Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Klinische Studien gehören zu den wichtigsten Instrumenten der modernen Medizin. Das Unternehmen Regeneron will in Zukunft mehr Studien in Deutschland durchführen. Ein Interview mit Dr. med. Steffen Hartrampf, Executive Medical Director International.

Klinische Studien: Brücken zwischen Wissenschaft und Medizin schlagen

Klinische Studien gehören zu den wichtigsten Instrumenten der modernen Medizin. Sie sind Motor für medizinischen Fortschritt, können neue Therapieoptionen schaffen und die Versorgung von Patient:innen verbessern. Außerdem stärken sie den Forschungsstandort und stellen sicher, dass innovative Medizin auch in Deutschland schnell und sicher zum Einsatz kommt. Das forschende pharmazeutische Unternehmen Regeneron will in Zukunft mehr Studien durchführen. Ein Gespräch mit Dr. med. Steffen Hartrampf, Executive Medical Director International.

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„Verpasste Chance“ und Rotstift mit der „Schrotflinte“ – der BPI kritisiert die Pläne der Bundesregierung zur GKV-Stabilisierung. Foto: ©iStock.com/ipopba

GKV-Reform mit der „Schrotflinte: Es trifft alle – außer den Bund“

Seit Freitag vergangener Woche kursiert der Referentenentwurf der Bundesgesundheitsministerin zur Finanzreform der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV), der noch diesen Monat durch das Kabinett soll. Für den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) ist er „eine verpasste Chance für mehr Gerechtigkeit.“ Die Pharmaunternehmen – in der Nationalen Pharmastrategie noch zur „Leitindustrie“ erhoben – sind entsetzt.

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66 Vorschläge und viel Gegenwind: Prof. Dr. Thomas Hammerschmidt von der TH Rosenheim ordnet im Interview die GKV-Spar-Empfehlungen einer Expertenkommission ein.

Krankenkassen-Reform: „Alle müssen etwas beitragen“

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die Qual der Wahl: Ihr liegen 66 Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor. Doch welche davon sollte sie umsetzen? Und wie sehr müssen dabei die pharmazeutische Industrie und andere Beteiligte in die Pflicht genommen werden? Darüber haben wir mit Prof. Dr. Thomas Hammerschmidt gesprochen, Dekan der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften an der Technischen Hochschule Rosenheim.

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Der Return of Investment im Bereich von Erwachsenen-Impfstoffen beträgt 19 zu 1. Doch die Impfquoten gehen zurück – mit teilweise besorgniserregenden Trends. Foto: ©iStock.com/Jatuporn Tansirimas

Erwachsenen-Impfungen: 1 Euro ausgegeben, 19 Euro gewonnen

Der Return of Investment (ROI) im Bereich von Erwachsenen-Impfstoffen beträgt 19 zu 1. Soll heißen: Für jeden in die Hand genommenen Euro entstehen gesamtgesellschaftliche Erträge von 19 Euro. Denn Impfstoffe können weit mehr als Menschen zu schützen. Jeder vermiedene Krankheitsfall schont die Gesundheits- und Sozialsysteme, kann Produktivitätsverluste mindern und gerade in alternden Gesellschaften die Widerstandsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes nachhaltig stärken. Doch die Impfquoten gehen zurück – mit teilweise besorgniserregenden Trends.

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Von wegen zu faul: Noch nie haben in Deutschland mehr Menschen gearbeitet, so der Pharmaverband vfa. Allerdings gibt es Hürden, die vor allem Frauen davon abhalten ihr Potenzial auszuschöpfen. Foto: iStock.com / gorodenkoff

Arbeitsmarkt: „Deutschland ist so fleißig wie nie“

Zu viel „Lifestyle“-Teilzeit? Zu faul? Viele Vorurteile über die Arbeitseinstellung der Deutschen haben weder Hand noch Fuß. Das zeigt eine Analyse des Pharmaverbands vfa. Demnach sind so viele Menschen erwerbstätig wie noch nie. Zwar arbeiten viele von ihnen in reduzierter Stundenzahl: Doch das hat wohl weniger mit der individuellen Motivation zu tun, sondern eher mit den Rahmenbedingungen, die es insbesondere Frauen erschweren, ihr berufliches Potenzial auszuschöpfen. Die Politik ist gefragt, Hürden abzubauen.

