Schlagwort: Arzneimittel-Resistenzen

Antibiotika-Verordnungen rückläufig

Im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen ist das eine gute Nachricht: Ärzte in Deutschland verordnen immer weniger Antibiotika. In den letzten vier Jahren ist ein rückläufiger Trend zu beobachten. Das gilt insbesondere bei Kinder- und Jugendmedizinern.

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Neue Antibiotika werden dringend gebraucht. Das britische Gesundheitssystem testet deshalb ein neues Bezahlmodell  um die Entwicklung von Antiinfektiva zu beschleunigen. Foto: ©iStock.com/microgen

Antibiotika-Resistenzen: Neue Bezahlmodelle sollen es richten

Neue Antibiotika werden dringend gebraucht. Das britische Gesundheitssystem testet deshalb ein neues Bezahlmodell, um die Entwicklung von Antiinfektiva zu beschleunigen. Gezahlt werden soll nicht mehr pro abgegebene Packung, sondern nach dem Nutzen, den das Medikament bringt.

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Dringend gesucht: Neue Antibiotika. Foto: © iStock.com/cosinart

Das Antibiotika-Dilemma

Weil sie zu wenig damit verdienen, steigen Pharmaunternehmen aus der Antibiotika-Forschung aus, heißt es dieser Tage in vielen Medien. Diese Analyse greift zu kurz. Ihr liegt ein tiefgreifendes Unverständnis zugrunde, wie Arzneimittelforschung funktioniert. Ein Kommentar von Florian Martius.

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Arzneimittel-Resistenzen ist  wenn Medikamente ihre Wirkung verlieren. Ein ganzes Jahrhundert des medizinischen Fortschritts ist in Gefahr  sagt die IACG. Foto: © iStock.com/Halfpoint

Arzneimittel-Resistenzen: „No Time to Wait“

Sie versuchen gar nicht erst, das Problem herunterzuspielen: Die Interagency Coordination Group on Antimicrobial Resistance (IACG) findet in ihrem neuen Bericht eine klare Sprache: Resistenzen gegen antimikrobielle Medikamente wie Antibiotika sind eine globale Krise – ein ganzes Jahrhundert des medizinischen Fortschritts ist in Gefahr.

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Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast geht zurück. Die Frage ist: Reicht das im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen? Foto: CC0 (Stencil)

Antibiotika: Das Resistenz-Problem

Jedes Jahr sterben in Europa 33.000 Menschen, weil bei ihnen kein Antibiotikum mehr anschlägt – dies haben Berechnungen eines internationalen Forscherteams ergeben, das seine Erkenntnisse im Fachblatt „The Lancet Infectious Diseases“ veröffentlicht hat. Die Zahl der Todesfälle in der Folge von Antibiotika-Resistenzen ist damit nach Angaben der Forscher seit 2007 deutlich gestiegen – vor allem in Griechenland und Italien. Für Deutschland haben die Wissenschaftler rund 2.300 Todesfälle pro Jahr errechnet, die auf Infektionen mit multiresistenten Keimen zurückgehen. Doch es gibt auch gute Nachrichten: So werden heute deutlich weniger Antibiotika in der Landwirtschaft eingesetzt als noch vor zehn Jahren. Und die Bundesregierung verfolgt schon seit 2008 eine „Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie“ (DART) mit dem Ziel „Antibiotika-Resistenzen in Deutschland zu erkennen, zu verhüten und besser bekämpfen zu können.“ Die Frage ist nur: Reicht das?

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Auf dem Hauptstadtkongress erneuerte Prof. Dr. Jochen Maas von Sanofi-Aventis die Forderung der Industrie nach besseren Forschungsbedingungen bei Antibiotika. Foto: © Pharma Fakten

Die Entwicklung neuer Antibiotika muss attraktiver werden

Pro Jahr sterben aktuell etwa 25.000 Menschen in Europa an multiresistenten Erregern. Im Jahr 2050 könnten es laut Prognosen von Experten fast 400.000 sein. Antibiotika – einst die Wunderwaffe der Medizin im Kampf gegen bakterielle Infektionen – drohen zunehmend ihre Wirksamkeit zu verlieren. Der Bedarf an neuen Entwicklungen ist groß; doch das ist einfacher gesagt als getan. „Wir brauchen neue Wege, die Antibiotikaforschung zu bestreiten […] und wir brauchen zweitens auch neue Anreize, um Antibiotikaforschung für alle attraktiv zu machen“, forderte Prof. Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Sanofi-Aventis, auf dem Hauptstadtkongress in Berlin.

