Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Das COMPACT-Forschungsprojekt hatte ein Ziel: Hürden bei der Entwicklung von Biopharmazeutika abbauen. Wurde das Ziel erreicht? Foto: CC0 (Stencil)

Neuromuskuläre Erkrankungen: Neue Medikamente dringend gesucht

„Muskelschwund“ – Hinter diesem Begriff versteckt sich eine Reihe von neuromuskulären Erkrankungen, die eines gemeinsam haben: Sie sind sehr komplex und schlecht zu behandeln. Das immer tiefergehende Verständnis genetischer Prozesse hat die Suche nach neuen Medikamenten in den vergangenen Jahren angetrieben. In einem Bericht zählt das Beratungsunternehmen IQVIA mehr als 195 Moleküle auf, die zurzeit von 165 Unternehmen in 20 Ländern untersucht werden. Sie sollen die Versorgung der betroffenen Patienten verbessern.

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Zwei Beispiele: Australien macht vor  wie man mit Programmen die Gesundheit von Menschen erheblich verbessern kann. Eine Blaupause für Deutschland? / Foto: Stencil - CC0

Australien: Gesundheitsprogramme mit großer Wirkung

Medizinischer Fortschritt kann das Leben von Patientinnen und Patienten nur verbessern, wenn er auch bei ihnen ankommt. Was nutzen neue Medikamente oder Impfstoffe, wenn sie die Menschen nicht oder nicht in ausreichendem Maße erreichen? Dass das auch in Deutschland ein Thema sein kann, zeigt ein Blick ans andere Ende der Welt. Australien macht vor, wie man mit konzertierten Aktionen und Gesundheitsprogrammen die Gesundheit von Menschen erheblich verbessern kann. Eine Blaupause für Deutschland?

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Bei Mukoviszidose konnten in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt werden. Wird eines Tages eine Heilung möglich sein? / Foto: ©iStock.com/spukkato (Siam Pukkato)

Mukoviszidose-Therapie: Forschung, Fortschritt, Heilung?

Lebenserwartung: 50 Jahre. Mit dieser Zahl sind heute in Deutschland geborene Mukoviszidose-Patienten konfrontiert. Bis zu 8.000 Menschen leiden hierzulande insgesamt an der angeborenen, seltenen Stoffwechselerkrankung. 50 Jahre: Das ist nicht viel. Nichtsdestotrotz ist diese Zahl das Ergebnis eines enormen medizinischen Fortschritts. Und die Forschung ist noch lange nicht am Ende ihrer Kräfte: Ist in Zukunft gar eine Heilung möglich?

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Daten aus England zeigen: 2020 haben mehr heterosexuelle Menschen eine HIV-Diagnose erhalten als schwule und bisexuelle Männer. Foto: ©iStock.com/utah778

Welt-AIDS-Tag: „Die Werkzeuge sind vorhanden.“

UNAIDS, das Aids-Programm der Vereinten Nationen, möchte bis zum Jahr 2020 die so genannten 90-90-90-Ziele erreichen: 90 Prozent aller Betroffenen kennen ihre HIV-Diagnose. 90 Prozent der Menschen mit einer Diagnose erhalten eine antiretrovirale Therapie. 90 Prozent der Menschen mit einer HIV-Therapie haben eine Viruslast unter der Nachweisgrenze. Die Pharma Fakten-Redaktion hat anlässlich des Welt-AIDS-Tages zum 1. Dezember mit dem Arzt und AIDS-Forscher Prof. Dr. Jürgen Rockstroh über Erfolge und Schwierigkeiten dieser Strategie gesprochen.

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The Global Polio Eradication Initiative hat ein Ziel: die Kinderlähmung bis 2023 weltweit ausrotten. Das geht nur mit Impfungen. Foto:© iStock.com/borgogniels (Photographer: Mayer Riccardo)

„Access to Medicine Index 2018“: Kommt der medizinische Fortschritt in armen Ländern an?

Alle Menschen auf der Welt haben ein Grundrecht darauf, sich der bestmöglichen Gesundheit erfreuen zu können. So steht es in der Satzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Doch in Bezug auf die medizinische Versorgung ärmerer Länder ist noch viel zu tun. Nichtsdestotrotz gibt es Fortschritte, wie der aktuelle „Access to Medicine Index“ zeigt. Er untersucht seit 2008 alle zwei Jahre die Bemühungen von 20 führenden forschenden Pharmaunternehmen, den Zugang zu Arzneimitteln in Ländern mit niedrigem und niedrigerem mittlerem Einkommen zu verbessern.