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Die FinanzKommission Gesundheit empfiehlt der Politik, zur GKV-Finanzstabilisierung den Herstellerabschlag für patentgeschützte Arzneimittel zu erhöhen und zu dynamisieren: Das könnte volkswirtschaftlich mehr schaden als nützen. Foto: ©iStock.com/BitsAndSplits

Herstellerabschlag: Warum diese Arzneimittel-Sparpläne ganz Deutschland schaden

Im Gesundheitswesen soll gespart werden. Im Raum steht, den Herstellerabschlag für patentgeschützte Arzneimittel zu erhöhen. Ein neu veröffentlichtes Gutachten des BASYS-Instituts zeigt: Das würde volkswirtschaftlich mehr schaden als nützen. Der Bericht kommt genau zur richtigen Zeit: Schließlich will das Bundesgesundheitsministerium „sehr zeitnah ein Gesetzgebungsverfahren einleiten“, um kurzfristig wirkende Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen umzusetzen. Die Gefahr ist, dass sie die Gesundheitsversorgung, Wirtschaft und Innovationskraft Deutschlands schwächen.

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„Europa gelingt es nur schwer, seine Forschungsleistung in Investitionen, klinische Studien und neue Medikamente umzusetzen. Dabei ist genau das entscheidend für bessere Gesundheit und wirtschaftliches Wachstum“, so EFPIA. Foto: ©iStock.com/Nadzeya Haroshka

Mehr Spitzenforschung: Europas 100 Milliarden Euro-Chance

Ohne die Pharmaindustrie würde sich der Handelsbilanzüberschuss der Europäischen Union (EU) in Höhe von 133 Milliarden Euro in ein Defizit von 88 Milliarden Euro verwandeln. Das zeigt, wie wichtig die Branche ist. Doch in vielen Bereichen lässt die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu wünschen übrig, gerade im Vergleich zu den USA oder China. Der Pharmaverband EFPIA hat dazu eine Analyse veröffentlicht. Angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen sollte sie ein Weckruf sein.

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Die FinanzKommission Gesundheit hat ihren ersten Bericht zur Stabilisierung der GKV-Finanzen veröffentlicht. „Sparpolitik bei Arzneimitteln ist ein Irrweg“, heißt es aus der Pharmaindustrie. Foto: iStock.com / gorodenkoff

No-Go: Wenn Sparmaßnahmen die Arzneimittelversorgung schwächen

Wie gelingt es, die Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu stabilisieren? Dazu hat die von Gesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte FinanzKommission Gesundheit (FKG) ihren ersten Bericht veröffentlicht. Die Bundesregierung hat nun die Qual der Wahl, welche der 66 Empfehlungen sie umsetzen will. Dazu braucht es Fingerspitzengefühl: Denn unter den Vorschlägen sind Sparmaßnahmen, die das Zeug dazu haben, die Arzneimittelversorgung der Menschen und den Pharmastandort in Deutschland zu schwächen. Die FKG sieht das teilweise anders – hat aber eine wichtige Tatsache vergessen.

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Auf dem CAR-T Congress in Berlin kamen Patient:innen und Expert:innen unter anderem aus Wissenschaft, Klinik, Kostenträgern und Industrie zusammen, um darüber zu sprechen, wie die Versorgung der Patient:innen mit CAR-T-Zelltherapien verbessert werden kann. Foto: iStock.com/:Jacob Wackerhausen

Krebs zurückgedrängt: „Ich bin hier, weil es die CAR-T-Zelltherapie gibt.“

CAR-T-Zelltherapien können das Leben von Menschen mit hochaggressiven Blutkrebserkrankungen auf den Kopf stellen, zunehmend sogar Hoffnung auf Heilung geben. So wie bei Jan Leidecker, der seine bewegende Geschichte auf dem „CAR-T Congress 2026“ des LAWG Deutschland e.V. in Berlin erzählte. Dort kamen Patient:innen und Fachleute aus Medizin, Wissenschaft, Industrie und Kostenträgern zusammen, um über das Potenzial dieser besonderen Behandlungsform zu sprechen. Alle waren sich einig: Im deutschen Gesundheitssystem muss sich einiges ändern, damit die Versorgung besser wird – und die Bundesrepublik beim medizinischen Fortschritt mithält.

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Groß ist der Reformbedarf im Gesundheitswesen – mit Spannung werden die Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit erwartet. Boehringer Ingelheim hat die Bilanzpressekonferenz genutzt, um der Politik ein paar Reformideen mit auf den Weg zu geben. Foto: ©iStock.com/designer491

Gesundheitsreform: „Mit und nicht an Arzneimitteln sparen“

Groß ist der Reformbedarf in deutschen Gesundheitswesen – mit Spannung werden die Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit (FKG) erwartet, deren Aufgabe es ist, Vorschläge zur Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu erarbeiten. Das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim hat die Bilanzpressekonferenz genutzt, um der Politik ein paar Reformideen mit auf den Weg zu geben. „Wir brauchen einen Umbau des Systems“, sagte Deutschlandchef Médard Schoenmaeckers.

