Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Booster für die medizinische Forschung in Deutschland: Noch in diesem Jahr soll eine „Nationale Biobank“ eingeführt werden. Foto: ©iStock.com/metamorworks

„Nationale Biobank“ steht in den Startlöchern

Booster für die medizinische Forschung in Deutschland: Noch in diesem Jahr soll eine „Nationale Biobank“ eingeführt werden. Sie könnte für Forschende den Zugang zu Bioproben und damit verknüpften Gesundheitsdaten vereinfachen und erleichtern. Die Folge: Der Forschungsstandort Deutschland wird gestärkt, Innovationen für Patient:innen können schneller und zielgenauer entwickelt werden. Zudem dürfte die geplante Plattform auch erhebliche volkswirtschaftliche Vorteile mit sich bringen.

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Innovationshindernisse gezielt abbauen: Die Pharmainitiative Bayern fordert ein „AMNOG 2.0“. Foto: iStock.com / gorodenkoff

AMNOG 2.0: Arzneimittelinnovationen gezielt fördern

Seit 2011 gibt es das AMNOG-Verfahren: Es spielt eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Patient:innen mit Arzneimittelinnovationen. Im AMNOG wird der Zusatznutzen neuer Therapien bewertet. Dadurch soll es eine angemessene Preisgestaltung sicherstellen und einen schnellen Zugang ermöglichen. Doch gerade bei Arzneimitteln gegen seltene Erkrankungen sowie Gen- und Zelltherapien (ATMPs) zeigt die Nutzenbewertung strukturelle Schwächen. Sie können dazu führen, dass die Menschen in Deutschland nicht nach dem neuesten Stand der Medizin versorgt werden. Die Pharmainitiative Bayern legt in einem Positionspapier dar, was sich ändern muss. Sie fordert ein „AMNOG 2.0“.

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Die Arzneimittelherstellung in einer virtuellen Realität trainieren – diese Möglichkeit bietet das RESILIENCE-Programm aus dem Vereinigten Königreich. Foto: RIVERSTUDIO

Working in the pharmaceutical industry – trained with virtual reality

The shortage of skilled workers poses major challenges for the pharmaceutical industry. Compounding this is the fact that manufacturing innovations such as gene therapies have little in common with traditional drug production. In response, the United Kingdom (UK) launched the “RESILIENCE” project in April 2024. It offers training programmes that enable, for example, early-career professionals and students to learn medicines manufacturing in a virtual reality environment. An interview with RESILIENCE Director Ivan Wall, Professor in Regenerative Medicine at the University of Birmingham.

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Die Arzneimittelherstellung in einer virtuellen Realität trainieren – diese Möglichkeit bietet das RESILIENCE-Programm aus dem Vereinigten Königreich. Foto: RIVERSTUDIO

Arbeiten in der Pharmabranche – ausgebildet mit Virtual Reality

Der Fachkräftemangel stellt die Pharmaindustrie vor große Herausforderungen. Erschwerend kommt hinzu: Die Herstellung von Innovationen wie Gentherapien hat nur wenig mit traditioneller Medikamentenproduktion gemein. Das Vereinigte Königreich (UK) hat daher im April 2024 das Projekt „RESILIENCE“ gestartet: Es bietet Trainingsprogramme an, mit denen etwa Berufseinsteiger:innen oder Studierende die Arzneimittelherstellung in virtueller Realität erlernen können. Ein Interview mit RESILIENCE-Direktor Ivan Wall, Professor für Regenerative Medizin an der Universität in Birmingham.

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Ist das Gesundheitswesen und die Arzneimittelversorgung auf Krisensituationen vorbereitet? Nein, sagt der Pharmaverband BPI und hat eine Sicherheitsstrategie vorgelegt. Foto: ©iStock.com/Igor Kutyaev

Gesundheitssystem: Auf Krieg und Krisen nicht gut vorbereitet

Ist das Gesundheitswesen und die Arzneimittelversorgung auf Krisensituationen vorbereitet? Der Pharmaverband BPI hat darauf eine klare Antwort: Sie lautet Nein – und hat eine Sicherheitsstrategie vorgelegt. Es ist ein „Weckruf für Deutschlands Versorgungssouveränität im Kriegs- und Krisenfall“. Angesichts geopolitischer Spannungen, erdrückender Abhängigkeiten von Wirkstoffen aus dem asiatischen Raum und neuer Bedrohungen wie Klimakrise und antimikrobiellen Resistenzen sieht der Verband die Versorgung mit Arzneimitteln als eine Frage nationaler und europäischer Sicherheit.