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Hierzulande wird die Sepsis dramatisch unterschätzt. Das führt zu bis zu 20.000 vermeidbaren Todesfällen pro Jahr. Das Uniklinikum Greifswald zeigt  wie man es besser machen kann. Foto: CC0 (Stencil)

Sepsis in Deutschland: Bis zu 20.000 vermeidbare Todesfälle

In Deutschland wird die Sepsis dramatisch unterschätzt. Die Folgen sind bis zu 20.000 vermeidbare Todesfälle pro Jahr – oder 55 Tote pro Tag. Das Uniklinikum Greifswald zeigt mit seinem Programm „Sepsisdialog“, wie man es besser machen kann. Die Sepsis ist weltweit die Nummer Eins unter den vermeidbaren Todesursachen.

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Welchen Einfluss haben so genannte krankheitsmodifizierende Therapien auf den Verlauf der Multiplen Sklerose (MS)? Eine Studie aus Australien gibt Antworten. Foto: CC0 (Stencil)

Gesundheitssystem: Zu wenige Anreize für Innovationen

Wie lässt sich das Gesundheitswesen in Deutschland noch besser und effizienter gestalten? Zu dieser Frage hat die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) den Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft befragt. Herausgekommen ist die Studie „Gesundheit und Medizin – Herausforderungen und Chancen“.

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"Superbugs": Über 30.000 Tote durch gegen Antibiotika resistente Keime in Europa. Foto: CC0 (Stencil)

Antibiotika-Resistenz: Zeit zu Handeln

„Der Wandel kann nicht warten. Unsere Zeit mit Antibiotika läuft aus.“ Mit klaren Worten warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor den Folgen von Antibiotika-Resistenzen. Vom 12. bis 18. November ist World Antibiotic Awareness Week.

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Über den Einsatz von Herz-Kreislauf-Therapien gibt es einen großen Wissensschatz. Die Versorgungsforschung kann trotzdem zu neuen Erkenntnissen führen  weiß IQVIA. Foto: CC0 (Stencil)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: eine unterschätzte Gefahr bei Diabetikern

„Patienten mit Diabetes mellitus versterben zu 50 Prozent […] an kardiovaskulären Erkrankungen“, sagt der Mediziner Prof. Dr. med. Christian A. Schneider. Dass ein Zusammenhang zwischen der Zuckerkrankheit und Herzinfarkt und Co. besteht, wissen viele Patienten jedoch nicht. Dabei ist eine gezielte Prävention und Behandlung wichtig. Am 14. November ist Weltdiabetestag.

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Das COMPACT-Forschungsprojekt hatte ein Ziel: Hürden bei der Entwicklung von Biopharmazeutika abbauen. Wurde das Ziel erreicht? Foto: CC0 (Stencil)

Neuromuskuläre Erkrankungen: Neue Medikamente dringend gesucht

„Muskelschwund“ – Hinter diesem Begriff versteckt sich eine Reihe von neuromuskulären Erkrankungen, die eines gemeinsam haben: Sie sind sehr komplex und schlecht zu behandeln. Das immer tiefergehende Verständnis genetischer Prozesse hat die Suche nach neuen Medikamenten in den vergangenen Jahren angetrieben. In einem Bericht zählt das Beratungsunternehmen IQVIA mehr als 195 Moleküle auf, die zurzeit von 165 Unternehmen in 20 Ländern untersucht werden. Sie sollen die Versorgung der betroffenen Patienten verbessern.

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Zwei Beispiele: Australien macht vor  wie man mit Programmen die Gesundheit von Menschen erheblich verbessern kann. Eine Blaupause für Deutschland? / Foto: Stencil - CC0

Australien: Gesundheitsprogramme mit großer Wirkung

Medizinischer Fortschritt kann das Leben von Patientinnen und Patienten nur verbessern, wenn er auch bei ihnen ankommt. Was nutzen neue Medikamente oder Impfstoffe, wenn sie die Menschen nicht oder nicht in ausreichendem Maße erreichen? Dass das auch in Deutschland ein Thema sein kann, zeigt ein Blick ans andere Ende der Welt. Australien macht vor, wie man mit konzertierten Aktionen und Gesundheitsprogrammen die Gesundheit von Menschen erheblich verbessern kann. Eine Blaupause für Deutschland?

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Bei Mukoviszidose konnten in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt werden. Wird eines Tages eine Heilung möglich sein? / Foto: ©iStock.com/spukkato (Siam Pukkato)

Mukoviszidose-Therapie: Forschung, Fortschritt, Heilung?

Lebenserwartung: 50 Jahre. Mit dieser Zahl sind heute in Deutschland geborene Mukoviszidose-Patienten konfrontiert. Bis zu 8.000 Menschen leiden hierzulande insgesamt an der angeborenen, seltenen Stoffwechselerkrankung. 50 Jahre: Das ist nicht viel. Nichtsdestotrotz ist diese Zahl das Ergebnis eines enormen medizinischen Fortschritts. Und die Forschung ist noch lange nicht am Ende ihrer Kräfte: Ist in Zukunft gar eine Heilung möglich?

