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Moralisch-ethische Aspekte spielen eine Rolle  wenn Arzneimittel trotz Verlustes weiterhin produziert und vertrieben werden. Dr. Martin Zentgraf im Interview. Foto: © BPI

Zwischen moralischer Pflicht und roten Zahlen

Teure Innovationen, Blockbuster – wenn es um Arzneimittel geht, stehen häufig die Kosten und vermeintlichen Gewinne im Fokus. Dabei machen Generika mit ihren sehr geringen Gewinnspannen mehr als 80 Prozent der Verschreibungen aus. Und dann gibt es Arzneimittel, mit denen ihre Hersteller sogar Verluste machen. Weshalb das so ist, erläutert Dr. Martin Zentgraf, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der pharmazeutischen Industrie (BPI), der viele von diesem Problem betroffenen Mittelständler repräsentiert.

Millionen-Klagen gegen deutsche Firmen wegen Gerinnungshemmern

Sammelklagen mit teilweise astronomisch hohen Schadensersatzforderungen – für unser Rechtsempfinden ist die US-amerikanische Justiz manchmal eine echte Herausforderung. Auch deutsche Unternehmen sind vor diesen Klagen nicht sicher. Meist einigen sich die Parteien auf einen Vergleich. Der ist zwar oft teuer, vermeidet aber jahrelange Rechtsstreitigkeiten. Der Nachteil: Hierzulande werden Vergleiche oft mit einem Schuldeingeständnis gleichgesetzt.

Glauben heißt nicht wissen – was impfkritische Eltern überzeugen kann

Moslems in Pakistan war bis vor kurzem die Polioimpfung verboten, Zeugen Jehovas dürfen keine Bluttransfusionen bekommen und Anhänger der neuen germanischen Medizin lehnen Impfungen ab. Glaube oder Aberglaube führen immer wieder dazu, dass Eltern ihre Kinder nicht behandeln oder gegen Infektionskrankheiten impfen lassen. Wie impfkritische Eltern überzeugt werden können, haben nun Psychologen in den USA untersucht.

Ebola-Überlebende klagen über Folgebeschwerden

Knapp 27.000 Menschen haben sich während der aktuellen Epidemie in Westafrika mit Ebola infiziert – 13.000 von ihnen überlebten die Infektion mit dem tödlichen Virus. Rund die Hälfte der Überlebenden klagt nun über schwere Folgebeschwerden. Die genaue Ursache ist bislang unbekannt. Klar ist aber: Die Bedeutung eines Impfstoffes steigt damit.

Unerwünschte Besucher aus den Tropen

Mückenstiche sorgen im Zeitalter von Globalisierung und Klimawandel nicht mehr nur für harmlose juckende Hautrötungen. Längst gelangen Mückenarten aus tropischen und subtropischen Ländern auf modernen Reisewegen an neue Orte auf der ganzen Welt. Im Gepäck haben sie dann Infektionskrankheiten, die Ärzten und Wissenschaftlern Sorge bereiten. Eine davon ist zum Beispiel das Zika-Virus.

Impfstoff gegen West-Nil-Fieber in der Erprobung

Amerikanische Forscher haben angekündigt, einen Impfstoff gegen das West-Nil-Virus in klinischen Studien zu erproben. Bislang gibt es für Menschen noch keinen effektiven Schutz vor dem Fieber auslösenden Virus. In den USA und in einigen europäischen Ländern kommt es immer wieder zu Ansteckungen. Eine Infektion kann den Tod zur Folge haben.

Ebola-Impfstoff bei Ringimpfung erfolgreich erprobt

Die klinischen Studien mit dem Ebola-Impfstoff-Kandidaten rVSV REBOV sind ein voller Erfolg. Sie ergaben einen hundertprozentigen Schutz für alle Teilnehmer. Im Interview erklärt Dr. Mark Feinberg, Chief Public Health and Science Officer, beim Arzneimittelhersteller MSD, wie der Impfstoff und eine spezielle Impftechnik vor dem gefährlichen Virus schützen kann.

Krebsmittel spült Viren aus ihren Verstecken

Ein Krebsmedikament könnte eine neue Hoffnung für HIV-Patienten sein. Wissenschaftler der amerikanischen UC Davis School of Medicine haben herausgefunden, dass das HI-Virus mit einem Krebsmittel aus seinen Verstecken im Körper, den so genannten Reservoirs, gespült werden kann.

Tempo beim Wettbewerb um Innovationen steigt

Die Zeiten, in denen nur ein Medikament für eine längere Spanne eine therapeutische Klasse bildete, sind längst passé. Pharmaunternehmen liefern sich vielmehr einen rasanter werdenden Innovationswettbewerb. Nach einer Studie des amerikanischen Gesundheitsökonomen Joe DiMasi folgt einer Durchbruchsarznei in immer kürzerer Zeit ein Präparat, das dem gleichen Wirkmechanismus folgt. Patienten profitieren dadurch von mehr Therapieoptionen. Obendrein sinken die Preise für die Medikamente.

Wissenschaftler entwickeln Malaria-Wirkstoff mit Langzeitwirkung

Forscher haben einen neuen Wirkstoff gegen Malaria entwickelt, der den Parasiten in unterschiedlichen Stadien des Lebenszyklus stoppen können soll. „Das Arzneimittel wird zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen“, sagte Dr. Margaret Phillips von der University of Texas Southwestern. Die Wirkung halte bis zu vier Tage an.

© Pharma Fakten e.V.
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