Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Krebspatient:innen sollten sich am besten in einem zertifizierten Zentrum behandeln lassen – weshalb das so ist  erklärt PD Dr. Simone Wesselmann von der Deutschen Krebsgesellschaft. Foto: ©iStock.com/upixa

Krebs: Weshalb eine Behandlung in zertifizierten Zentren so wichtig ist

Menschen, die sich mit einer Krebserkrankung in einem zertifizierten Zentrum behandeln lassen, haben deutlich bessere Überlebenschancen – dies hat jetzt eine Studie gezeigt, bei der über 3 Jahre hinweg die Daten von mehr als einer Million Patient:innen untersucht wurden. Wir haben darüber mit PD Dr. Simone Wesselmann gesprochen, die bei der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) den Bereich Zertifizierung leitet.

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Der Ausgabenanteil für Pharmazeutika an den gesamten Gesundheitsausgaben ist in den vergangenen 20 Jahren in Europa stabil geblieben  zeigt eine Studie. Foto: ©iStock.com/ismagilov

Arzneimittel und Impfstoffe: Können wir uns den medizinischen Fortschritt leisten?

Die EU-Kommission hat sich in ihrer „Pharmastrategie“ unter anderem das Ziel gesetzt, dass die Menschen in Europa möglichst gleichberechtigt Zugang zu „erschwinglichen“ Arzneimitteln erhalten. Aber was heißt das eigentlich genau? Sind Arzneimittel nicht mehr bezahlbar? Thomas Allvin vom europäischen Pharmaverband EFPIA hat sich dieses Thema genauer angeschaut. Dabei wird deutlich: Die finanzielle Nachhaltigkeit von Gesundheitssystemen ist in Gefahr – das liegt aber nicht an Pharmazeutika. Diese können vielmehr ein Teil der Lösung sein.

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Wie könnten Gen- und Zelltherapien in Deutschland und Europa besser gefördert werden? Das war Thema einer Tagesspiegel-Veranstaltung. Foto: ©iStock.com/metamorworks

Gen- und Zelltherapien: Von der Forschung zu den Patient:innen

„Auf dem Thema ruhen große Hoffnungen“: So führte Susan Knoll, Verlagsleiterin Politische Kommunikation beim Tagesspiegel, in eine hybride Veranstaltung ein, auf der Fachleute aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Behörden über Gen- und Zelltherapien diskutierten. Dabei wurde deutlich: In Deutschland und Europa gibt es viel zu tun. Zwar ist die hiesige Grundlagenforschung stark. Doch an der sogenannten Translation – der Überführung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in konkrete klinische Studien und zugelassene Arzneimittel für die Patient:innen – hapert es. Das geht besser – andere Länder wie die USA machen es vor.

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Die Fortschritte der „Krebsimmuntherapie“ behandelte ein virtuelles Patientensymposium mit ausgewiesenen Krebsexpert:innen. Foto: ©iStock.com/wildpixel

Fortschritte in der Krebstherapie, neuester Stand

Das Thema „Krebsimmuntherapie“ stand am 9. Mai im Mittelpunkt eines virtuellen Patientensymposiums, das im Rahmen der „Nationalen Dekade gegen Krebs“ gemeinsam von der „Association for Cancer Immunotherapy“ (CIMT) und „Vision Zero Oncology“ veranstaltet wurde. Am Ende gab es einen dramatischen Appell an alle Krebspatient:innen.

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Deutschland steht demografiebedingt vor großen Herausforderungen. Deshalb braucht es „eine grundlegende Neuausrichtung des Geschäftsmodells der deutschen Volkswirtschaft“  findet der vfa. Foto: ©iStock.com/Zerbor

Deutsche Wirtschaft: Ohne Innovationen geht es nicht

Deutschland steht demografiebedingt vor großen Herausforderungen: Immer weniger Erwerbstätige müssen für immer mehr Menschen im Ruhestand sorgen. Durch Innovationen und Investitionen könnte das kompensiert werden. Dazu braucht es „eine grundlegende Neuausrichtung des Geschäftsmodells der deutschen Volkswirtschaft“, findet der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa).

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Das dreifach-negative Mammakarzinom (TNBC) ist eine besonders aggressive Form von Brustkrebs. Lange Zeit galt es als kaum therapierbar. Und heute? Foto: ©iStock.com/libre de droit

Brustkrebs: Dreifach negativ

Mit rund 70.000 neuen Fällen pro Jahr ist das Mammakarzinom in Deutschland die häufigste Krebserkrankung von Frauen. Doch Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs: Moderne Untersuchungsverfahren machen es möglich unterschiedliche Untergruppen zu erkennen – wie etwa den dreifach-negativen Brustkrebs. Lange Zeit galt er als kaum behandelbar. Aber die Forschung macht zunehmend Fortschritte – die Zahl der Therapieoptionen wächst.