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Klinische Studien gehören zu den wichtigsten Instrumenten der modernen Medizin. Das Unternehmen Regeneron will in Zukunft mehr Studien in Deutschland durchführen. Ein Interview mit Dr. med. Steffen Hartrampf, Executive Medical Director International.

Klinische Studien: Brücken zwischen Wissenschaft und Medizin schlagen

Klinische Studien gehören zu den wichtigsten Instrumenten der modernen Medizin. Sie sind Motor für medizinischen Fortschritt, können neue Therapieoptionen schaffen und die Versorgung von Patient:innen verbessern. Außerdem stärken sie den Forschungsstandort und stellen sicher, dass innovative Medizin auch in Deutschland schnell und sicher zum Einsatz kommt. Das forschende pharmazeutische Unternehmen Regeneron will in Zukunft mehr Studien durchführen. Ein Gespräch mit Dr. med. Steffen Hartrampf, Executive Medical Director International.

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„Verpasste Chance“ und Rotstift mit der „Schrotflinte“ – der BPI kritisiert die Pläne der Bundesregierung zur GKV-Stabilisierung. Foto: ©iStock.com/ipopba

GKV-Reform mit der „Schrotflinte: Es trifft alle – außer den Bund“

Seit Freitag vergangener Woche kursiert der Referentenentwurf der Bundesgesundheitsministerin zur Finanzreform der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV), der noch diesen Monat durch das Kabinett soll. Für den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) ist er „eine verpasste Chance für mehr Gerechtigkeit.“ Die Pharmaunternehmen – in der Nationalen Pharmastrategie noch zur „Leitindustrie“ erhoben – sind entsetzt.

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66 Vorschläge und viel Gegenwind: Prof. Dr. Thomas Hammerschmidt von der TH Rosenheim ordnet im Interview die GKV-Spar-Empfehlungen einer Expertenkommission ein.

Krankenkassen-Reform: „Alle müssen etwas beitragen“

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die Qual der Wahl: Ihr liegen 66 Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor. Doch welche davon sollte sie umsetzen? Und wie sehr müssen dabei die pharmazeutische Industrie und andere Beteiligte in die Pflicht genommen werden? Darüber haben wir mit Prof. Dr. Thomas Hammerschmidt gesprochen, Dekan der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften an der Technischen Hochschule Rosenheim.

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Der Return of Investment im Bereich von Erwachsenen-Impfstoffen beträgt 19 zu 1. Doch die Impfquoten gehen zurück – mit teilweise besorgniserregenden Trends. Foto: ©iStock.com/Jatuporn Tansirimas

Erwachsenen-Impfungen: 1 Euro ausgegeben, 19 Euro gewonnen

Der Return of Investment (ROI) im Bereich von Erwachsenen-Impfstoffen beträgt 19 zu 1. Soll heißen: Für jeden in die Hand genommenen Euro entstehen gesamtgesellschaftliche Erträge von 19 Euro. Denn Impfstoffe können weit mehr als Menschen zu schützen. Jeder vermiedene Krankheitsfall schont die Gesundheits- und Sozialsysteme, kann Produktivitätsverluste mindern und gerade in alternden Gesellschaften die Widerstandsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes nachhaltig stärken. Doch die Impfquoten gehen zurück – mit teilweise besorgniserregenden Trends.

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Von wegen zu faul: Noch nie haben in Deutschland mehr Menschen gearbeitet, so der Pharmaverband vfa. Allerdings gibt es Hürden, die vor allem Frauen davon abhalten ihr Potenzial auszuschöpfen. Foto: iStock.com / gorodenkoff

Arbeitsmarkt: „Deutschland ist so fleißig wie nie“

Zu viel „Lifestyle“-Teilzeit? Zu faul? Viele Vorurteile über die Arbeitseinstellung der Deutschen haben weder Hand noch Fuß. Das zeigt eine Analyse des Pharmaverbands vfa. Demnach sind so viele Menschen erwerbstätig wie noch nie. Zwar arbeiten viele von ihnen in reduzierter Stundenzahl: Doch das hat wohl weniger mit der individuellen Motivation zu tun, sondern eher mit den Rahmenbedingungen, die es insbesondere Frauen erschweren, ihr berufliches Potenzial auszuschöpfen. Die Politik ist gefragt, Hürden abzubauen.