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Häufige Klinikbesuche können für Menschen mit Erkrankungen wie Brustkrebs eine große Belastung darstellen. Digitale Lösungen können hier unterstützen – und die Sicherheit erhöhen.

Weniger Klinikbesuche, mehr Sicherheit: Digitale Lösungen für Brustkrebspatientinnen

Brustkrebs ist heute oft gut behandelbar. Selbst im metastasierten Stadium können die Patien:tinnen häufig noch viele Jahre mit der fortgeschrittenen Erkrankung leben. Moderne Therapien machen jedoch eine engmaschige medizinische Betreuung erforderlich. Die zahlreichen Klinikbesuche stellen für Betroffene und ihre Angehörigen eine erhebliche Belastung dar. Digitale Lösungen sollen hier unterstützen, Wege reduzieren und zugleich die Sicherheit erhöhen. Ein Interview mit Nicolas Weber, Head Innovation & Activation beim forschenden Pharmaunternehmen Novartis Deutschland.

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Adipositas ist eine komplexe Erkrankung. Oft brauchen die Betroffenen eine multimodale Therapie. Doch häufig verhindert Stigmatisierung, dass sie die Versorgung bekommen, die ihnen zusteht. Foto: Screenshot / Pharma Fakten

Adipositas ganzheitlich denken: Das ist „wirklich notwendig“

Bei einer chronischen Erkrankung wie Rheuma oder Asthma ist allen klar: Die Patient:innen brauchen eine gute, umfassende Behandlung. Warum ist das bei Adipositas anders? Vorurteile, fragwürdige Ratschläge und Stigmatisierung verhindern bis heute, dass Betroffene die medizinische Versorgung erhalten, die sie brauchen. Dabei ist die Vorstellung von Adipositas als reines Lifestyle-Problem wissenschaftlich gesehen längst überholt. Darüber sprachen mehrere Fachleute auf der F.A.Z. Konferenz Gesundheit & Ernährung 2026.

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ADCs sind einer der Innovationsmotoren in der Onkologie. Die Medikamente verändern das Leben von Menschen mit Krebs schon heute nachhaltig. Die Pipelines sind gut gefüllt. Foto: ©iStock.com/Love Employee

Intelligentes Trio: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate gegen Krebs

Wer heute über die wichtigsten Innovationsmotoren in der Onkologie nachdenkt, kommt an ihnen nicht vorbei: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate; kurz: ADCs. Sie verändern spürbar, wie Krebs behandelt wird, denn sie verbinden die Zielgenauigkeit von Antikörpern mit der Kraft hochpotenter Chemotherapien. Im bayerischen Pfaffenhofen entsteht zurzeit ein Zentrum zu Entwicklung und Herstellung dieser Präparate. Das Ziel: Das Leben von Menschen mit Krebserkrankungen nachhaltig zu verändern.

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Der medizinische Fortschritt wächst exponentiell. Die Bewertungssysteme für Innovationen wie das AMNOG sind darauf nicht vorbereitet. Das soll sich ändern. Foto: ©iStock.com/ipopba

Auf Innovationen verzichten? „Das können wir uns nicht leisten.“

Seit 15 Jahren regelt das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) die Bewertung des Zusatznutzens von neuen Arzneimitteln im Vergleich zu bestehenden Therapien und deren Erstattung durch die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Es soll sicherstellen, dass den Kosten für ein Präparat ein adäquater medizinischer Nutzen gegenübersteht. Über 500 Arzneimittel wurden seitdem bewertet. Nun muss das AMNOG aufs Trockendock. Es wurde für „klassische“ Arzneimittel mit breiter Indikation und klarer Studienlage konzipiert. Diese Zeiten sind vorbei.

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70.000 Frauen erhalten in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Zu viele von ihnen werden nicht nach den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt. Foto: ©iStock.com/EvgeniyShkolenko

Brustkrebs: Bei der Versorgung ist Luft nach oben

70.000 Frauen erhalten in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Das ist eine Neudiagnose alle sieben bis acht Minuten. Während die Versorgung in Deutschland im internationalen Vergleich als gut gilt, gibt es doch einige Hürden, die dafür sorgen, dass die Betroffenen nicht nach den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt werden. Sie und ihre Angehörigen bezahlen das mit unnötigem Leid und frühzeitigem Tod. Um diese Hürden ging es bei dem Politikfrühstück des Tagesspiegels „Früherkennung, metastasierter Brustkrebs und der Weg zu innovativen Therapien“.

