Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Darmkrebs könnte in Deutschland längst verschwunden sein – wir haben mit einem Experten darüber gesprochen  weshalb das noch nicht der Fall ist und was geschehen müsste. Foto: ©iStock.com/PhonlamaiPhoto

Was eine Darmspiegelung wirklich bringt

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 26.000 Menschen an Darmkrebs – ein Schicksal, das durch eine rechtzeitige Darmspiegelung vermeidbar wäre. Wir haben mit dem Gastroenterologen und Darmkrebs-Experten Dr. Jens Aschenbeck über alle Fragen rund um das Thema „Darmspiegelung“ gesprochen.

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Daten aus England zeigen: 2020 haben mehr heterosexuelle Menschen eine HIV-Diagnose erhalten als schwule und bisexuelle Männer. Foto: ©iStock.com/utah778

HIV: Wähnen sich Heterosexuelle zu sehr in Sicherheit?

2020 haben in England mehr heterosexuelle Menschen eine HIV-Diagnose erhalten als schwule und bisexuelle Männer. Diese Daten der „UK Health Security Agency“ zeigen: Es braucht ein Umdenken, soll HIV nachhaltig eingedämmt werden – in der Politik, in der Bevölkerung, im Gesundheitswesen. Denn Strategien, die vor allem auf klassische Risikogruppen abzielen, genügen nicht. Das gilt auch für Deutschland.

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Die WHO hat Meningitis-Erkrankungen den Kampf angesagt. Doch Meningitis-Impfungen fristen in Deutschland ein Nischendasein. Das könnte man ändern. Foto: ©iStock.com/Bernard Chantal

Meningitis-Erkrankungen: Deutschland muss mehr tun

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Meningitis-Erkrankungen den Kampf angesagt: Bis zum Jahr 2030 sollen sie zurückgedrängt sein. Eine wichtige Voraussetzung dafür: hohe Impfquoten. In vielen Ländern Europas wurden deshalb Impfprogramme gestartet. In Deutschland hingegen gibt es für die häufigste Variante bis heute keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Die Impfquoten des Meningokokken Typ B-Impfstoffs (MenB) sind entsprechend.

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Noch immer gibt es für die überwältigende Mehrheit der seltenen Erkrankungen keine ursächliche Therapie. Woran das liegt  zeigte sich auf einem Online-Talk der Care4Rare-Stiftung. Foto: CC0 (Stencil)

Seltene Erkrankungen: Forschung für die „Waisen der Medizin“

Rund 200 Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen sind seit dem Jahr 2000 in der Europäischen Union zugelassen worden – allein in den vergangenen fünf Jahren machten sie ein Drittel der Neuzulassungen aus. Doch noch immer gilt für die überwältigende Mehrheit der rund 8.000 Erkrankungen, dass es keine ursächliche Therapie oder gar eine Heilung gibt. Woran das liegt, zeigte sich auf einem Online-Talk der Care-for-Rare-Stiftung.

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„Zu teuer“  „zu wenig nachweisbarer Nutzen“ – es mehren sich die Stimmen  die die deutsche Regelung für Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen reformieren wollen. Doch die Kritik beruht auf Missverständnissen  findet Dierk Neugebauer von Bristol Myers Squibb. Foto: ©iStock.com/ipopba

Deutsche Orphan Drug-Regelung: Ein Erfolgsmodell

„Zu teuer“, „zu wenig nachweisbarer Nutzen“: Das sind nur zwei der Kritikpunkte an Arzneimitteln gegen seltene Erkrankungen. Aktuell mehren sich die Stimmen, die eine Reform der in Deutschland geltenden Orphan Drug-Regelung fordern. Doch die vorgebrachten Argumente beruhen auf Missverständnissen, findet Dierk Neugebauer vom forschenden Pharmaunternehmen Bristol Myers Squibb.

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Der Aufwand für Forschung und Entwicklung ist im Bereich der seltenen Erkrankungen besonders hoch. Daher ist auch die Politik gefragt. Ein Interview. Foto: ©iStock.com/CollageM

Forschung für seltene Erkrankungen: Eine „gemeinsame Aufgabe und Herausforderung“

Am 28. Februar ist „Rare Disease Day“: Dieser Tag soll Bewusstsein für die rund 8.000 seltenen Krankheiten schaffen, von denen weltweit insgesamt etwa 300 Millionen Menschen betroffen sind. Für immer mehr von ihnen gibt es Behandlungsmöglichkeiten, sogenannte „Orphan Drugs“ – für viele aber nach wie vor nicht. Denn rund 98 Prozent dieser Erkrankungen sind nicht ursächlich zu behandeln – der Erfolg der vergangenen Jahre kann also nur als ein Anfang gelten. Im Interview erklären Dr. Stefan Kropff, Medizinischer Direktor bei der Amgen GmbH, sowie seine Kollegin Hatice Camdere, Leiterin für den Bereich Value, Access und Policy, was die Forschung und Entwicklung so komplex und aufwändig macht. Dabei zeigt sich: Nicht nur die pharmazeutische Industrie, auch die Politik ist gefragt.

