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Infektionskrankheiten auf dem ganzen Globus bekämpfen

Vor vier Jahren hat die Weltgemeinschaft mit der „Agenda 2030“ eine Art „Fahrplan für die Zukunft“ verabschiedet, wie die Bundesregierung es nennt. Ziel: ein menschenwürdiges Leben überall auf der Welt – sowohl unter ökonomischen und ökologischen als auch unter sozialen Gesichtspunkten. Dazu gehört der Kampf gegen Infektionskrankheiten wie HIV oder Malaria. Die „World Health Statistics 2019“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geben einen Überblick über den aktuellen Stand.

Weltweit wurden in den vergangenen fünf Jahren 64 neuartige Krebsmedikamente auf den Markt gebracht. Die Forschung läuft auf Hochtouren. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff (Gorodenkoff Productions OU)

Transportproteine gehören zu den „letzten großen weißen Flecken der pharmazeutischen Wissenschaft“

Sie sind die „Gatekeeper“ der Zellen: Transportproteine kontrollieren im Körper wichtige Prozesse wie die Nährstoffaufnahme oder die Abfallbeseitigung. „Während die einen in die Zelle befördern, was diese zum Leben braucht, fungieren die anderen als zelluläre Müllabfuhr“, erklärt die Universität Wien. Eine Vielzahl dieser Moleküle ist noch unerforscht. Dabei sind sie auch für die Entwicklung von Medikamenten von großem Interesse. In dem fünfjährigen Projekt „RESOLUTE“ bündeln daher 13 Partner aus öffentlicher Forschung und Industrie ihre Kräfte, um die Transportproteine der Zelle für neue Therapien zu erschließen.

Die Akzeptanz – und damit der Markt – von Biosimilars in Deutschland wächst. Das geht aus einem Bericht von IQVIA hervor.

Biosimilars: Im Verordnungsalltag der Ärzte angekommen

Wissenschaftler des Beratungsunternehmens IQVIA haben am Beispiel von Rheumatologen und Gastroenterologen untersucht, wie sich der Einsatz von Nachahmerpräparaten innovativer biopharmazeutischer Medikamente über die letzten Jahre verändert hat. Das Ergebnis: Die Akzeptanz – und damit der Markt – der sog. „Biosimilars“ in Deutschland wächst.

138 Medikamente gegen psychische Erkrankungen in der Entwicklung

Von Depressionen, über Schizophrenie, bis hin zu Essstörungen: Psychische Erkrankungen haben viele Gesichter. Unbehandelt können sie schwerwiegende Folgen haben. „Die Lebenserwartung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen ist im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung um 13 bis 30 Jahre verkürzt“, schreibt der amerikanische Verband der forschenden Arzneimittelhersteller PhRMA in einem Bericht. Demnach befinden sich momentan 138 Medikamente in der Entwicklung.

Das „Ebola+“-Programm der IMI: Es wurden Projekte gefördert  die an Impfstoffkandidaten forschten und diagnostische Tests entwickelten. Foto: ©iStock.com/Motortion

Gemeinsam gegen Ebola: „Die Welt war nicht bereit für einen solchen Krankheitsausbruch“

In den Jahren 2014 und 2015 ereignete sich in Westafrika der bislang größte Ebolafieber-Ausbruch in der Geschichte. Genau in dieser Zeit riefen die Verantwortlichen der Innovative Medicines Initiative (IMI) – eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen Europäischer Union und europäischer Pharmaindustrie – das „Ebola+“-Programm ins Leben. In diesem Rahmen wurden 12 Projekte gefördert, die u.a. an Impfstoffkandidaten forschten und diagnostische Tests entwickelten.

Ein deutsches Wissenschaftler-Team hat Maßnahmen erarbeitet  die zu einer Erhöhung der Impfraten beitragen könnten. Foto: ©iStock.com/Pixel_away

Impfraten erhöhen: Gründe des Nicht-Impfens gezielt angehen

Das sogenannte „5C-Modell“ beschreibt fünf wesentliche psychologische Gründe der Entscheidung zum Impfen oder Nicht-Impfen. Demnach können der Grad des Vertrauens in die Vakzine (Confidence), das individuell wahrgenommene Krankheitsrisiko (Complacency), mögliche Barrieren im Alltag (Constraints), das eigene Informationsbedürfnis (Calculation) sowie das Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft (Collective Responsibility) ausschlaggebend für das Impfverhalten sein. Ein Wissenschaftler-Team der Universität Erfurt und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen hat Maßnahmen erarbeitet, die zu einer Erhöhung der Impfraten beitragen könnten.

Krebs 2025: Die Zahlen steigen, die Herausforderungen auch

Jeden Tag ein bisschen besser – das scheint im Moment für die Behandlung von Krebspatienten zu gelten. Doch Deutschland steht vor großen Herausforderungen, denn die Zahl der Krebsneuerkrankungen wird steigen, die Patienten selbst werden immer älter und die Behandlungsregime immer komplexer. Die Fachgesellschaft DGHO hat deshalb auf dem Hauptstadt-Kongress eine Studie vorgelegt. Sie ist ein Weckruf.

In einer Publikation hat ein deutsches Wissenschaftler-Team dargelegt  wie sich Impfverhalten psychologisch erklären  messen und verändern lässt. ©iStock.com/Rallef

Warum entscheiden sich Menschen für oder gegen eine Impfung?

Im Sommer meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Kampf gegen Masern ernüchternde Zahlen: In den ersten sechs Monaten von 2019 wurden in der europäischen Region etwa 90.000 Fälle gemeldet – mehr als im Gesamtjahr 2018. Für ein Wissenschaftler-Team der Universität Erfurt und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen ist klar: Es gilt, „sich mit den Gründen zu beschäftigen, warum Menschen sich und ihre Kinder nicht impfen lassen.“ In einer Publikation im Bundesgesundheitsblatt haben sie dargelegt, wie sich Impfverhalten psychologisch erklären, messen und verändern lässt.

Die Präzisionsonkologie ist das neue große Thema im Kampf gegen Krebs. Im Interview spricht Prof. Dr. Thomas Seufferlein über die Chancen  die sich für Patienten daraus ergeben können. Foto: © iStock.com/CIPhotos

Präzisionsonkologie: Der nächste Schritt im Kampf gegen Krebs

Die Präzisionsonkologie ist das neue große Thema im Kampf gegen Tumorerkrankungen – der erste Vertreter eines so genannten tumoragnostischen Wirkstoffes wurde bereits zugelassen. Ein Interview* mit Prof. Dr. Thomas Seufferlein vom Universitätsklinikum Ulm über die Chancen, die sich für Patienten daraus ergeben können.

© Pharma Fakten e.V.
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