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Die FinanzKommission Gesundheit empfiehlt der Politik, zur GKV-Finanzstabilisierung den Herstellerabschlag für patentgeschützte Arzneimittel zu erhöhen und zu dynamisieren: Das könnte volkswirtschaftlich mehr schaden als nützen. Foto: ©iStock.com/BitsAndSplits

Herstellerabschlag: Warum diese Arzneimittel-Sparpläne ganz Deutschland schaden

Im Gesundheitswesen soll gespart werden. Im Raum steht, den Herstellerabschlag für patentgeschützte Arzneimittel zu erhöhen. Ein neu veröffentlichtes Gutachten des BASYS-Instituts zeigt: Das würde volkswirtschaftlich mehr schaden als nützen. Der Bericht kommt genau zur richtigen Zeit: Schließlich will das Bundesgesundheitsministerium „sehr zeitnah ein Gesetzgebungsverfahren einleiten“, um kurzfristig wirkende Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen umzusetzen. Die Gefahr ist, dass sie die Gesundheitsversorgung, Wirtschaft und Innovationskraft Deutschlands schwächen.

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„Europa gelingt es nur schwer, seine Forschungsleistung in Investitionen, klinische Studien und neue Medikamente umzusetzen. Dabei ist genau das entscheidend für bessere Gesundheit und wirtschaftliches Wachstum“, so EFPIA. Foto: ©iStock.com/Nadzeya Haroshka

Mehr Spitzenforschung: Europas 100 Milliarden Euro-Chance

Ohne die Pharmaindustrie würde sich der Handelsbilanzüberschuss der Europäischen Union (EU) in Höhe von 133 Milliarden Euro in ein Defizit von 88 Milliarden Euro verwandeln. Das zeigt, wie wichtig die Branche ist. Doch in vielen Bereichen lässt die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu wünschen übrig, gerade im Vergleich zu den USA oder China. Der Pharmaverband EFPIA hat dazu eine Analyse veröffentlicht. Angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen sollte sie ein Weckruf sein.

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Die FinanzKommission Gesundheit hat ihren ersten Bericht zur Stabilisierung der GKV-Finanzen veröffentlicht. „Sparpolitik bei Arzneimitteln ist ein Irrweg“, heißt es aus der Pharmaindustrie. Foto: iStock.com / gorodenkoff

No-Go: Wenn Sparmaßnahmen die Arzneimittelversorgung schwächen

Wie gelingt es, die Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu stabilisieren? Dazu hat die von Gesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte FinanzKommission Gesundheit (FKG) ihren ersten Bericht veröffentlicht. Die Bundesregierung hat nun die Qual der Wahl, welche der 66 Empfehlungen sie umsetzen will. Dazu braucht es Fingerspitzengefühl: Denn unter den Vorschlägen sind Sparmaßnahmen, die das Zeug dazu haben, die Arzneimittelversorgung der Menschen und den Pharmastandort in Deutschland zu schwächen. Die FKG sieht das teilweise anders – hat aber eine wichtige Tatsache vergessen.

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Auf dem CAR-T Congress in Berlin kamen Patient:innen und Expert:innen unter anderem aus Wissenschaft, Klinik, Kostenträgern und Industrie zusammen, um darüber zu sprechen, wie die Versorgung der Patient:innen mit CAR-T-Zelltherapien verbessert werden kann. Foto: iStock.com/:Jacob Wackerhausen

Krebs zurückgedrängt: „Ich bin hier, weil es die CAR-T-Zelltherapie gibt.“

CAR-T-Zelltherapien können das Leben von Menschen mit hochaggressiven Blutkrebserkrankungen auf den Kopf stellen, zunehmend sogar Hoffnung auf Heilung geben. So wie bei Jan Leidecker, der seine bewegende Geschichte auf dem „CAR-T Congress 2026“ des LAWG Deutschland e.V. in Berlin erzählte. Dort kamen Patient:innen und Fachleute aus Medizin, Wissenschaft, Industrie und Kostenträgern zusammen, um über das Potenzial dieser besonderen Behandlungsform zu sprechen. Alle waren sich einig: Im deutschen Gesundheitssystem muss sich einiges ändern, damit die Versorgung besser wird – und die Bundesrepublik beim medizinischen Fortschritt mithält.

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Groß ist der Reformbedarf im Gesundheitswesen – mit Spannung werden die Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit erwartet. Boehringer Ingelheim hat die Bilanzpressekonferenz genutzt, um der Politik ein paar Reformideen mit auf den Weg zu geben. Foto: ©iStock.com/designer491

Gesundheitsreform: „Mit und nicht an Arzneimitteln sparen“

Groß ist der Reformbedarf in deutschen Gesundheitswesen – mit Spannung werden die Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit (FKG) erwartet, deren Aufgabe es ist, Vorschläge zur Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu erarbeiten. Das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim hat die Bilanzpressekonferenz genutzt, um der Politik ein paar Reformideen mit auf den Weg zu geben. „Wir brauchen einen Umbau des Systems“, sagte Deutschlandchef Médard Schoenmaeckers.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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