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Im „Tagesspiegel Debatten Salon“ diskutierten Fachleute des Gesundheitswesens über die drängendsten Zukunftsfragen. Foto: ©pharmafakten; Von links nach rechts: Dr. Klaus Reinhardt (Bundesärztekammer)  Ulrike Elsner (Verband der Ersatzkassen)  Prof. Dr. Edgar Franke (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit)  Han Steutel (vfa)

Gesundheitspolitik: „Mehr Pharma wagen!“

Was muss die neue Bundesregierung jetzt anpacken? Mit dieser Frage beschäftigten sich mehrere Fachleute aus dem Gesundheitswesen im Rahmen des Veranstaltungsformats „Tagesspiegel Debatten Salon“. Mit dabei: Han Steutel, Präsident des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa). Er betonte: „Medizinischer Fortschritt braucht innovationsfreundliche Bedingungen und Verlässlichkeit.“

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So wird medizinischer Fortschritt greifbar: Pfizer hat eine Website konzipiert  über die Leser:innen „scrollen“ können  um zu erfahren  was sich seit 1900 getan hat. Foto: ©iStock.com/Panuwat Sikham

Orphan Drugs im Kontext: Die Kostendebatte ist ein Blindflug

Die Kosten von Arzneimitteln gegen seltene Leiden sind ein gesundheitspolitischer Dauerbrenner. Kritisiert werden die steigenden Preise solcher Pharmazeutika. Mehrere Untersuchungen aus den USA deuten darauf hin, dass der Anteil der Arzneimittelkosten an der ökonomischen Gesamtbelastung, die seltene Erkrankungen mit sich bringen, überschaubar ist. Und dass solche Arzneimittel nicht nur einen medizinischen, sondern auch einen wirtschaftlichen Nutzen haben können.

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Darmkrebs könnte in Deutschland längst verschwunden sein – wir haben mit einem Experten darüber gesprochen  weshalb das noch nicht der Fall ist und was geschehen müsste. Foto: ©iStock.com/PhonlamaiPhoto

Was eine Darmspiegelung wirklich bringt

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 26.000 Menschen an Darmkrebs – ein Schicksal, das durch eine rechtzeitige Darmspiegelung vermeidbar wäre. Wir haben mit dem Gastroenterologen und Darmkrebs-Experten Dr. Jens Aschenbeck über alle Fragen rund um das Thema „Darmspiegelung“ gesprochen.

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Daten aus England zeigen: 2020 haben mehr heterosexuelle Menschen eine HIV-Diagnose erhalten als schwule und bisexuelle Männer. Foto: ©iStock.com/utah778

HIV: Wähnen sich Heterosexuelle zu sehr in Sicherheit?

2020 haben in England mehr heterosexuelle Menschen eine HIV-Diagnose erhalten als schwule und bisexuelle Männer. Diese Daten der „UK Health Security Agency“ zeigen: Es braucht ein Umdenken, soll HIV nachhaltig eingedämmt werden – in der Politik, in der Bevölkerung, im Gesundheitswesen. Denn Strategien, die vor allem auf klassische Risikogruppen abzielen, genügen nicht. Das gilt auch für Deutschland.

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Die WHO hat Meningitis-Erkrankungen den Kampf angesagt. Doch Meningitis-Impfungen fristen in Deutschland ein Nischendasein. Das könnte man ändern. Foto: ©iStock.com/Bernard Chantal

Meningitis-Erkrankungen: Deutschland muss mehr tun

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Meningitis-Erkrankungen den Kampf angesagt: Bis zum Jahr 2030 sollen sie zurückgedrängt sein. Eine wichtige Voraussetzung dafür: hohe Impfquoten. In vielen Ländern Europas wurden deshalb Impfprogramme gestartet. In Deutschland hingegen gibt es für die häufigste Variante bis heute keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Die Impfquoten des Meningokokken Typ B-Impfstoffs (MenB) sind entsprechend.