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Booster für die medizinische Forschung in Deutschland: Noch in diesem Jahr soll eine „Nationale Biobank“ eingeführt werden. Foto: ©iStock.com/metamorworks

„Nationale Biobank“ steht in den Startlöchern

Booster für die medizinische Forschung in Deutschland: Noch in diesem Jahr soll eine „Nationale Biobank“ eingeführt werden. Sie könnte für Forschende den Zugang zu Bioproben und damit verknüpften Gesundheitsdaten vereinfachen und erleichtern. Die Folge: Der Forschungsstandort Deutschland wird gestärkt, Innovationen für Patient:innen können schneller und zielgenauer entwickelt werden. Zudem dürfte die geplante Plattform auch erhebliche volkswirtschaftliche Vorteile mit sich bringen.

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Innovationshindernisse gezielt abbauen: Die Pharmainitiative Bayern fordert ein „AMNOG 2.0“. Foto: iStock.com / gorodenkoff

AMNOG 2.0: Arzneimittelinnovationen gezielt fördern

Seit 2011 gibt es das AMNOG-Verfahren: Es spielt eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Patient:innen mit Arzneimittelinnovationen. Im AMNOG wird der Zusatznutzen neuer Therapien bewertet. Dadurch soll es eine angemessene Preisgestaltung sicherstellen und einen schnellen Zugang ermöglichen. Doch gerade bei Arzneimitteln gegen seltene Erkrankungen sowie Gen- und Zelltherapien (ATMPs) zeigt die Nutzenbewertung strukturelle Schwächen. Sie können dazu führen, dass die Menschen in Deutschland nicht nach dem neuesten Stand der Medizin versorgt werden. Die Pharmainitiative Bayern legt in einem Positionspapier dar, was sich ändern muss. Sie fordert ein „AMNOG 2.0“.

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Die Arzneimittelherstellung in einer virtuellen Realität trainieren – diese Möglichkeit bietet das RESILIENCE-Programm aus dem Vereinigten Königreich. Foto: RIVERSTUDIO

Working in the pharmaceutical industry – trained with virtual reality

The shortage of skilled workers poses major challenges for the pharmaceutical industry. Compounding this is the fact that manufacturing innovations such as gene therapies have little in common with traditional drug production. In response, the United Kingdom (UK) launched the “RESILIENCE” project in April 2024. It offers training programmes that enable, for example, early-career professionals and students to learn medicines manufacturing in a virtual reality environment. An interview with RESILIENCE Director Ivan Wall, Professor in Regenerative Medicine at the University of Birmingham.

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Die Arzneimittelherstellung in einer virtuellen Realität trainieren – diese Möglichkeit bietet das RESILIENCE-Programm aus dem Vereinigten Königreich. Foto: RIVERSTUDIO

Arbeiten in der Pharmabranche – ausgebildet mit Virtual Reality

Der Fachkräftemangel stellt die Pharmaindustrie vor große Herausforderungen. Erschwerend kommt hinzu: Die Herstellung von Innovationen wie Gentherapien hat nur wenig mit traditioneller Medikamentenproduktion gemein. Das Vereinigte Königreich (UK) hat daher im April 2024 das Projekt „RESILIENCE“ gestartet: Es bietet Trainingsprogramme an, mit denen etwa Berufseinsteiger:innen oder Studierende die Arzneimittelherstellung in virtueller Realität erlernen können. Ein Interview mit RESILIENCE-Direktor Ivan Wall, Professor für Regenerative Medizin an der Universität in Birmingham.

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Ist das Gesundheitswesen und die Arzneimittelversorgung auf Krisensituationen vorbereitet? Nein, sagt der Pharmaverband BPI und hat eine Sicherheitsstrategie vorgelegt. Foto: ©iStock.com/Igor Kutyaev

Gesundheitssystem: Auf Krieg und Krisen nicht gut vorbereitet

Ist das Gesundheitswesen und die Arzneimittelversorgung auf Krisensituationen vorbereitet? Der Pharmaverband BPI hat darauf eine klare Antwort: Sie lautet Nein – und hat eine Sicherheitsstrategie vorgelegt. Es ist ein „Weckruf für Deutschlands Versorgungssouveränität im Kriegs- und Krisenfall“. Angesichts geopolitischer Spannungen, erdrückender Abhängigkeiten von Wirkstoffen aus dem asiatischen Raum und neuer Bedrohungen wie Klimakrise und antimikrobiellen Resistenzen sieht der Verband die Versorgung mit Arzneimitteln als eine Frage nationaler und europäischer Sicherheit.

