Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Was sagen Patienten mit seltenen Erkrankungen zum Thema Forschung und Studienteilnahme? Die Organisation EURORDIS hat sie befragt. Foto: © rarediseaseday.org

Mit Forschung gegen seltene Erkrankungen

Sie gibt 30 Millionen Menschen mit seltenen Krankheiten in ganz Europa eine Stimme: EURORDIS, eine nicht-staatliche Allianz von Patientenorganisationen. In einer Studie hat sie Betroffene zum Thema „Forschung“ befragt. Die Organisation weiß: „Forschungsaktivitäten haben über die letzten beiden Jahrzehnte zugenommen.“ Doch angesichts der etwa 8.000 weltweit bekannten seltenen Erkrankungen ist das noch lange nicht genug.

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Bevor ein Medikament tatsächlich beim Patienten ankommt  muss es einige Herausforderungen meistern. Foto: CC0 (Stencil)

Patente: Die Lizenz zum Gelddrucken?

Patente auf Arzneimittel haben den Ruf, eine Lizenz zum Gelddrucken zu sein. Dass pharmazeutische Unternehmen ihre neu entwickelten Wirkstoffe mit Patenten schützen können, ist vielen ein Dorn im Auge. Deshalb wird in regelmäßigen Abständen gefordert, das System zu überarbeiten. Klingt gut? Langfristig wäre das wohl eine Strategie, die nach hinten losgehen würde. Denn Leidtragende könnten die Patienten von morgen sein.

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Allergien und ihre Auswirkungen: Der renommierte Allergie-Experte Prof. Johannes Ring erklärt im Interview  was getan werden kann und muss  um allergische Erkrankungen einzudämmen. Foto: CC0 (Stencil)

Weshalb Allergieforschung mehr gefördert werden müsste

Rund 20 Millionen Menschen in Deutschland, so schätzen Experten, leiden unter Allergien. Die meisten davon, rund 12 Millionen, werden regelmäßig von Heuschnupfen geplagt. Bei weiteren 4 Millionen hat sich aus dem Heuschnupfen bereits ein allergisches Asthma entwickelt, noch einmal 4 Millionen leiden unter allergischen Hauterkrankungen. Prof. Johannes Ring, Hautarzt in München und Präsident der International Society of Atopic Dermatitis, beschäftigt sich sein ganzes Berufsleben lang mit Allergien und ihren Auswirkungen. Wir haben mit ihm über die Gründe für die Zunahme von Allergien gesprochen, über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und darüber, was gesundheitspolitisch getan werden muss.

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1,2 Milliarden Menschen in 45 einkommensschwachen Ländern mit Arzneimitteln und Impfstoffen versorgen: Pfizer hat sich viel vorgenommen. Foto: CC0 (Stencil)

Ehrgeiz Mangelware: Die Eliminierung der Hepatitis C

Hepatitis C ließe sich binnen einer Generation ausrotten – die Voraussetzungen dafür wurden mit der Entwicklung der neuesten Generation direkt wirkender antiviraler Medikamente (DAAs) geschaffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deshalb das ehrgeizige Ziel formuliert, die Lebererkrankung bis zum Jahr 2030 zu eliminieren. Bisher sieht es allerdings nicht so aus, als ob das klappen könnte – es passiert schlicht zu wenig. Eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift The Lancet zeigt, was sich ändern müsste.

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Bei Disease Interception werden Menschen mit einem sehr hohen Erkrankungsrisiko durch eine individuelle Diagnose identifiziert und medizinisch überwacht. Foto: CC0 (Stencil)

„Disease Interception kann unsere Gesundheit revolutionieren.“

Krankheiten wie Krebs sind heutzutage immer besser behandelbar. Ideal wäre jedoch, sie würden gar nicht erst ausbrechen. Diese Vision verfolgt das Konzept „Disease Interception“. Im Gespräch mit Pharma Fakten erklärt Dr. Christoph Bug, Medizinischer Direktor beim Pharmaunternehmen Janssen, was er sich von diesem innovativen Ansatz verspricht – und wie sich dieser von der Prävention unterscheidet.

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Der Countdown läuft: Am 9. Februar wird ein neuer Fälschungsschutz für Arzneimittel eingeführt. Foto: CC0 (Stencil)

Für Arzneimittel-Fälscher brechen schwere Zeiten an

Der Countdown läuft: Am 9. Februar tritt eine Fälschungsschutzrichtlinie der EU in Kraft, die „Falsified Medicine Directive“ (FMD). Ab diesem Stichtag müssen alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die ein Hersteller für den Verkauf freigibt, zusätzliche Sicherheitsmerkmale auf der Verpackung enthalten. Die Patienten dürfte das freuen. Für Apotheker, Großhändler und insbesondere für Pharmaunternehmen ist diese Umstellung aber auch eine große Aufgabe.

