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Seltene Krankheiten: Selten, aber viele

Patient:innen stehen immer mehr innovative Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen zur Verfügung. 41 Prozent aller 2020 neu eingeführten Medikamente waren Orphan Drugs. Ihr Umsatzanteil ist hingegen gering. Er lag im vergangenen Jahr bei 6,4 Prozent – gemessen am Gesamtmarkt. Das geht aus Daten der Beratungsfirma IQVIA hervor.

In Sachen Digitalisierung läuft das deutsche Gesundheitswesen den Möglichkeiten hinterher. Nun hoffen viele  dass die Pandemie wie ein Innovationsturbo wirkt. Dabei geht es unter anderem um ein Mehr an Freiheit. Foto: ©istock.com/Pofuduk Images

Gesundheitswesen: Was die Digitalisierung alles könnte

Man kann es schon nicht mehr hören: In Sachen Digitalisierung läuft das deutsche Gesundheitswesen den Möglichkeiten hinterher. Nun hoffen viele, dass die Pandemie indirekt Fakten schafft und wie ein Innovationsturbo wirkt. Denn hier zeigt sich besonders deutlich, welche Vorteile Menschen durch konsequente Digitalisierung haben können. Dabei geht es unter anderem um ein Mehr an Freiheit.

Im Interview erklärt ITler Clemens Utschig-Utschig  Boehringer Ingelheim  wie Quantencomputer die Entwicklung von Arzneimitteln besser machen könnten. Foto: © iStock.com/metamorworks

Revolution der Pharmaforschung: Mit Quantencomputern?

Sei es eine „Reise in ein neues Zeitalter“ oder die „nächste Disruption“: Ist die Rede von dem Potenzial von sogenannten Quantentechnologien, fallen große Worte. Laut der Forschungseinrichtung „Fraunhofer-Gesellschaft“ könnten sie gar „zum Game Changer werden, zu einem Faktor, der die Welt verändert“. Auch Clemens Utschig-Utschig, Chief Technology Officer und Head of IT Technology Strategy beim Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim, sieht enorme Chancen. Im Interview spricht er über Quantencomputer – und inwiefern diese Super-Rechner der Zukunft die Forschung, Entwicklung und Markteinführung von Arzneimitteln besser machen könnten.

Demografischer Wandel: Mehr Demenz, Krebs und Co.?

Schon heute erkranken schätzungsweise über 300.000 Menschen in Deutschland jedes Jahr neu an einer Demenz. Doch unsere Gesellschaft wird immer älter. Unter der Annahme, dass 2060 der Anteil der Betroffenen unter den 65-Jährigen und Älteren so hoch ist wie heute, würden die Fallzahlen daher um rund 28 Prozent steigen. Es ist nur ein Beispiel von vielen, das zeigt: Der demografische Wandel stellt das Gesundheitssystem vor große Aufgaben.

Bernd Rosenbichler war erfolgreicher Auto-Manager und lebte seinen Traum. Als bei seinem Sohn das Alström-Syndrom diagnostiziert wird  schmeißt er alles hin. Er hat jetzt Wichtigeres zu tun. Foto: ©iStock.com/Serhii Bezrukyi

Einer seltenen Erkrankung den Kampf ansagen

Bernd Rosenbichler war erfolgreicher Auto-Manager und lebte seinen Traum. Dann kam eine Nachricht, die alles auf den Kopf stellte: Sein Sohn Ben leidet unter dem Alström-Syndrom – einer extrem seltenen genetischen Erkrankung. Rosenbichler war schnell klar: Ein Weiter-so kann es nicht geben. Er warf den Job hin und widmet sich seitdem einer Krankheit, für die es kaum Expert:innen gibt und bei der das Wissen rar ist.

Seit über 30 Jahren erforscht und produziert Amgen Biopharmazeutika zur Behandlung schwerer Erkrankungen. Ein Interview. Foto: ©istock.com / serezniy / africa-studio.com (Olga Yastremska and Leonid Yastremskiy)

Hightech-Medikamente produzieren: Das will gelernt sein

Sei es in Form von Impfstoffen oder als Arzneimittel zur Behandlung schwerer Erkrankungen wie Krebs, Rheuma, Multiple Sklerose: Immer öfter kommen in der medizinischen Versorgung Biopharmazeutika zum Einsatz. Es sind Hightech-Medikamente im wahrsten Sinne des Wortes: Denn sie werden in lebenden Zellen mit Hilfe von Gentechnik hergestellt – ein komplexer Prozess, für den es große Expertise braucht. Die Beschäftigten der Firma Amgen erforschen und produzieren seit über 30 Jahren Biopharmazeutika. Und: Sie entwickeln die Produktionsverfahren stetig weiter, um sie noch effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Letztlich profitieren Patient:innen weltweit. Ein Interview mit Manfred Heinzer, Geschäftsführer der Amgen GmbH.

„Impfchancen digital nutzen – was hält uns (noch) davon ab?“ Das war Thema einer Online-Veranstaltung. Foto: ©iStock.com/Ca-ssis

COVID-19 + Digitalisierung = Höhere Impfquoten?

„Impfchancen digital nutzen – was hält uns (noch) davon ab?“ Nichts, könnte man meinen. Doch die gleichnamige Online-Veranstaltung mit dem Bayerischen Gesundheitsminister und weiteren Fachleuten zeigte: Ganz so einfach lässt sich die Frage nach einem digitalen Schub fürs Impfen nicht beantworten.

© Pharma Fakten e.V.
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