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Daten aus England zeigen: 2020 haben mehr heterosexuelle Menschen eine HIV-Diagnose erhalten als schwule und bisexuelle Männer. Foto: ©iStock.com/utah778

Welt-AIDS-Tag: „Die Werkzeuge sind vorhanden.“

UNAIDS, das Aids-Programm der Vereinten Nationen, möchte bis zum Jahr 2020 die so genannten 90-90-90-Ziele erreichen: 90 Prozent aller Betroffenen kennen ihre HIV-Diagnose. 90 Prozent der Menschen mit einer Diagnose erhalten eine antiretrovirale Therapie. 90 Prozent der Menschen mit einer HIV-Therapie haben eine Viruslast unter der Nachweisgrenze. Die Pharma Fakten-Redaktion hat anlässlich des Welt-AIDS-Tages zum 1. Dezember mit dem Arzt und AIDS-Forscher Prof. Dr. Jürgen Rockstroh über Erfolge und Schwierigkeiten dieser Strategie gesprochen.

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The Global Polio Eradication Initiative hat ein Ziel: die Kinderlähmung bis 2023 weltweit ausrotten. Das geht nur mit Impfungen. Foto:© iStock.com/borgogniels (Photographer: Mayer Riccardo)

„Access to Medicine Index 2018“: Kommt der medizinische Fortschritt in armen Ländern an?

Alle Menschen auf der Welt haben ein Grundrecht darauf, sich der bestmöglichen Gesundheit erfreuen zu können. So steht es in der Satzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Doch in Bezug auf die medizinische Versorgung ärmerer Länder ist noch viel zu tun. Nichtsdestotrotz gibt es Fortschritte, wie der aktuelle „Access to Medicine Index“ zeigt. Er untersucht seit 2008 alle zwei Jahre die Bemühungen von 20 führenden forschenden Pharmaunternehmen, den Zugang zu Arzneimitteln in Ländern mit niedrigem und niedrigerem mittlerem Einkommen zu verbessern.

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Hierzulande wird die Sepsis dramatisch unterschätzt. Das führt zu bis zu 20.000 vermeidbaren Todesfällen pro Jahr. Das Uniklinikum Greifswald zeigt  wie man es besser machen kann. Foto: CC0 (Stencil)

Sepsis in Deutschland: Bis zu 20.000 vermeidbare Todesfälle

In Deutschland wird die Sepsis dramatisch unterschätzt. Die Folgen sind bis zu 20.000 vermeidbare Todesfälle pro Jahr – oder 55 Tote pro Tag. Das Uniklinikum Greifswald zeigt mit seinem Programm „Sepsisdialog“, wie man es besser machen kann. Die Sepsis ist weltweit die Nummer Eins unter den vermeidbaren Todesursachen.

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Welchen Einfluss haben so genannte krankheitsmodifizierende Therapien auf den Verlauf der Multiplen Sklerose (MS)? Eine Studie aus Australien gibt Antworten. Foto: CC0 (Stencil)

Gesundheitssystem: Zu wenige Anreize für Innovationen

Wie lässt sich das Gesundheitswesen in Deutschland noch besser und effizienter gestalten? Zu dieser Frage hat die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) den Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft befragt. Herausgekommen ist die Studie „Gesundheit und Medizin – Herausforderungen und Chancen“.

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"Superbugs": Über 30.000 Tote durch gegen Antibiotika resistente Keime in Europa. Foto: CC0 (Stencil)

Antibiotika-Resistenz: Zeit zu Handeln

„Der Wandel kann nicht warten. Unsere Zeit mit Antibiotika läuft aus.“ Mit klaren Worten warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor den Folgen von Antibiotika-Resistenzen. Vom 12. bis 18. November ist World Antibiotic Awareness Week.

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Über den Einsatz von Herz-Kreislauf-Therapien gibt es einen großen Wissensschatz. Die Versorgungsforschung kann trotzdem zu neuen Erkenntnissen führen  weiß IQVIA. Foto: CC0 (Stencil)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: eine unterschätzte Gefahr bei Diabetikern

„Patienten mit Diabetes mellitus versterben zu 50 Prozent […] an kardiovaskulären Erkrankungen“, sagt der Mediziner Prof. Dr. med. Christian A. Schneider. Dass ein Zusammenhang zwischen der Zuckerkrankheit und Herzinfarkt und Co. besteht, wissen viele Patienten jedoch nicht. Dabei ist eine gezielte Prävention und Behandlung wichtig. Am 14. November ist Weltdiabetestag.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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