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Welchen Einfluss haben so genannte krankheitsmodifizierende Therapien auf den Verlauf der Multiplen Sklerose (MS)? Eine Studie aus Australien gibt Antworten. Foto: CC0 (Stencil)

Multiple Sklerose: „Früh und proaktiv behandeln“

Welchen Einfluss haben so genannte krankheitsmodifizierende Therapien auf den Verlauf der Multiplen Sklerose (MS)? Wie wichtig ist ein möglichst früher Therapiebeginn für den Behandlungserfolg? Diese Fragen haben sich Forscher an der Universität von Melbourne gestellt.

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Der Krebsforscher Dr. Eric Borges hält die Immunonkologie für eine neue Ära der Krebstherapie  die die Heilungschancen für viele Krebspatienten radikal verbessert. Foto: © worldcancerday.org

„Eine neue Ära der Krebstherapie“

Einen bösartigen Tumor durch das körpereigene Immunsystem bekämpfen – diesen Ansatz verfolgt die Immunonkologie. Diese spezielle Form der Krebsbekämpfung ist gerade dabei die Onkologie umzukrempeln. Weshalb das so ist, darüber haben wir mit Dr. Eric Borges anlässlich des Weltkrebstages gesprochen. Er ist Krebsforscher am Forschungs- und Entwicklungszentrum von Boehringer Ingelheim in Biberach an der Riss.

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Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Foto: © www.worldcancerday.org

1 160 000 000 000 US-Dollar: So viel kostet Krebs weltweit

Im vergangenen Jahr sind 12 neue Krebsmedikamente auf den Markt gekommen – jedes dritte hierzulande neu verfügbare Medikament ist ein onkologisches Präparat. Und auch in diesem Jahr soll die hohe Schlagzahl beibehalten werden. Das ist eine wichtige Nachricht. Denn die Krebsdiagnose ist nicht nur für jeden einzelnen Betroffenen ein schweres Schicksal. Tumorerkrankungen verursachen weltweit Kosten in Billionen-Höhe.

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Pharmafirmen  akademische Einrichtungen und andere Unternehmen haben eine Plattform geschaffen  um Hürden in der Arzneimittelforschung zu reduzieren.

Arzneimittelforschung: Open PHACTS schafft Überblick im Datenwust

Daten, Daten, Daten: Im World Wide Web sammelt sich so einiges an. Überblick behalten? Fehlanzeige. Gerade im Rahmen der Arzneimittelforschung kostet die Suche nach den richtigen Informationen wertvolle Zeit. Mehrere akademische Einrichtungen, Pharmafirmen und andere Unternehmen haben daher in dem Projekt „Open PHACTS“ eine frei zugängliche Plattform entwickelt, die die Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführt und leicht auffindbar macht.

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Was sagen Patienten mit seltenen Erkrankungen zum Thema Forschung und Studienteilnahme? Die Organisation EURORDIS hat sie befragt. Foto: © rarediseaseday.org

Mit Forschung gegen seltene Erkrankungen

Sie gibt 30 Millionen Menschen mit seltenen Krankheiten in ganz Europa eine Stimme: EURORDIS, eine nicht-staatliche Allianz von Patientenorganisationen. In einer Studie hat sie Betroffene zum Thema „Forschung“ befragt. Die Organisation weiß: „Forschungsaktivitäten haben über die letzten beiden Jahrzehnte zugenommen.“ Doch angesichts der etwa 8.000 weltweit bekannten seltenen Erkrankungen ist das noch lange nicht genug.

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Bevor ein Medikament tatsächlich beim Patienten ankommt  muss es einige Herausforderungen meistern. Foto: CC0 (Stencil)

Patente: Die Lizenz zum Gelddrucken?

Patente auf Arzneimittel haben den Ruf, eine Lizenz zum Gelddrucken zu sein. Dass pharmazeutische Unternehmen ihre neu entwickelten Wirkstoffe mit Patenten schützen können, ist vielen ein Dorn im Auge. Deshalb wird in regelmäßigen Abständen gefordert, das System zu überarbeiten. Klingt gut? Langfristig wäre das wohl eine Strategie, die nach hinten losgehen würde. Denn Leidtragende könnten die Patienten von morgen sein.

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Allergien und ihre Auswirkungen: Der renommierte Allergie-Experte Prof. Johannes Ring erklärt im Interview  was getan werden kann und muss  um allergische Erkrankungen einzudämmen. Foto: CC0 (Stencil)

Weshalb Allergieforschung mehr gefördert werden müsste

Rund 20 Millionen Menschen in Deutschland, so schätzen Experten, leiden unter Allergien. Die meisten davon, rund 12 Millionen, werden regelmäßig von Heuschnupfen geplagt. Bei weiteren 4 Millionen hat sich aus dem Heuschnupfen bereits ein allergisches Asthma entwickelt, noch einmal 4 Millionen leiden unter allergischen Hauterkrankungen. Prof. Johannes Ring, Hautarzt in München und Präsident der International Society of Atopic Dermatitis, beschäftigt sich sein ganzes Berufsleben lang mit Allergien und ihren Auswirkungen. Wir haben mit ihm über die Gründe für die Zunahme von Allergien gesprochen, über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und darüber, was gesundheitspolitisch getan werden muss.