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Noch immer gibt es für die überwältigende Mehrheit der seltenen Erkrankungen keine ursächliche Therapie. Woran das liegt  zeigte sich auf einem Online-Talk der Care4Rare-Stiftung. Foto: CC0 (Stencil)

Seltene Erkrankungen: Forschung für die „Waisen der Medizin“

Rund 200 Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen sind seit dem Jahr 2000 in der Europäischen Union zugelassen worden – allein in den vergangenen fünf Jahren machten sie ein Drittel der Neuzulassungen aus. Doch noch immer gilt für die überwältigende Mehrheit der rund 8.000 Erkrankungen, dass es keine ursächliche Therapie oder gar eine Heilung gibt. Woran das liegt, zeigte sich auf einem Online-Talk der Care-for-Rare-Stiftung.

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„Zu teuer“  „zu wenig nachweisbarer Nutzen“ – es mehren sich die Stimmen  die die deutsche Regelung für Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen reformieren wollen. Doch die Kritik beruht auf Missverständnissen  findet Dierk Neugebauer von Bristol Myers Squibb. Foto: ©iStock.com/ipopba

Deutsche Orphan Drug-Regelung: Ein Erfolgsmodell

„Zu teuer“, „zu wenig nachweisbarer Nutzen“: Das sind nur zwei der Kritikpunkte an Arzneimitteln gegen seltene Erkrankungen. Aktuell mehren sich die Stimmen, die eine Reform der in Deutschland geltenden Orphan Drug-Regelung fordern. Doch die vorgebrachten Argumente beruhen auf Missverständnissen, findet Dierk Neugebauer vom forschenden Pharmaunternehmen Bristol Myers Squibb.

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Der Aufwand für Forschung und Entwicklung ist im Bereich der seltenen Erkrankungen besonders hoch. Daher ist auch die Politik gefragt. Ein Interview. Foto: ©iStock.com/CollageM

Forschung für seltene Erkrankungen: Eine „gemeinsame Aufgabe und Herausforderung“

Am 28. Februar ist „Rare Disease Day“: Dieser Tag soll Bewusstsein für die rund 8.000 seltenen Krankheiten schaffen, von denen weltweit insgesamt etwa 300 Millionen Menschen betroffen sind. Für immer mehr von ihnen gibt es Behandlungsmöglichkeiten, sogenannte „Orphan Drugs“ – für viele aber nach wie vor nicht. Denn rund 98 Prozent dieser Erkrankungen sind nicht ursächlich zu behandeln – der Erfolg der vergangenen Jahre kann also nur als ein Anfang gelten. Im Interview erklären Dr. Stefan Kropff, Medizinischer Direktor bei der Amgen GmbH, sowie seine Kollegin Hatice Camdere, Leiterin für den Bereich Value, Access und Policy, was die Forschung und Entwicklung so komplex und aufwändig macht. Dabei zeigt sich: Nicht nur die pharmazeutische Industrie, auch die Politik ist gefragt.

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Im „Tagesspiegel Debatten Salon“ diskutierten Fachleute des Gesundheitswesens über die drängendsten Zukunftsfragen. Foto: ©pharmafakten; Von links nach rechts: Dr. Klaus Reinhardt (Bundesärztekammer)  Ulrike Elsner (Verband der Ersatzkassen)  Prof. Dr. Edgar Franke (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit)  Han Steutel (vfa)

Gesundheitspolitik: „Mehr Pharma wagen!“

Was muss die neue Bundesregierung jetzt anpacken? Mit dieser Frage beschäftigten sich mehrere Fachleute aus dem Gesundheitswesen im Rahmen des Veranstaltungsformats „Tagesspiegel Debatten Salon“. Mit dabei: Han Steutel, Präsident des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa). Er betonte: „Medizinischer Fortschritt braucht innovationsfreundliche Bedingungen und Verlässlichkeit.“

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So wird medizinischer Fortschritt greifbar: Pfizer hat eine Website konzipiert  über die Leser:innen „scrollen“ können  um zu erfahren  was sich seit 1900 getan hat. Foto: ©iStock.com/Panuwat Sikham

Orphan Drugs im Kontext: Die Kostendebatte ist ein Blindflug

Die Kosten von Arzneimitteln gegen seltene Leiden sind ein gesundheitspolitischer Dauerbrenner. Kritisiert werden die steigenden Preise solcher Pharmazeutika. Mehrere Untersuchungen aus den USA deuten darauf hin, dass der Anteil der Arzneimittelkosten an der ökonomischen Gesamtbelastung, die seltene Erkrankungen mit sich bringen, überschaubar ist. Und dass solche Arzneimittel nicht nur einen medizinischen, sondern auch einen wirtschaftlichen Nutzen haben können.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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