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Häufige Klinikbesuche können für Menschen mit Erkrankungen wie Brustkrebs eine große Belastung darstellen. Digitale Lösungen können hier unterstützen – und die Sicherheit erhöhen.

Weniger Klinikbesuche, mehr Sicherheit: Digitale Lösungen für Brustkrebspatientinnen

Brustkrebs ist heute oft gut behandelbar. Selbst im metastasierten Stadium können die Patien:tinnen häufig noch viele Jahre mit der fortgeschrittenen Erkrankung leben. Moderne Therapien machen jedoch eine engmaschige medizinische Betreuung erforderlich. Die zahlreichen Klinikbesuche stellen für Betroffene und ihre Angehörigen eine erhebliche Belastung dar. Digitale Lösungen sollen hier unterstützen, Wege reduzieren und zugleich die Sicherheit erhöhen. Ein Interview mit Nicolas Weber, Head Innovation & Activation beim forschenden Pharmaunternehmen Novartis Deutschland.

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Adipositas ist eine komplexe Erkrankung. Oft brauchen die Betroffenen eine multimodale Therapie. Doch häufig verhindert Stigmatisierung, dass sie die Versorgung bekommen, die ihnen zusteht. Foto: Screenshot / Pharma Fakten

Adipositas ganzheitlich denken: Das ist „wirklich notwendig“

Bei einer chronischen Erkrankung wie Rheuma oder Asthma ist allen klar: Die Patient:innen brauchen eine gute, umfassende Behandlung. Warum ist das bei Adipositas anders? Vorurteile, fragwürdige Ratschläge und Stigmatisierung verhindern bis heute, dass Betroffene die medizinische Versorgung erhalten, die sie brauchen. Dabei ist die Vorstellung von Adipositas als reines Lifestyle-Problem wissenschaftlich gesehen längst überholt. Darüber sprachen mehrere Fachleute auf der F.A.Z. Konferenz Gesundheit & Ernährung 2026.

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ADCs sind einer der Innovationsmotoren in der Onkologie. Die Medikamente verändern das Leben von Menschen mit Krebs schon heute nachhaltig. Die Pipelines sind gut gefüllt. Foto: ©iStock.com/Love Employee

Intelligentes Trio: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate gegen Krebs

Wer heute über die wichtigsten Innovationsmotoren in der Onkologie nachdenkt, kommt an ihnen nicht vorbei: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate; kurz: ADCs. Sie verändern spürbar, wie Krebs behandelt wird, denn sie verbinden die Zielgenauigkeit von Antikörpern mit der Kraft hochpotenter Chemotherapien. Im bayerischen Pfaffenhofen entsteht zurzeit ein Zentrum zu Entwicklung und Herstellung dieser Präparate. Das Ziel: Das Leben von Menschen mit Krebserkrankungen nachhaltig zu verändern.

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Der medizinische Fortschritt wächst exponentiell. Die Bewertungssysteme für Innovationen wie das AMNOG sind darauf nicht vorbereitet. Das soll sich ändern. Foto: ©iStock.com/ipopba

Auf Innovationen verzichten? „Das können wir uns nicht leisten.“

Seit 15 Jahren regelt das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) die Bewertung des Zusatznutzens von neuen Arzneimitteln im Vergleich zu bestehenden Therapien und deren Erstattung durch die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Es soll sicherstellen, dass den Kosten für ein Präparat ein adäquater medizinischer Nutzen gegenübersteht. Über 500 Arzneimittel wurden seitdem bewertet. Nun muss das AMNOG aufs Trockendock. Es wurde für „klassische“ Arzneimittel mit breiter Indikation und klarer Studienlage konzipiert. Diese Zeiten sind vorbei.

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70.000 Frauen erhalten in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Zu viele von ihnen werden nicht nach den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt. Foto: ©iStock.com/EvgeniyShkolenko

Brustkrebs: Bei der Versorgung ist Luft nach oben

70.000 Frauen erhalten in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Das ist eine Neudiagnose alle sieben bis acht Minuten. Während die Versorgung in Deutschland im internationalen Vergleich als gut gilt, gibt es doch einige Hürden, die dafür sorgen, dass die Betroffenen nicht nach den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt werden. Sie und ihre Angehörigen bezahlen das mit unnötigem Leid und frühzeitigem Tod. Um diese Hürden ging es bei dem Politikfrühstück des Tagesspiegels „Früherkennung, metastasierter Brustkrebs und der Weg zu innovativen Therapien“.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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