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Digitale Biomarker: Moderne Medizin präziser machen

Bewegungsprofil, Schlafrhythmus, Sprech- und Ausdrucksweise: Dies alles – und noch viel mehr – lässt sich heutzutage über digitale Technologien wie das Smartphone oder sogenannte Wearables erfassen. So ergeben sich aus verschiedenen Quellen Daten-Muster, die es möglich machen, Aussagen über die Gesundheit eines Menschen zu treffen. Expert:innen sprechen dann von „digitalen Biomarkern“. Sie können in vielen Bereichen zum Einsatz kommen – bei der Prävention, Früherkennung, Diagnose und Prognose von Erkrankungen sowie im Zuge einer personalisierten Therapie.

Ein Papier der Robert-Bosch-Stiftung fordert für das deutsche Gesundheitswesen einen „Neustart“. Nur so könne es zukunftsfähig sein. Foto: ©iStock.com/ipopba

Reformdebatte: Das Gesundheitssystem als Gesundheits-System

Wer auch immer nach der Bundestagswahl das Gesundheitsministerium leiten wird: Geht es nach einem Papier der Robert-Bosch-Stiftung hat ihre künftige Chefin, ihr Chef viel zu tun: Denn gefordert ist nicht weniger als ein „Neustart“, ein „Paradigmenwechsel“, eine „dritte Revolution“. Aus dem Gesundheitssystem müsse endlich ein Gesundheits-System werden.

Der rasante Zuwachs medizinischen Wissens stellt uns vor Herausforderungen. Ein Gespräch mit Dr. Daniel Kalanovic  Pfizer  über kollektive Intelligenz und die Möglichkeiten der digitalen Transformation. Foto: ©iStock.com/ipopba

Forschung: Aus Wissen anwendbares Wissen gewinnen

Der rasante Zuwachs medizinischen Wissens stellt unsere Gesellschaft vor Herausforderungen. Wie können wir aus Publikationen, wissenschaftlichen Diskussionen und Expertenmeinungen anwendbares Wissen gewinnen, das in der Forschung und Praxis eingesetzt werden kann? Ein Gespräch mit dem medizinischen Direktor von Pfizer Deutschland, Dr. Daniel Kalanovic, über kollektive Intelligenz, die Möglichkeiten der digitalen Transformation und die Chance, Spitzenmedizin zu ´demokratisieren`.

Krankheitserreger springen zwischen Tier und Mensch

Neben „Inzidenz“, „R-Wert“ oder „Inkubationszeit“ ist auch der Begriff „Zoonose“ eines dieser Wörter, von denen vor der Coronapandemie nur die wenigsten Menschen gehört hatten – die nun aber in aller Munde sind. Zoonosen sind Krankheiten, die von Erregern wie zum Beispiel Viren, Bakterien und Pilzen verursacht werden und von Tieren auf Menschen (oder andersherum) übergehen können. Die Entstehung von SARS-CoV-2 ist noch nicht vollends geklärt – ein zoonotischer Ursprung gilt aber als wahrscheinlich.

Weltweit wurden in den vergangenen fünf Jahren 64 neuartige Krebsmedikamente auf den Markt gebracht. Die Forschung läuft auf Hochtouren. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff (Gorodenkoff Productions OU)

Krebs-Therapie: Die Innovationswelle ist ungebrochen

Weltweit wurden in den vergangenen fünf Jahren 64 neuartige Krebsmedikamente auf den Markt gebracht. Das geht aus einem Bericht der Forschungseinrichtung „IQVIA Institute for Human Data Science“ hervor. Er zeigt: Die Behandlung von bösartigen Tumoren wird immer zielgerichteter, immer präziser. Die Forschung läuft auf Hochtouren. Er zeigt aber auch: Die COVID-19-Pandemie hat die Versorgung vieler Patient:innen verschlechtert.

Angesichts von Meldungen über Impfdurchbrüche sind manche Menschen verunsichert: Bringt eine Impfung überhaupt etwas? Foto: ©iStock.com/Roop_Dey

COVID-19 trotz Impfung?

Fast 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind inzwischen vollständig gegen SARS-CoV-2 geimpft (Stand: 23. August 2021). Doch manche Bürger:innen sind verunsichert – schließlich mehrten sich in den vergangenen Wochen Meldungen über sogenannte Impfdurchbrüche: Gemeint sind Menschen, die trotz Impfung an COVID-19 erkranken. Sind die Vakzine nutzlos? Ein Faktencheck.

Der Report „Klima und Gesundheit“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt  welche Auswirkungen die Klimakrise auf unsere Gesundheit hat. Foto: ©iStock.com/Pixelci

„Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“

„Der Klimawandel ist nicht ‚nur‘ ein Umweltphänomen, sondern bringt auch gravierende Folgen für die Gesundheit mit sich – ökologische Krisen werden gesundheitliche Krisen“, heißt es im Editorial des Versorgungs-Reports „Klima und Gesundheit“ des Wissenschaftlichen Instituts der Krankenkasse AOK (WIdO). In dem Bericht analysieren Expert:innen in insgesamt 16 Fachbeiträgen, inwiefern die Erderwärmung Auswirkungen auf Erkrankungshäufigkeiten, gefährdete Bevölkerungsgruppen und die Gesundheitsinfrastruktur hat.

Rekombinante Antikörper gelten als Hoffnungsträger gegen Krankheiten  die nur unzureichend oder gar nicht behandelbar sind. Die Pipelines forschender Unternehmen sind gut gefüllt. Foto: ©iStock.com/Svisio

Antikörper schreiben Medizingeschichte

Rekombinante Antikörper gelten als Hoffnungsträger gegen schwere Krankheiten, die nur unzureichend oder bisher gar nicht behandelbar sind. Bis Ende 2020 waren 82 solcher Medikamente in Deutschland zugelassen, doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. In den biopharmazeutischen Pipelines forschender Pharmaunternehmen machen sie rund zwei Drittel der Projekte aus: Rekombinante Antikörper sind der Wachstumsmotor für die medizinische Biotechnologie.

© Pharma Fakten e.V.
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