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1,2 Milliarden Menschen in 45 einkommensschwachen Ländern mit Arzneimitteln und Impfstoffen versorgen: Pfizer hat sich viel vorgenommen. Foto: CC0 (Stencil)

Ehrgeiz Mangelware: Die Eliminierung der Hepatitis C

Hepatitis C ließe sich binnen einer Generation ausrotten – die Voraussetzungen dafür wurden mit der Entwicklung der neuesten Generation direkt wirkender antiviraler Medikamente (DAAs) geschaffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deshalb das ehrgeizige Ziel formuliert, die Lebererkrankung bis zum Jahr 2030 zu eliminieren. Bisher sieht es allerdings nicht so aus, als ob das klappen könnte – es passiert schlicht zu wenig. Eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift The Lancet zeigt, was sich ändern müsste.

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Bei Disease Interception werden Menschen mit einem sehr hohen Erkrankungsrisiko durch eine individuelle Diagnose identifiziert und medizinisch überwacht. Foto: CC0 (Stencil)

„Disease Interception kann unsere Gesundheit revolutionieren.“

Krankheiten wie Krebs sind heutzutage immer besser behandelbar. Ideal wäre jedoch, sie würden gar nicht erst ausbrechen. Diese Vision verfolgt das Konzept „Disease Interception“. Im Gespräch mit Pharma Fakten erklärt Dr. Christoph Bug, Medizinischer Direktor beim Pharmaunternehmen Janssen, was er sich von diesem innovativen Ansatz verspricht – und wie sich dieser von der Prävention unterscheidet.

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Der Countdown läuft: Am 9. Februar wird ein neuer Fälschungsschutz für Arzneimittel eingeführt. Foto: CC0 (Stencil)

Für Arzneimittel-Fälscher brechen schwere Zeiten an

Der Countdown läuft: Am 9. Februar tritt eine Fälschungsschutzrichtlinie der EU in Kraft, die „Falsified Medicine Directive“ (FMD). Ab diesem Stichtag müssen alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die ein Hersteller für den Verkauf freigibt, zusätzliche Sicherheitsmerkmale auf der Verpackung enthalten. Die Patienten dürfte das freuen. Für Apotheker, Großhändler und insbesondere für Pharmaunternehmen ist diese Umstellung aber auch eine große Aufgabe.

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Welchen Einfluss haben so genannte krankheitsmodifizierende Therapien auf den Verlauf der Multiplen Sklerose (MS)? Eine Studie aus Australien gibt Antworten. Foto: CC0 (Stencil)

Multiple Sklerose: „Früh und proaktiv behandeln“

Welchen Einfluss haben so genannte krankheitsmodifizierende Therapien auf den Verlauf der Multiplen Sklerose (MS)? Wie wichtig ist ein möglichst früher Therapiebeginn für den Behandlungserfolg? Diese Fragen haben sich Forscher an der Universität von Melbourne gestellt.

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Der Krebsforscher Dr. Eric Borges hält die Immunonkologie für eine neue Ära der Krebstherapie  die die Heilungschancen für viele Krebspatienten radikal verbessert. Foto: © worldcancerday.org

„Eine neue Ära der Krebstherapie“

Einen bösartigen Tumor durch das körpereigene Immunsystem bekämpfen – diesen Ansatz verfolgt die Immunonkologie. Diese spezielle Form der Krebsbekämpfung ist gerade dabei die Onkologie umzukrempeln. Weshalb das so ist, darüber haben wir mit Dr. Eric Borges anlässlich des Weltkrebstages gesprochen. Er ist Krebsforscher am Forschungs- und Entwicklungszentrum von Boehringer Ingelheim in Biberach an der Riss.

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Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Foto: © www.worldcancerday.org

1 160 000 000 000 US-Dollar: So viel kostet Krebs weltweit

Im vergangenen Jahr sind 12 neue Krebsmedikamente auf den Markt gekommen – jedes dritte hierzulande neu verfügbare Medikament ist ein onkologisches Präparat. Und auch in diesem Jahr soll die hohe Schlagzahl beibehalten werden. Das ist eine wichtige Nachricht. Denn die Krebsdiagnose ist nicht nur für jeden einzelnen Betroffenen ein schweres Schicksal. Tumorerkrankungen verursachen weltweit Kosten in Billionen-Höhe.

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Pharmafirmen  akademische Einrichtungen und andere Unternehmen haben eine Plattform geschaffen  um Hürden in der Arzneimittelforschung zu reduzieren.

Arzneimittelforschung: Open PHACTS schafft Überblick im Datenwust

Daten, Daten, Daten: Im World Wide Web sammelt sich so einiges an. Überblick behalten? Fehlanzeige. Gerade im Rahmen der Arzneimittelforschung kostet die Suche nach den richtigen Informationen wertvolle Zeit. Mehrere akademische Einrichtungen, Pharmafirmen und andere Unternehmen haben daher in dem Projekt „Open PHACTS“ eine frei zugängliche Plattform entwickelt, die die Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführt und leicht auffindbar macht.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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