Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Über den Einsatz von Herz-Kreislauf-Therapien gibt es einen großen Wissensschatz. Die Versorgungsforschung kann trotzdem zu neuen Erkenntnissen führen  weiß IQVIA. Foto: CC0 (Stencil)

Mit Forschung gegen die Todesursache Nummer Eins

Fortschritten in der Prävention und Therapie ist es zu verdanken, dass die Sterberaten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten stetig zurückgegangen sind. Trotzdem sind sie weltweit immer noch Todesursache Nummer Eins. 200 Medikamente befinden sich daher in den Entwicklungspipelines biopharmazeutischer Unternehmen. Dies berichtet der amerikanische Verband der forschenden Arzneimittelhersteller PhRMA.

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„Research on Stage": 8 Forscherinnen und Forscher aus der Pharmabranche erzählten  was sie antreibt. Foto: © vfa / MIKA-fotografie | Berlin

Das ganz große Kino

Forscherinnen und Forscher aus der Pharmabranche auf der Bühne – auf die Idee muss man erstmal kommen. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) hat es getan. Es war ganz großes Kino.

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Der Bundesrat hat jetzt einem umstrittenen Gesetz zugestimmt  das die Sicherheit in der Arzneimittelversorgung verbessern soll. Foto: CC0 (Stencil)

Orphan Drugs machen den Unterschied

Am 28. Februar ist der Tag der Seltenen Erkrankungen. Unter dem europäischen Motto „Show your Rare“ soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die betroffenen Patienten erhöht werden. Weltweit sind das etwa 300 Millionen Menschen. Doch jede einzelne seltene Erkrankung für sich kommt – so definiert es die Europäische Union (EU) – bei maximal fünf von 10.000 Bürgern vor. Für die Betroffenen ist das kein leichtes Schicksal. Immerhin: Noch nie gab es für sie so viele Medikamente wie heute; seit dem Jahr 2000 sind 144 Orphan Drugs zugelassen worden. Mit ihnen konnten forschende Pharma-Unternehmen in den letzten Jahren große Fortschritte in der Behandlung seltener Erkrankungen erzielen. Pharma Fakten stellt drei von ihnen vor.

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Das zunehmende Wissen spiegelt sich in steigenden Überlebensraten der Patienten wider.

Wissen: Die Grundlage für Behandlungserfolge

Umso besser Forscher die Mechanismen und Grundlagen einer Erkrankung verstehen, desto wirksamere und zielgerichtetere Medikamente können sie entwickeln. Das Ergebnis: eine individuellere und effektivere Behandlung. So war es auch beim Blutkrebs: Vor 60 Jahren noch grob zusammengefasst unter dem Begriff „Erkrankung des Blutes“, sind heute viele verschiedene Subtypen von Leukämien und Lymphomen bekannt. Dieses zunehmende Wissen spiegelt sich in steigenden Überlebensraten der Patienten wider.

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Das Projekt DRIVE-AB hat mehr als drei Jahre lang nach Möglichkeiten gesucht  wie die Entwicklung neuer Antibiotika stimuliert werden könnte. Foto: © iStock.com/cosinart

Vier Anreize und ein Problem

Die Welt braucht dringend neue Antibiotika. Sie dürfen aber nur beschränkt und gezielt eingesetzt werden, damit es Bakterien schwerer haben, Resistenzen zu entwickeln. Das Projekt DRIVE-AB hat mehr als drei Jahre lang nach Möglichkeiten gesucht, wie die Entwicklung neuer Antibiotika stimuliert werden könnte. Am Ende schlugen die Autoren vier vielversprechende Anreize vor. Aber der Projektleiter benennt auch ein Problem.

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Alzheimer: Die Wirkprinzipien  die momentan von forschenden Pharmaunternehmen verfolgt werden  sind „plausibel  sinnvoll und durchaus erfolgsversprechend"  so Prof. Dr. Georg Adler. Foto: CC0 (Stencil)

„Der Hauptfeind ist die Erkrankung“

Prof. Dr. Georg Adler ist Vorstandsvorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz und leitet das Institut für Studien zur Psychischen Gesundheit (ISPG) in Mannheim. Der Psychiater und Psychotherapeut kennt daher die wissenschaftlichen und klinischen Herausforderungen bei der Erforschung der Alzheimer-Erkrankung nur zu gut. Im Pharma Fakten-Interview spricht er darüber. Die Wirkprinzipien, die momentan von forschenden Pharmaunternehmen verfolgt werden, hält er für „plausibel, sinnvoll und durchaus erfolgsversprechend.“

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Die Eliminierung von Hepatitis C bis 2030 ist ein hehres Ziel. Doch wer es erreichen will  muss von den klassischen Wegen abweichen – und tief in die Drogenszene eintauchen. Foto: CC0 (Stencil)

Ärzte pochen auf Therapiefreiheit

Das noch zu entwickelnde Arztinformationssystem (AIS) soll Ärzten die Beschlüsse aus der frühen Nutzenbewertung („AMNOG-Verfahren“) neuer Medikamente in ihrer Praxissoftware zur Verfügung stellen. Doch über die Umsetzung gibt es Streit: Die Ärzteschaft hat Sorge, dass sie damit in ein Korsett „kassengesteuerter Verordnungskontrolle“ gepresst wird.