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Das Projekt DRIVE-AB hat mehr als drei Jahre lang nach Möglichkeiten gesucht  wie die Entwicklung neuer Antibiotika stimuliert werden könnte. Foto: © iStock.com/cosinart

Vier Anreize und ein Problem

Die Welt braucht dringend neue Antibiotika. Sie dürfen aber nur beschränkt und gezielt eingesetzt werden, damit es Bakterien schwerer haben, Resistenzen zu entwickeln. Das Projekt DRIVE-AB hat mehr als drei Jahre lang nach Möglichkeiten gesucht, wie die Entwicklung neuer Antibiotika stimuliert werden könnte. Am Ende schlugen die Autoren vier vielversprechende Anreize vor. Aber der Projektleiter benennt auch ein Problem.

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Neue Antibiotika werden dringend gebraucht. Das britische Gesundheitssystem testet deshalb ein neues Bezahlmodell  um die Entwicklung von Antiinfektiva zu beschleunigen. Foto: ©iStock.com/microgen

Finanzierungsmodelle gesucht

Der Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen gehört zu einer der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Denn: Antibiotika sind in der modernen Medizin unersetzlich. Daher müssen neue Präparate her. Doch die Marktbedingungen für deren Entwicklung sind ungünstig.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Gesundheitsminister wollen Kampf gegen Resistenzen vorantreiben

Der Kampf gegen resistente Keime, häufiger auch als Killerkeime bezeichnet, kann nur durch gemeinsame Anstrengungen erfolgreich bestritten werden. Das haben politische Entscheidungsträger aus unterschiedlichen Nationen erkannt. Unter der deutschen G7-Präsidentschaft wurde mit der Berlin-Erklärung dazu eine gemeinsame Strategie beschlossen. Japan, das aktuell den G7-Vorsitz hat, will diese Agenda fortsetzen. Pharmaunternehmen leisten dazu einen wichtigen Beitrag.

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Antibiotika-Verordnungen rückläufig

Im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen ist das eine gute Nachricht: Ärzte in Deutschland verordnen immer weniger Antibiotika. In den letzten vier Jahren ist ein rückläufiger Trend zu beobachten. Das gilt insbesondere bei Kinder- und Jugendmedizinern.

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Neue Antibiotika werden dringend gebraucht. Das britische Gesundheitssystem testet deshalb ein neues Bezahlmodell  um die Entwicklung von Antiinfektiva zu beschleunigen. Foto: ©iStock.com/microgen

Antibiotika-Resistenzen: Neue Bezahlmodelle sollen es richten

Neue Antibiotika werden dringend gebraucht. Das britische Gesundheitssystem testet deshalb ein neues Bezahlmodell, um die Entwicklung von Antiinfektiva zu beschleunigen. Gezahlt werden soll nicht mehr pro abgegebene Packung, sondern nach dem Nutzen, den das Medikament bringt.

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Dringend gesucht: Neue Antibiotika. Foto: © iStock.com/cosinart

Das Antibiotika-Dilemma

Weil sie zu wenig damit verdienen, steigen Pharmaunternehmen aus der Antibiotika-Forschung aus, heißt es dieser Tage in vielen Medien. Diese Analyse greift zu kurz. Ihr liegt ein tiefgreifendes Unverständnis zugrunde, wie Arzneimittelforschung funktioniert. Ein Kommentar von Florian Martius.

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Arzneimittel-Resistenzen ist  wenn Medikamente ihre Wirkung verlieren. Ein ganzes Jahrhundert des medizinischen Fortschritts ist in Gefahr  sagt die IACG. Foto: © iStock.com/Halfpoint

Arzneimittel-Resistenzen: „No Time to Wait“

Sie versuchen gar nicht erst, das Problem herunterzuspielen: Die Interagency Coordination Group on Antimicrobial Resistance (IACG) findet in ihrem neuen Bericht eine klare Sprache: Resistenzen gegen antimikrobielle Medikamente wie Antibiotika sind eine globale Krise – ein ganzes Jahrhundert des medizinischen Fortschritts ist in Gefahr.

