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Pharmaverbände widersprechen Lauterbachs Argumenten

In seinem Buch „Die Krebs-Industrie“ kritisiert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die pharmazeutische Industrie teilweise harsch. Die beiden Branchenverbände, der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI), widersprechen den Schilderungen und Prognosen des Politikers. Sie heben hervor, wie sehr eine neue Medikamentenklasse den Patienten nützt und wie wichtig die weitere Erforschung ist.

SPD-Politiker bei Markus Lanz – Einspruch, Herr Lauterbach!

Die PR-Offensive des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach ist auf Hochtouren: Mit seinem Buch „Die Krebsindustrie“ ist er derzeit häufig in TV-Sendungen zu Gast und gefragter Interviewpartner diverser Print-Publikationen. Einige Fakten zur Krebsforschung bleiben jedoch stets unerwähnt.

Entwicklungspipeline beeinflusst Börsenkurse

Kleine Meldungen – große Kursschwankungen. Das gilt auch für Pharmaunternehmen an der Börse. Insbesondere im Biotech-Sektor, wo die Aktienwerte nach Erfolg oder Misserfolg von klinischen Studien eine Berg- oder Talfahrt erleben. Pharma Fakten hat mit dem Analysten Christoph Schöndube von Independent Research über die Gründe und Auswirkungen einer solchen Hypersensibilität am Aktienmarkt gesprochen.

STIKO empfiehlt drei Dosen gegen Pneumokokken

Säuglinge und Kleinkinder sollen künftig bei der Pneumokokken-Impfung drei statt vier Dosen erhalten: So lautet eine der neuen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) im Epidemiologischen Bulletin 34/2015. Auch für die Meningokokken-B-Impfung, dem Schutz gegen Gelbfieber und der passiven Immunisierung gegen Windpocken gibt es Änderungen im Impfschema.

Kosten für Arzneimittel bleiben im Rahmen

Die Ausgaben für Medikamente sind im ersten Halbjahr wie prognostiziert um 5,6 Prozent gestiegen. Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), erklärte angesichts der aktuellen Zahlen, dass sehr hochpreisige Präparate zu keiner Kostenexplosion geführt hätten. Über das Gesamtjahr sei mit einer Kostensteigerung von circa drei Prozent zu rechnen.

BfArM verhängt amtliches Verkaufsverbot gegen zwölf Arzneimittel

Die gefälschten Bioäquivalenzstudien des indischen Dienstleisters GVK-Biosciences haben zu einem amtlichen Verkaufstopp von insgesamt zwölf Arzneien mit 54 unterschiedlichen Dosierungen in Deutschland geführt. Mit dem heutigen Tage sind sie offiziell nicht mehr verkehrsfähig, teilt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit.

Atropin-Augentropfen sind ein Verlustgeschäft

Wer an Pharmaunternehmen denkt, denkt an große Profite. An Medikamente, die am Markt bleiben, weil sie hoch rentabel sind. Klingt logisch – ist aber nicht immer so. Die Augentropfen Atropin-POS werden seit Jahrzehnten von der Firma Ursapharm aus Saarbrücken hergestellt. Gewinn macht das Unternehmen damit schon länger nicht mehr – trotzdem hält es an der Produktion fest.

© Pharma Fakten e.V.
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