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Aktuelle Daten des RKI zeigen: Die Impfquoten bei Schulanfängern sind weiterhin zu niedrig. Doch die Meinungen  wie Impfquoten zu steigern sind  gehen auseinander. Foto: CC0 (Stencil)

„Die Zäune müssen weg“

Rund 190.000 Menschen sind in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren an Krankheiten gestorben, die durch eine Impfung hätten verhindert werden können. Doch wie hätte man diese Menschen retten können? Durch bessere Aufklärung? Durch eine Impfpflicht? Oder vielleicht durch einen Blick in andere Länder?

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Ohne sie würde kein einziger mühsam entwickelter Wirkstoff zu den Patienten kommen: Denn erst die Galeniker bringen ihn in eine gebrauchsfertige Form. Foto: © iStock.com/WanjaJacob

Die Debatte neu ausrichten (Teil 3)

Wenn es um die Preise ihrer Produkte geht, stehen forschende Pharmaunternehmen unter Beschuss. Aber eine einseitig kostenfokussierte Debatte ist innovationsfeindlich – sie trifft die Patienten von morgen. Wer den Preis eines Arzneimittels beurteilt, muss sich eigentlich den gesamten Lebenszyklus eines Medikamentes ansehen: Teil 3 der Geschichte.

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Krebs ist eine typische Alterskrankheit  jedenfalls bei der Mehrzahl aller Krebsarten.

Die Alterskrankheit

Knapp eine halbe Million Menschen erkrankt in Deutschland jedes Jahr neu an Krebs. Mehr als ein Drittel davon ist 75 Jahre oder älter. Welche Konsequenzen ziehen Forscher daraus? Und was bedeutet das für die Behandlung von Krebserkrankungen?

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Über den Einsatz von Herz-Kreislauf-Therapien gibt es einen großen Wissensschatz. Die Versorgungsforschung kann trotzdem zu neuen Erkenntnissen führen  weiß IQVIA. Foto: CC0 (Stencil)

Mit Forschung gegen die Todesursache Nummer Eins

Fortschritten in der Prävention und Therapie ist es zu verdanken, dass die Sterberaten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten stetig zurückgegangen sind. Trotzdem sind sie weltweit immer noch Todesursache Nummer Eins. 200 Medikamente befinden sich daher in den Entwicklungspipelines biopharmazeutischer Unternehmen. Dies berichtet der amerikanische Verband der forschenden Arzneimittelhersteller PhRMA.

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„Research on Stage": 8 Forscherinnen und Forscher aus der Pharmabranche erzählten  was sie antreibt. Foto: © vfa / MIKA-fotografie | Berlin

Das ganz große Kino

Forscherinnen und Forscher aus der Pharmabranche auf der Bühne – auf die Idee muss man erstmal kommen. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) hat es getan. Es war ganz großes Kino.

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Der Bundesrat hat jetzt einem umstrittenen Gesetz zugestimmt  das die Sicherheit in der Arzneimittelversorgung verbessern soll. Foto: CC0 (Stencil)

Orphan Drugs machen den Unterschied

Am 28. Februar ist der Tag der Seltenen Erkrankungen. Unter dem europäischen Motto „Show your Rare“ soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die betroffenen Patienten erhöht werden. Weltweit sind das etwa 300 Millionen Menschen. Doch jede einzelne seltene Erkrankung für sich kommt – so definiert es die Europäische Union (EU) – bei maximal fünf von 10.000 Bürgern vor. Für die Betroffenen ist das kein leichtes Schicksal. Immerhin: Noch nie gab es für sie so viele Medikamente wie heute; seit dem Jahr 2000 sind 144 Orphan Drugs zugelassen worden. Mit ihnen konnten forschende Pharma-Unternehmen in den letzten Jahren große Fortschritte in der Behandlung seltener Erkrankungen erzielen. Pharma Fakten stellt drei von ihnen vor.

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Das zunehmende Wissen spiegelt sich in steigenden Überlebensraten der Patienten wider.