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Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast geht zurück. Die Frage ist: Reicht das im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen? Foto: CC0 (Stencil)

Antibiotika: Das Resistenz-Problem

Jedes Jahr sterben in Europa 33.000 Menschen, weil bei ihnen kein Antibiotikum mehr anschlägt – dies haben Berechnungen eines internationalen Forscherteams ergeben, das seine Erkenntnisse im Fachblatt „The Lancet Infectious Diseases“ veröffentlicht hat. Die Zahl der Todesfälle in der Folge von Antibiotika-Resistenzen ist damit nach Angaben der Forscher seit 2007 deutlich gestiegen – vor allem in Griechenland und Italien. Für Deutschland haben die Wissenschaftler rund 2.300 Todesfälle pro Jahr errechnet, die auf Infektionen mit multiresistenten Keimen zurückgehen. Doch es gibt auch gute Nachrichten: So werden heute deutlich weniger Antibiotika in der Landwirtschaft eingesetzt als noch vor zehn Jahren. Und die Bundesregierung verfolgt schon seit 2008 eine „Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie“ (DART) mit dem Ziel „Antibiotika-Resistenzen in Deutschland zu erkennen, zu verhüten und besser bekämpfen zu können.“ Die Frage ist nur: Reicht das?

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Auf dem Hauptstadtkongress erneuerte Prof. Dr. Jochen Maas von Sanofi-Aventis die Forderung der Industrie nach besseren Forschungsbedingungen bei Antibiotika. Foto: © Pharma Fakten

Die Entwicklung neuer Antibiotika muss attraktiver werden

Pro Jahr sterben aktuell etwa 25.000 Menschen in Europa an multiresistenten Erregern. Im Jahr 2050 könnten es laut Prognosen von Experten fast 400.000 sein. Antibiotika – einst die Wunderwaffe der Medizin im Kampf gegen bakterielle Infektionen – drohen zunehmend ihre Wirksamkeit zu verlieren. Der Bedarf an neuen Entwicklungen ist groß; doch das ist einfacher gesagt als getan. „Wir brauchen neue Wege, die Antibiotikaforschung zu bestreiten […] und wir brauchen zweitens auch neue Anreize, um Antibiotikaforschung für alle attraktiv zu machen“, forderte Prof. Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Sanofi-Aventis, auf dem Hauptstadtkongress in Berlin.

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Das Projekt DRIVE-AB hat mehr als drei Jahre lang nach Möglichkeiten gesucht  wie die Entwicklung neuer Antibiotika stimuliert werden könnte. Foto: © iStock.com/cosinart

Vier Anreize und ein Problem

Die Welt braucht dringend neue Antibiotika. Sie dürfen aber nur beschränkt und gezielt eingesetzt werden, damit es Bakterien schwerer haben, Resistenzen zu entwickeln. Das Projekt DRIVE-AB hat mehr als drei Jahre lang nach Möglichkeiten gesucht, wie die Entwicklung neuer Antibiotika stimuliert werden könnte. Am Ende schlugen die Autoren vier vielversprechende Anreize vor. Aber der Projektleiter benennt auch ein Problem.

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Neue Antibiotika werden dringend gebraucht. Das britische Gesundheitssystem testet deshalb ein neues Bezahlmodell  um die Entwicklung von Antiinfektiva zu beschleunigen. Foto: ©iStock.com/microgen

Finanzierungsmodelle gesucht

Der Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen gehört zu einer der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Denn: Antibiotika sind in der modernen Medizin unersetzlich. Daher müssen neue Präparate her. Doch die Marktbedingungen für deren Entwicklung sind ungünstig.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Gesundheitsminister wollen Kampf gegen Resistenzen vorantreiben

Der Kampf gegen resistente Keime, häufiger auch als Killerkeime bezeichnet, kann nur durch gemeinsame Anstrengungen erfolgreich bestritten werden. Das haben politische Entscheidungsträger aus unterschiedlichen Nationen erkannt. Unter der deutschen G7-Präsidentschaft wurde mit der Berlin-Erklärung dazu eine gemeinsame Strategie beschlossen. Japan, das aktuell den G7-Vorsitz hat, will diese Agenda fortsetzen. Pharmaunternehmen leisten dazu einen wichtigen Beitrag.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Frontalangriff auf die Medizin von morgen

In der Summe sind die im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz geplanten Maßnahmen gegen die Pharmaindustrie ein Frontalangriff auf innovative Arzneimitteltherapien. Wer glaubt, hier ginge es lediglich um die Bilanzen großer Konzerne, irrt. Die Botschaft, die die Regierung sendet, lautet: Forschende Spitzenmedizin „Made in Germany“ ist nicht gewollt. Ein Kommentar von Florian Martius.

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