bzw. eine HCV-Infektion dank moderner Medikamente innerhalb weniger Wochen geheilt werden kann. Bis 2030 will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beide Infektionen eliminiert sehen. Angesichts der neuen Zahlen dürfte das wohl nichts werden: Es ist eine Geschichte verpasster Chancen.

Stroke Units

Stroke Units sind Spezialstationen für schlaganfallbetroffene Menschen. Dort werden sie in den ersten Tagen nach einem Schlaganfall schnell, umfassend und interdisziplinär behandelt. Über die vergangenen Jahre ist ein Netzwerk entstanden: Inzwischen gibt es weit über 300 zertifizierte Stroke Units in Deutschland.

Wer in Deutschland einen Schlaganfall erleidet, erhält in der Regel eine gute Akutversorgung sowie Frührehabilitation. Doch an der Nachsorge hapert es. Foto: ©iStock.com / peakSTOCK

Nach dem Schlaganfall: Im Stich gelassen?

Wer in Deutschland einen Schlaganfall erleidet, erhält in der Regel eine gute Akutversorgung sowie Frührehabilitation. Doch an der Nachsorge sowie Behandlung von Folgeerkrankungen hapert es: Das hat drastische Folgen für die Betroffenen, Angehörigen und das Gesundheitssystem als Ganzes. Dabei gibt es Lösungsansätze, welche die Situation entscheidend verbessern könnten.

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