Wissen: Die Grundlage für Behandlungserfolge

Umso besser Forscher die Mechanismen und Grundlagen einer Erkrankung verstehen, desto wirksamere und zielgerichtetere Medikamente können sie entwickeln. Das Ergebnis: eine individuellere und effektivere Behandlung. So war es auch beim Blutkrebs: Vor 60 Jahren noch grob zusammengefasst unter dem Begriff „Erkrankung des Blutes“, sind heute viele verschiedene Subtypen von Leukämien und Lymphomen bekannt. Dieses zunehmende Wissen spiegelt sich in steigenden Überlebensraten der Patienten wider.

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Das Projekt DRIVE-AB hat mehr als drei Jahre lang nach Möglichkeiten gesucht  wie die Entwicklung neuer Antibiotika stimuliert werden könnte. Foto: © iStock.com/cosinart

Vier Anreize und ein Problem

Die Welt braucht dringend neue Antibiotika. Sie dürfen aber nur beschränkt und gezielt eingesetzt werden, damit es Bakterien schwerer haben, Resistenzen zu entwickeln. Das Projekt DRIVE-AB hat mehr als drei Jahre lang nach Möglichkeiten gesucht, wie die Entwicklung neuer Antibiotika stimuliert werden könnte. Am Ende schlugen die Autoren vier vielversprechende Anreize vor. Aber der Projektleiter benennt auch ein Problem.

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Alzheimer: Die Wirkprinzipien  die momentan von forschenden Pharmaunternehmen verfolgt werden  sind „plausibel  sinnvoll und durchaus erfolgsversprechend"  so Prof. Dr. Georg Adler. Foto: CC0 (Stencil)

„Der Hauptfeind ist die Erkrankung“

Prof. Dr. Georg Adler ist Vorstandsvorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz und leitet das Institut für Studien zur Psychischen Gesundheit (ISPG) in Mannheim. Der Psychiater und Psychotherapeut kennt daher die wissenschaftlichen und klinischen Herausforderungen bei der Erforschung der Alzheimer-Erkrankung nur zu gut. Im Pharma Fakten-Interview spricht er darüber. Die Wirkprinzipien, die momentan von forschenden Pharmaunternehmen verfolgt werden, hält er für „plausibel, sinnvoll und durchaus erfolgsversprechend.“

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Die Eliminierung von Hepatitis C bis 2030 ist ein hehres Ziel. Doch wer es erreichen will  muss von den klassischen Wegen abweichen – und tief in die Drogenszene eintauchen. Foto: CC0 (Stencil)

Ärzte pochen auf Therapiefreiheit

Das noch zu entwickelnde Arztinformationssystem (AIS) soll Ärzten die Beschlüsse aus der frühen Nutzenbewertung („AMNOG-Verfahren“) neuer Medikamente in ihrer Praxissoftware zur Verfügung stellen. Doch über die Umsetzung gibt es Streit: Die Ärzteschaft hat Sorge, dass sie damit in ein Korsett „kassengesteuerter Verordnungskontrolle“ gepresst wird.

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Aktuelle Daten des RKI zeigen: Die Impfquoten bei Schulanfängern sind weiterhin zu niedrig. Doch die Meinungen  wie Impfquoten zu steigern sind  gehen auseinander. Foto: CC0 (Stencil)

„Die Zäune müssen weg“

Rund 190.000 Menschen sind in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren an Krankheiten gestorben, die durch eine Impfung hätten verhindert werden können. Doch wie hätte man diese Menschen retten können? Durch bessere Aufklärung? Durch eine Impfpflicht? Oder vielleicht durch einen Blick in andere Länder?

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Ohne sie würde kein einziger mühsam entwickelter Wirkstoff zu den Patienten kommen: Denn erst die Galeniker bringen ihn in eine gebrauchsfertige Form. Foto: © iStock.com/WanjaJacob

Die Debatte neu ausrichten (Teil 3)

Wenn es um die Preise ihrer Produkte geht, stehen forschende Pharmaunternehmen unter Beschuss. Aber eine einseitig kostenfokussierte Debatte ist innovationsfeindlich – sie trifft die Patienten von morgen. Wer den Preis eines Arzneimittels beurteilt, muss sich eigentlich den gesamten Lebenszyklus eines Medikamentes ansehen: Teil 3 der Geschichte.

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Krebs ist eine typische Alterskrankheit  jedenfalls bei der Mehrzahl aller Krebsarten.

Die Alterskrankheit

Knapp eine halbe Million Menschen erkrankt in Deutschland jedes Jahr neu an Krebs. Mehr als ein Drittel davon ist 75 Jahre oder älter. Welche Konsequenzen ziehen Forscher daraus? Und was bedeutet das für die Behandlung von Krebserkrankungen?

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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