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Initiiert durch die Bayer AG wurde der „Förderverein zum Internationalen Tag der Klinischen Forschung“ gegründet. Das Ziel: über klinische Forschung aufklären. Foto von 2019: FdTKF  ©Peter Himsel

Ohne klinische Forschung kein medizinischer Fortschritt

Bevor ein neues Arzneimittel eine Zulassung erhalten kann, wird es in umfangreichen klinischen Prüfungen hinsichtlich seiner Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit erprobt. Ohne sie „gibt es keinen medizinischen Fortschritt“, betont Bernd Büttner, Senior Teamleiter, Administrations- und Studienunterstützung in der Region DACH (Deutschland), Bayer AG. Das Life-Science-Unternehmen hat daher im vergangenen Jahr die Gründung des „Fördervereins zum Internationalen Tag der Klinischen Forschung“ initiiert. Das Ziel: aufklären und informieren. Denn klinische Forschung geht nur mit gut informierten Menschen.

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Die „World Immunization Week“ Ende April soll den Wert von Impfstoffen in den Fokus rücken. Seit 1796 retten sie Leben. Foto: ©iStock.com/Kuzmik_A

Impfen: „Ein langes Leben für Alle“

Seit 1796 haben Impfstoffe eine Vielzahl an Leben gerettet, schreibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Während der „Impfwoche“, der „World Immunization Week“ vom 24. bis 30. April 2022, will sie den Wert von Vakzinen in den Fokus der Öffentlichkeit stellen. Dahinter steht eine Vision: „Long Life for All“ – ein langes, gesundes Leben für alle Menschen.

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Die Klimakrise aus medizinischer Sicht – dazu haben Prof. Dr. Harald Lesch und Dr. Martin Herrmann ein kurzes und absolut lesenswertes Buch geschrieben. Foto: ©iStock.com/sasirin pamai

Weshalb die Klimakrise ein medizinischer Notfall ist

Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise – weshalb das so ist und was wir dagegen tun können, beschreiben der Wissenschaftsjournalist Prof. Dr. Harald Lesch und der Mediziner Dr. Martin Herrmann in ihrem jüngst erschienenen Buch „Der Sprung über den Abgrund: Warum die Klimakrise uns zum Handeln zwingt“.

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Krebspatient:innen sollten sich am besten in einem zertifizierten Zentrum behandeln lassen – weshalb das so ist  erklärt PD Dr. Simone Wesselmann von der Deutschen Krebsgesellschaft. Foto: ©iStock.com/upixa

Krebs: Weshalb eine Behandlung in zertifizierten Zentren so wichtig ist

Menschen, die sich mit einer Krebserkrankung in einem zertifizierten Zentrum behandeln lassen, haben deutlich bessere Überlebenschancen – dies hat jetzt eine Studie gezeigt, bei der über 3 Jahre hinweg die Daten von mehr als einer Million Patient:innen untersucht wurden. Wir haben darüber mit PD Dr. Simone Wesselmann gesprochen, die bei der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) den Bereich Zertifizierung leitet.

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Der Ausgabenanteil für Pharmazeutika an den gesamten Gesundheitsausgaben ist in den vergangenen 20 Jahren in Europa stabil geblieben  zeigt eine Studie. Foto: ©iStock.com/ismagilov

Arzneimittel und Impfstoffe: Können wir uns den medizinischen Fortschritt leisten?

Die EU-Kommission hat sich in ihrer „Pharmastrategie“ unter anderem das Ziel gesetzt, dass die Menschen in Europa möglichst gleichberechtigt Zugang zu „erschwinglichen“ Arzneimitteln erhalten. Aber was heißt das eigentlich genau? Sind Arzneimittel nicht mehr bezahlbar? Thomas Allvin vom europäischen Pharmaverband EFPIA hat sich dieses Thema genauer angeschaut. Dabei wird deutlich: Die finanzielle Nachhaltigkeit von Gesundheitssystemen ist in Gefahr – das liegt aber nicht an Pharmazeutika. Diese können vielmehr ein Teil der Lösung sein.

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Wie könnten Gen- und Zelltherapien in Deutschland und Europa besser gefördert werden? Das war Thema einer Tagesspiegel-Veranstaltung. Foto: ©iStock.com/metamorworks

Gen- und Zelltherapien: Von der Forschung zu den Patient:innen

„Auf dem Thema ruhen große Hoffnungen“: So führte Susan Knoll, Verlagsleiterin Politische Kommunikation beim Tagesspiegel, in eine hybride Veranstaltung ein, auf der Fachleute aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Behörden über Gen- und Zelltherapien diskutierten. Dabei wurde deutlich: In Deutschland und Europa gibt es viel zu tun. Zwar ist die hiesige Grundlagenforschung stark. Doch an der sogenannten Translation – der Überführung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in konkrete klinische Studien und zugelassene Arzneimittel für die Patient:innen – hapert es. Das geht besser – andere Länder wie die USA machen es vor.

