Leandra

Fatigue

Fatigue, auch Fatigue-Syndrom: Gefühl von starker Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit, die das Leben der Betroffenen schwer beeinträchtigen. Oft Begleiterscheinung von Erkrankungen wie Krebs, HIV, COVID-19-Infektion oder Rheuma. Die F. unterscheidet sich von der eigenständigen und selteneren Erkrankung des Chronischen Fatigue Syndroms.

Eine WifOR-Studie hat die sozioökonomischen Kosten einer seltenen Erkrankung berechnet. Sie ist ein Plädoyer dafür, innovative Arzneimittel als Investition zu sehen. Foto: ©iStock.com/PeopleImages

Innovationen bei den „Seltenen“: Wie Betroffene und Gesellschaft profitieren

Arzneimitteltherapien gelten hierzulande als Kostenfaktor. Aber eine Studie zu einer seltenen Erkrankung zeigt: Nicht die Therapie ist das Problem; es ist die Krankheit, die die Kosten treibt. Die Untersuchung ist ein Plädoyer dafür, innovative Arzneimittel als nachhaltige Investition in die Zukunft zu sehen. Das war Thema der Tagesspiegel Expertenrunde: „Innovationen für Menschen mit Seltenen Erkrankungen.“ Sie wurde vom forschenden Pharmaunternehmen Novartis unterstützt.

Die Pharmaunternehmen Bristol Myers Squibb und MSD sehen in der Pharmastrategie eine herausragende Chance. Allerdings stehen aus Ihrer Sicht grundlegende Weichenstellungen aus. Foto: Pharma Fakten

Pharma: „Academic power“ Deutschlands auf die Straße bringen

Die US-Pharmaunternehmen Bristol Myers Squibb (BMS) und MSD Sharp & Dohme (MSD) sehen in der Pharmastrategie der Bundesregierung eine herausragende Chance, die Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel in Deutschland entscheidend voranzubringen. Allerdings stehen aus Ihrer Sicht noch 2 grundlegende Weichenstellungen aus. Das erklärten die beiden Deutschlands-Geschäftsführer auf einem Pressegespräch in München.

Die stille, symptomlose Phase von Lebererkrankungen kann bis zu zwei Jahrzehnte andauern. Ein europäisches Forschungskonsortium arbeitet daran, dass trotzdem frühere Diagnosen möglich werden. Foto: ©iStock.com/Tharakorn

Chronische Lebererkrankungen: Früher entdecken, besser behandeln

Lebererkrankungen entwickeln sich häufig über lange Zeit unbemerkt. Diese „stille Phase“ kann bis zu zwei Jahrzehnte andauern. Die Folge: Zu späte Diagnosen – was die Behandlungsmöglichkeiten deutlich einschränkt. In öffentlich-privater Partnerschaft arbeiten Universitäten, öffentliche Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen, Patientenvereinigung und andere Organisationen in Europa daran, das zu ändern.

Menschen, die in sozioökonomisch benachteiligten Landkreisen und Städten Deutschlands wohnen, haben eine geringere Lebenserwartung, so eine Studie. Foto: ©iStock.com/Ralf Geithe

Deutschland: Kürzere Lebenserwartung in benachteiligten Regionen

Weniger Bildung, Beschäftigung, Einkommen: Menschen, die in sozioökonomisch benachteiligten Landkreisen und Städten Deutschlands wohnen, haben eine geringere Lebenserwartung als jene aus wohlhabenden Gegenden. Das zeigt eine Studie, die im Fachblatt „The Lancet Public Health“ erschienen ist. Zuletzt vergrößerte die COVID-19-Pandemie die bestehenden Ungleichheiten. Die Politik ist gefragt.

Mit Blick auf die kommende Bundestagswahl hat die Initiative change4RARE eine „Agenda 2025“ veröffentlicht: Sie enthält Forderungen an Politik und Selbstverwaltung: Foto: change4RARE

So lässt sich die Versorgung von Menschen mit seltenen Erkrankungen verbessern

Mit Blick auf die kommende Bundestagswahl hat die vom Biopharmaunternehmen Alexion gegründete Initiative change4RARE eine „Agenda 2025“ veröffentlicht. Sie enthält Forderungen an Politik und Selbstverwaltung – 16 Expert:innen aus ganz unterschiedlichen Bereichen haben konkrete Handlungsfelder identifiziert, um die Versorgung von Menschen mit seltenen Erkrankungen zu verbessern. „Seltene Krankheiten erfordern eben nicht seltenes, sondern richtiges und häufiges und gemeinsames Handeln“, heißt es im Vorwort.

Keuchhusten kann die Lebensqualität signifikant einschränken und sogar lebensbedrohlich sein. Die beste Schutzmaßnahme: Impfen. Foto: ©iStock.com/brizmaker

Immer mehr Keuchhusten-Fälle: Wer besonders gefährdet ist

In einigen Ländern Europas sind immer mehr Menschen von Keuchhusten betroffen. Eine Kinderkrankheit? Von wegen: Zwei Drittel aller Fälle treten bei Erwachsenen auf, „jeder Fünfte davon gehört zur Altersgruppe Ü-60“, erklärte Dr. Daniel Heinze von GSK während eines digitalen Pressegesprächs des Biopharma-Unternehmens. Prof. Dr. Jörg Schelling, Facharzt für Allgemeinmedizin, machte deutlich, wie gefährlich die Erkrankung sein kann, gerade für Risikopatient:innen. „Die Impfung ist die bestmögliche Maßnahme“, um sich zu schützen, betonte er.

breakthrough designation

Ein Instrument der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA, das die Entwicklung, Bewertung und Überprüfung von Medikamenten oder medizinischen Vorrichtungen beschleunigen soll, um eine frühzeitige Zulassung zu ermöglichen. Die Voraussetzung: Es muss sich eine substanzielle Verbesserung gegenüber der verfügbaren Therapie zeigen.

© Pharma Fakten e.V.
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