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Antibiotika-Resistenzen erschweren Behandlung von Durchfallerkrankungen

In den westlichen Ländern ist die Durchfallerkrankung Diarrhö meist nach ein paar Tagen überstanden. Doch in den Entwicklungsländern erleben viele Kinder dadurch nicht einmal ihren fünften Geburtstag: Weltweit sterben deswegen jährlich rund 700.000 unter Fünfjährige. Eine 35 Jahre alte Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Angst vor Antibiotika-Resistenzen erschweren eine Behandlung gerade in Entwicklungsländern.

Hohe ethische Voraussetzungen für individuelle Heilversuche

In bestimmten Einzelfällen können Patienten in Deutschland mit noch nicht zugelassenen Medikamenten behandelt werden – man spricht dann von einem individuellen Heilversuch. Professor Alfred Simon ist Medizinethiker und Geschäftsführer der Akademie für Ehtik in der Medizin, einem wissenschaftlichen An-Institut der Universität Göttingen. Im Gespräch mit Pharma Fakten erklärt er, unter welchen Voraussetzungen ein solcher Einsatz von nicht zugelassenen Medikamenten ethisch gerechtfertigt ist und welche Besonderheiten dabei zu beachten sind.

Antidot für Neue orale Antikoagulantien mit positiven Studiendaten

Die junge Medikamentenklasse der Neuen Oralen Antikoagulantien (NOAK) sind wichtige Bestandteile vieler Therapien. Ärzte verschreiben sie zum Beispiel bei Beinvenenthrombose und Vorhofflimmern. Kritiker monierten jedoch, dass für die NOAKS noch kein Antidot, das die Gerinnungsfähigkeit des Blutes im Falle einer akuten Blutung wieder herstellen kann, existiere. Forscher haben für zwei Antikoagulantien ein Antidot offenbar erfolgreich erprobt.

US-Studie ermittelt neuen Richtwert für ältere Bluthochdruck-Patienten

Das frühzeitige Ende der US-Studie „Sprint“ (Systolic Blood Pressure Intervention Trial) der National Institutes of Health (NIH) hatte Kardiologen im September aufhorchen lassen. Bei Patienten, die älter als 60 Jahre sind und die mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen leben, wurde festgestellt, dass ein optimaler systolischer Blutdruck bereits bei unter 120 Millimeter auf der Quecksilbersäule beginnt. Jetzt wurden die Ergebnisse im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

AMNOG – Zu viele Regelungen nehmen Unternehmen Luft zum Atmen

Die in Bayern angesiedelten Pharmaunternehmen betreiben Spitzenforschung und bieten zahlreichen hochqualifizierten Menschen Arbeitsplätze. Doch die Voraussetzungen für die zukunftsträchtige Branche könnten noch besser sein. Beim 2. Bayerischen Pharmagipfel formulierten Politiker und Unternehmen Maßnahmen, um die Grundlagen für die Entwicklung von innovativen Medikamenten und des Standorts zu verbessern.

Verordnet werden soll, was gebraucht und genutzt wird

Hohe Ausgaben für Arzneimittel und ein sehr gutes Gesundheitssystem – das sind die wesentlichen Aussagen des jüngst veröffentlichten OECD-Berichts. Ein billigeres System ist keine Lösung. Es müsse weiterhin wirtschaftlich bleiben, sagt Maria Michalk, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Die Gesundheitspolitikerin spricht über Gesundheitsprävention, Qualitätskriterien und eine älter werdende Gesellschaft.

Gute Gesundheitsversorgung nicht zum Nulltarif

Das deutsche Gesundheitssystem steht weltweit an der Spitze – bei der Versorgung und bei den Ausgaben für Arzneimittel. Der jetzt veröffentlichte Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) greift dabei auf kaufkraftbereinigte Zahlen zurück. Doch auch die Demografie spielt eine entscheidende Rolle. Und dieser Faktor kommt in der Statistik womöglich zu kurz. Gerade die Älteren, von denen es bei uns immer mehr gibt, sind aufgrund von Multimorbidität auf eine Vielzahl von Arzneimitteln angewiesen.

Biologika geben Asthmatikern Luft zum Atmen

Ausfallartige Atemnot – damit müssen Asthma-Patienten immer rechnen. Dass man mit der chronisch entzündlichen Krankheit der Bronchien trotzdem gut leben kann, zeigen prominente Asthmatiker wie der Rocksänger Billy Joel, Liza Minelli und Sharon Stone sowie einige Spitzensportler. Neue Biologika werden künftig eine noch bessere Kontrolle der Krankheit für die weit über 200 Millionen Patienten ermöglichen.

© Pharma Fakten e.V.
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