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Die Fortschritte der „Krebsimmuntherapie“ behandelte ein virtuelles Patientensymposium mit ausgewiesenen Krebsexpert:innen. Foto: ©iStock.com/wildpixel

Fortschritte in der Krebstherapie, neuester Stand

Das Thema „Krebsimmuntherapie“ stand am 9. Mai im Mittelpunkt eines virtuellen Patientensymposiums, das im Rahmen der „Nationalen Dekade gegen Krebs“ gemeinsam von der „Association for Cancer Immunotherapy“ (CIMT) und „Vision Zero Oncology“ veranstaltet wurde. Am Ende gab es einen dramatischen Appell an alle Krebspatient:innen.

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Deutschland steht demografiebedingt vor großen Herausforderungen. Deshalb braucht es „eine grundlegende Neuausrichtung des Geschäftsmodells der deutschen Volkswirtschaft“  findet der vfa. Foto: ©iStock.com/Zerbor

Deutsche Wirtschaft: Ohne Innovationen geht es nicht

Deutschland steht demografiebedingt vor großen Herausforderungen: Immer weniger Erwerbstätige müssen für immer mehr Menschen im Ruhestand sorgen. Durch Innovationen und Investitionen könnte das kompensiert werden. Dazu braucht es „eine grundlegende Neuausrichtung des Geschäftsmodells der deutschen Volkswirtschaft“, findet der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa).

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Das dreifach-negative Mammakarzinom (TNBC) ist eine besonders aggressive Form von Brustkrebs. Lange Zeit galt es als kaum therapierbar. Und heute? Foto: ©iStock.com/libre de droit

Brustkrebs: Dreifach negativ

Mit rund 70.000 neuen Fällen pro Jahr ist das Mammakarzinom in Deutschland die häufigste Krebserkrankung von Frauen. Doch Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs: Moderne Untersuchungsverfahren machen es möglich unterschiedliche Untergruppen zu erkennen – wie etwa den dreifach-negativen Brustkrebs. Lange Zeit galt er als kaum behandelbar. Aber die Forschung macht zunehmend Fortschritte – die Zahl der Therapieoptionen wächst.

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Initiiert durch die Bayer AG wurde der „Förderverein zum Internationalen Tag der Klinischen Forschung“ gegründet. Das Ziel: über klinische Forschung aufklären. Foto von 2019: FdTKF  ©Peter Himsel

Ohne klinische Forschung kein medizinischer Fortschritt

Bevor ein neues Arzneimittel eine Zulassung erhalten kann, wird es in umfangreichen klinischen Prüfungen hinsichtlich seiner Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit erprobt. Ohne sie „gibt es keinen medizinischen Fortschritt“, betont Bernd Büttner, Senior Teamleiter, Administrations- und Studienunterstützung in der Region DACH (Deutschland), Bayer AG. Das Life-Science-Unternehmen hat daher im vergangenen Jahr die Gründung des „Fördervereins zum Internationalen Tag der Klinischen Forschung“ initiiert. Das Ziel: aufklären und informieren. Denn klinische Forschung geht nur mit gut informierten Menschen.

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Die „World Immunization Week“ Ende April soll den Wert von Impfstoffen in den Fokus rücken. Seit 1796 retten sie Leben. Foto: ©iStock.com/Kuzmik_A

Impfen: „Ein langes Leben für Alle“

Seit 1796 haben Impfstoffe eine Vielzahl an Leben gerettet, schreibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Während der „Impfwoche“, der „World Immunization Week“ vom 24. bis 30. April 2022, will sie den Wert von Vakzinen in den Fokus der Öffentlichkeit stellen. Dahinter steht eine Vision: „Long Life for All“ – ein langes, gesundes Leben für alle Menschen.

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Die Klimakrise aus medizinischer Sicht – dazu haben Prof. Dr. Harald Lesch und Dr. Martin Herrmann ein kurzes und absolut lesenswertes Buch geschrieben. Foto: ©iStock.com/sasirin pamai

Weshalb die Klimakrise ein medizinischer Notfall ist

Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise – weshalb das so ist und was wir dagegen tun können, beschreiben der Wissenschaftsjournalist Prof. Dr. Harald Lesch und der Mediziner Dr. Martin Herrmann in ihrem jüngst erschienenen Buch „Der Sprung über den Abgrund: Warum die Klimakrise uns zum Handeln zwingt“.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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